Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anzeige wg. unterlassener Hilfeleistung gegenüber Krankenhaus/ Personal?

| 11.08.2010 12:52 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Meine Frage ist, ob es anhand der Krankengeschichte meiner Mutter möglich ist, Anzeige wg. unterlassener Hilfeleistung zu stellen. Obwohl sie ein Notfall war ,wurde sie 2 Tage lang nicht operiert und so schlecht versorgt, dass sich ihr Zustand lebensbedrohend verschlechterte und sie dann auch letztendlich starb.
Den folgenden Brief schrieb ich an das Krankenhaus, das mich dann wissen ließ, sie würden recherchieren und dann antworten. Diese Antwort steht noch aus.







21.7.2010

Sehr geehrter Herr Dr. xxxxxx,
gestern verstarb im xxxxxx Krankenhaus meine Mutter Frau xxxxxxxx ( 91 Jahre ). Um es vorweg zu nehmen, in meinem Brief geht es nicht darum, Schuldige für ihren Tod zu finden. Obwohl es eine Zeit gab, wo ich überlegt habe, ob ich das Krankenhaus auf „unterlassene Hilfeleistung" verklage. Jetzt ist mein Ziel, ihnen deutlich zu machen, welche Diskrepanz zwischen wahrhaft beeindruckenden Leistungen von Ärzten und Schwestern in ihrem Haus einerseits und Inkompetenz und Gleichgültigkeit von Ärzten und Schwestern andererseits ihre guten Leistungen zunichtemachen und manchmal auch Menschenleben kosten können. Ich habe also sehr gute Erfahrungen in und mit ihrem Krankenhaus gemacht und solche, bei denen sie einfach die Notbremse ziehen müssten und durch Veränderungen im pflegerischen und organisatorischen Bereich ihren wirklich ausgezeichneten medizinischen Möglichkeiten zum Erfolg zu verhelfen und insbesondere älteren Menschen eine Chance zu geben, ihr Krankenhaus auch wieder ( gesund) zu verlassen.
Um ihnen diese Möglichkeit zu Korrekturen zu geben, möchte ich ihnen den Krankheitsweg meiner Mutter und ihre und meine Erfahrungen mit ihrem Krankenhausbetrieb schildern:
21. Mai 2010 morgens meine Mutter hat schwarzen Stuhl und verliert Blut – die Hausärztin, Frau xxxxx weist sie in das xxxxxx Krankenhaus ein – sie wird auf die Station xxxxx gelegt
21. – 27. Mai der verantwortliche Arzt xxxxx und die diensthabenden Schwestern sind aufmerksam, zugewandt und suchen das Gespräch mit mir als Tochter - die Diagnose lautet nach einigen Tagen: Darmkrebs! -aufgrund der Tatsache, dass meine Mutter 20 Minuten nackt auf die Darmspiegelung warten muss, entsteht bei ihr ein Schnupfen. - die Entscheidung zu einer OP wird getroffen: meine Mutter war bis dahin mobil, klar im Kopf und in einem guten gesundheitlichen Zustand.
28. – 30.Mai sie kommt über das Wochenende nach Hause
31.Mai Wiederaufnahme im xxxxx , Station xxxxxx – Vorbereitung auf die OP – gute Versorgung und Informationen durch die Schwestern – kein Kontakt von Arztseite aus
2. Juni nachmittags Darm OP – gegen 18 Uhr Verlegung auf die Intensiv – die OP ist gelungen – Komplikation während der OP : Abfall des Blutdruckes - meine Mutter ist intubiert – gegen 21 Uhr wird sie extubiert und aufgeweckt – alles soweit ok
3. Juni Verlegung zurück auf die Station xxxxxxx
5. Juni starker Durchfall , Spucken und Ekelgefühl, keine Nahrungsaufnahme
7./8. Juni Clostridien werden festgestellt – meine Mutter isoliert, Hygienemaßnahmen ergriffen
8. – 11. Juni Medikamente über Infusionen verabreicht – starke Schmerzen durch das Medikament, dass die Darmtätigkeit anregen soll – immer wieder spucken, Durchfall und starke Schmerzen dabei – Schwestern müssen geholt werden, Arztgespräch nur durch Zufall auf dem Flur, weil ihr Name fiel
11. Juni ohne Gespräch mit mir und ohne Aufklärung meiner Mutter - an sie die Ankündigung, sie werde verlegt - mittags wird sie ohne Hygienemaßnahmen im Rollstuhl in das xxxxxx Haus verlegt – ich komme 15 Minuten später dort an- sie sitzt auf dem Bett, weiß nicht, was jetzt sein soll – eine weitere Patientin sitzt auf dem Stuhl und sagt, sie sitze schon seit zwei Stunden da und keiner kümmere sich um sie-
ich gehe zum Pflegestützpunkt, Arzt und Schwestern sind anwesend und ignorieren mich – ich spreche sie wieder an und bestehe auf ein Arztgespräch und erwähne die Clostridien gegenüber dem Arzt – xxxxxxx schaut sich jetzt die Akte an und kommt zu meiner Mutter und mir ins 3 Bettzimmer – ich erkläre ihm, das meine Mutter mobil ist und laufen kann, Pflegestufe 1 hat und bei mir zu Hause wohnt - der Physiotherapeut überprüft ihre Mobilität und erkennt, sie braucht keine Anwendungen - ich erkläre dem Arzt, dass ich meine Mutter gerne ambulant zu Hause versorgen lassen möchte , mit Unterstützung von Pflegedienst und Hausärztin – er rät ab wg. der noch etwas nässenden Wunde und der Thrombosegefahr – geht dann in das WE
