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Apple verweigert Gewährleistung

29.03.2017 14:49 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Winkler


Zusammenfassung: Bei Geltendmachung von Mängel Gewährleistung binnen sechs Monaten nach Kauf ist der Verkäufer in der Beweislast dafür, dass kein Mangel bei Gefahrübergang vorlag.

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 29.12.16 habe ich bei Apple ein MacBook Pro erworben. Dieses habe ich primär zum Filme schauen etc benutzt. Jetzt schreibe ich momentan meine Studienabschlussarbeit auf diesem Gerät, wobei mir aufgefallen ist, dass das Gerät auf ebenen Flächen wackelt (2-3mm also eher gering).
Ich bin daraufhin zum Apple Store und habe Nacherfüllung verlangt. Das Gerät wurde als mit "leichten Gebrauchspuren" betitelt (schriftlich bestätigt). Nach 5 Tagen kam ein Anruf, dass das Gehäuse leicht verzogen ist, was nur durch einen Sturz entstehen kann und deshalb Gewährleistung ausgeschlossen ist.
Nach langem hin und her mit dem Support (Fotos einreichen - niemand konnte Sturzmerkmale erkennen) wurde ich zu einem anderen Service Provider geschickt.
Dieser hat das Gerät als "wie neu" deklariert (schriftlich) und nun bekomme ich die selbe Aussage, wie von Apple -> Sturz also keine Gewährleistung (der Service Provider hatte im Vorfeld Kenntnis über Apples erste Enscheidung).

Die Aussagen Sturz und der Zustand des Geräts passen in keinster Weise zusammen. Außerdem liegt der Gefahrenübergang erst 3 Monate zurück (Apple Beweispflicht).
Lohnt es sich hiergegen rechtlich vorzugehen, da das Gerät NICHT runtergefallen ist und auch sonst pfleglich behandelt wurde, was ja auch mehrmals bestätigt wurde.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Lassen Sie mich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:


Die einzig mögliche Antwort hier ist eine typisch juristische: Es kommt darauf an. Ankommen wird es auf die Aussagen eines Gutachters, der hier zu bemühen ist. Mit dem Inhalt dieses Gerichtsgutachtens wird der Prozesserfolg stehen und fallen.

Der rechtliche Ansatz ist dabei nicht kompliziert und Ihnen wohl auch bekannt: Apple hat im Rahmen der Mängelgewährleistung zwei Jahre ab Kauf für Mängel einzustehen, die die Kaufsache beim Gefahrübergang in sich trug. Wenn also das Gehäuse einen Mangel aufwies, der (durchaus auch erst später zutage tretend) zu dem Wackeln führte, dann werden Sie erfolgreich Nachbesserung einfordern können.

Da wir noch in den ersten sechs Monaten ab Gefahrübergang sind ist Apple in der Beweislast dafür, dass beim Gefahrübergang kein Mangel vorlag. Das ist sicherlich ein Vorteil für Sie.

Ausgeschlossen scheint mir der Beweis aber nicht zu sein. Das MacBook Pro ist meines Wissens nach wie vor der einzige Notebookrechner, bei dem das Gehäuse aus einem Block Aluminium gegossen und gefräst wird. Die Rechner sind deutlich stabiler als diverse Konkurrenzprodukte; ich weiß wovon ich rede und schreibe diese Antwort gerade auf einem MacBook Pro. Wenn Apple per Gutachten nachweisen kann, dass solche Abweichungen im Produktionsprozess und in der Endkontrolle ausgeschlossen sind und nach menschlichem Ermessen nur ein Sturz für das wackeln verantwortlich sein kann, dann wird dieser Prozess verloren gehen. Was aber ein Gutachter vortragen wird kann ich mangels technischer Expertise nicht vorhersagen.

Insofern ist der Fall juristisch so oder so einfach, entscheiden wird der technische Sachverhalt und dessen Nachweisbarkeit.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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