11.Juni – 13. Juni meine Mutter ist mit zwei weiteren Patientinnen im Zimmer untergebracht, geht auf dem Flur mit ihrem Rollator allein und benutzt die Patiententoilette auf der Station 1, sie isst nichts, weil das Ekelgefühl noch da ist und sie nur ganze Nahrungstabletts ( drei pürierte Haufen mit Fischsoße) bekommen kann oder gar nichts – die Schwester sieht sich nicht in der Lage, ihr etwas Kartoffelmus abzufüllen – obwohl die Wunde dreimal, aber mindestens zweimal versorgt werden soll – ist die Wunde am Samstag gegen 14 Uhr noch nicht einmal versorgt – die Schwester, darauf angesprochen erklärt, sie sei mit 12 Patienten allein und wäre gerade durch mit anziehen, waschen und Nahrungsversorgung – ich fahre täglich , wie auf den anderen Stationen , zwei- dreimal zu meiner Mutter - am Sonntag entscheidet die diensthabende Ärztin, dass meine Mutter nicht mehr die Patiententoilette benutzen soll – ihr wird eine Toilette auf das Zimmer mit den beiden Mitpatientinnen gestellt
14. Juni aufgrund der Mangelversorgung im xxxxx Haus bestehe ich gegenüber dem Arzt Herrn xxxxxxxx darauf, meine Mutter zur weiteren Pflege mit nach Hause zu nehmen – in seinem Bericht an die Hausärztin verweist er auf die Wunde, die Thrombosegefahr und den Kaliumspiegel – erwähnt mit keinen Wort die Clostridien – auf der Medikamentenliste gibt er an, dass das Antibiotikum noch bis zum 17. Juni gegeben werden soll – kein Wort über eine Stuhlprobe
14. Juni – 5. Juli meine Mutter wird zu Hause von mir, dem Pflegedienst und der Hausärztin betreut und versorgt - das Blut untersucht, die Medikamente und der Blutdruck überwacht – die Hausärztin macht in dieser Zeit zwei Hausbesuche – der Durchfall und das Ekelgefühl werden weniger, sie kann essen, es geht ihr besser – es wird keine Stuhlprobenuntersuchung angeordnet
6. /7. Juli es fangen wieder Bauchschmerzen und flüssiger Stuhl an – die Hausärztin kommt am 7. Juli, ist mit dem Zustand meiner Mutter aber zufrieden und vermerkt, dass in unserem Wohnort ein Magen und Darmkeim unterwegs ist – ihre Praxis bleibt jetzt bis zum 2. August geschlossen
8. Juli – 13. Juli langsam mit Zunahme und Abnahme vermehren sich die Häufigkeit der Toilettengänge, der Stuhl bleibt flüssig, sie mag nicht in die Windeln machen – läuft stattdessen unzählige Male auf die Toilette – ab und zu Bauchschmerzen, Übelkeit fängt an
14. Juli ich bitte den Vertretungsarzt der Hausärztin um einen Hausbesuch bei meiner Mutter und setze ihn von der Gesamtsituation in Kenntnis - 2 Minuten bevor der Arzt kommt stürzt meine Mutter beim Aufstehen vom Sofa auf dem Weg zur Toilette - der Arzt vermuten einen Bruch und weist sie in das xxxxx Krankenhaus ein –
Die Versorgung in der Notaufnahme durch die Ärztin war gut – es wurde ein Bruch im oberen Oberschenkelknochen festgestellt - sie informierte uns darüber, das in ihrem Krankenhaus ältere Menschen sofort operiert werden und dann auch sofort wieder aufstehen müssen, damit sich bestimmte entzündliche Verläufe nicht einstellen können- sie sagte zu, dass meine Mutter am 15. Juli operiert werden würde – meine Mutter wurde auf die Station xxxxx gelegt und mit dieser Entscheidung oder diesem Umstand begann wieder ihr Leid und meine hauptsächliche Kritik an ihrem Krankenhaus ( zusätzlich zum xxxxx Haus)
15.Juli meine Mutter liegt seit morgens OP bereit wg. der vermuteten Keime ( Clostridien) isoliert in einem Einzelzimmer mit Hygienemaßnahmen. Nachfragen über den OP Termin werden im Laufe des Tages bis um 18: 30 von den Schwestern abgebügelt. Es gibt die Auskunft: sie steht noch auf der Liste für heute – meine Mutter darf nicht trinken, sie hat einen Zugang und bekommt eine oder zwei Liter Infusion - um 19 Uhr bestehe ich darauf, dass die diensth. Schwester im OP anruft und sich erkundigt – 10 Minuten später erscheint die Ärztin im Raum, die die Darmoperation an meiner Mutter vorgenommen hatte und erklärte, es sei von den dafür zuständigen Operateuren niemand mehr da, sie würde noch bis 22 Uhr operieren und es wäre ihr auch nicht klar, warum meine Mutter heute nicht mehr operiert werden würde und uns auch niemand darüber informiert hat – meine Mutter hat starke Schmerzen – von den sehr jungen Krankenschwestern ( vielleicht auch nur Helferinnen?) gibt es kaum Präsenz für meine Mutter. Ich bitte um etwas zu trinken und eine Brühe –
16. Juli an diesem Tag war ich 10 Stunden im Krankenhaus bei meiner Mutter : von 8 Uhr morgens bis 18 Uhr abends – meine Mutter lag wieder OP bereit ohne Zugang im Bett, als ich kam- die Brühe und der Saft standen auf dem Tisch – Werkzeug um einen Zugang zu legen lag herum und ein Ständer mit einer Infusion stand im Raum – die Jungen Schwestern waren unfreundlich, widerwillig, sahen nicht nach meiner Mutter, wendeten sich ab , wenn ich kam und nachfragte – gaben um 8:30 widerwillig Schmerzmittel ( „hatte erst um 4 Uhr ein Mittel") obwohl meine Mutter deutlich unter Schmerzen litt – ließen die Bettpfanne über eine Stunde unter ihr liegen - ich wollte die diensthabende Ärztin sprechen, niemand kam – nur widerstrebend kam die Auskunft, der Termin ist für 10 :40 angesetzt – gegen Mittag bin ich zum Empfang und habe nach ihrem Verantwortlichen für das Qualitätsmanagement gefragt – wurde zu Frau xxxx? geschickt, der ich die Situation schilderte und die versprach, sich zu kümmern – dann hieß es auf der Station der Termin ist auf 14 Uhr angesetzt – der Zustand meiner Mutter verschlechterte sich zusehends – eine junge Frau kam ins Zimmer, stellte sich nicht vor und versuchte einen Zugang zu legen, was ihr nach drei Versuchen nicht gelang, heute weiß ich, es war die diensth. Ärztin Frau xxxxxx – inzwischen war es 16 Uhr und meine Mutter lag seit frühem morgen ohne irgendeine Flüssigkeitsversorgung auf ihre OP wartend da – ich habe dann energisch nachgehakt, dass meine Mutter dringen Flüssigkeit braucht – dann gab es eine Übergabe an Schwester xxxx – das war dann das erste Mal auf dieser Station, das deutlich wurde, hier ist jetzt jemand der seine Verantwortung gegenüber dem Patienten und Angehörigen wahrnimmt. Die Schwester sorgte dafür, dass die Ärztin Frau xxxxxx einen Zugang legte und meine Mutter Flüssigkeit bekam ( da war es 18 Uhr und meine Mutter schon nicht mehr ansprechbar) – Schwester xxxx schickte mich nach Hause, ich war selber total erschöpft aber sah, das ich dieser Schwester meine Mutter anvertrauen konnte- diese Schwester sorgte dann dafür das die Chirurgin Frau xxx aus der Notaufnahme zu meiner Mutter kam , diese verlegte sie sofort auf die Intensiv und telefonierte mit mir-
16. Juli – 20. Juli ihre Intensivstation tat dann alles in ihrer Macht stehende, um meine Mutter zu stabilisiere: die Entzündungswerte waren hoch, die Nieren funktionierte nicht richtig ….
Meine Mutter wurde dann am Samstag noch am Bein operiert – hat diese OP auch überlebt – aber verstarb dann doch am 20. Juli obwohl auf der Intensiv alles Erdenkliche für sie getan wurde – es war da, zu spät-
Hochachtung in diesem Zusammenhang für die Ärztin Frau xxxxx Sowohl der medizinischen, als auch der menschlichen Verantwortung, die sie gezeigt hat. Wenn sie nur so Ärztinnen wie sie und Krankenschwestern wie xxxx hätten, wären Patienten bei ihnen sehr gut aufgehoben.
Ich habe mir die Leitbilder des Krankenhauses angeschaut und muss einfach feststellen, dass sie von ihren Zielen doch weit weg sind. Ich hoffe, sie können diese Fallschilderung nehmen und doch für ein paar Veränderungen im Krankenhaus sorgen.
Ihre qualifizierte Hochleistungsmedizin ( invasive OP , Diagnostik, Intensivmedizin….) ist nicht zum Nutzen von Menschen einsetzbar, wenn der Pflegebereich dann so abfällt und Menschen aufgrund von Flüssigkeitsverlust sterben müssen, obwohl sie die OP gut überstanden haben.
Warum können sie sich kein Beispiel an den niederländischen Kliniken nehmen, die dem Keim Clostridium kaum noch eine Chance geben? Oder warum finden sich auf einer Station wie Meiendorf alle Schwesternanfängerinnen wieder? Oder warum wird dann noch ausgerechnet ein älterer Mensch zu ihnen gelegt? Oder warum hat die verantwortliche Ärztin meiner Mutter über 10 Stunden keine Flüssigkeit zugeführt?
All diese Fragen ersetzen mir meine Mutter nicht – ich möchte aber das sie oder andere Verantwortliche sich damit auseinandersetzen. Darum habe ich ihnen diesen Brief geschrieben. Und machen sie es sich nicht so leicht in dem sie auf den Pflegenotstand verweisen. Es gibt bei ihnen sehr gute Ärzte und Schwestern und offensichtlich auch andere. Und das das so ist, scheint mir eher ein Leitungsdefizit zu sein.
Mit freundlichen Grüßen






Sehr geehrte Ratsuchende,

zunächst einmal möchte ich Ihnen mein Beileid zum Ableben Ihrer Mutter bekunden.

Ihre Anfrage kann ich Ihnen anhand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Zunächst seien zwei Dinge vorausgeschickt:

1. Eine Strafanzeige kann nicht gegen das Krankenhaus an sich erstattet werden sondern muss sich auf bestimmte oder bestimmbare Personen beziehen. Dies bedeutet nicht, dass Sie Personen namentlich benennen müssen wenn Sie es nicht können Es ist auch möglich eine Strafanzeige gegen unbekannt oder z.B. gegen die an einem bestimmten Tag diensthabenden Ärzte/Schwestern zu erstatten. Wesentlich ist nur, dass eine Person und nicht eine Institution angezeigt wird.

2. Die Entscheidung, ob ein Strafverfahren durchgeführt wird oder nicht obliegt zunächst der Staatsanwaltschaft und im weiteren Verlauf dem Gericht. Diese Entscheidung können Sie nur teilweise beeinflussen.

Dies vorausgeschickt beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Der Straftatbestand der unterlassenen Hilfeleistung ist in § 323 c StGB geregelt. Hiernach macht sich grundsätzlich strafbar, wer bei einem Unglücksfall keine Hilfe leistet, obwohl er dies hätte tun können und es zumutbar war.

Weitere in Betracht kommende Straftatbestände wären hier noch die fahrlässige Körperverletzung (§ 229 StGB ) und unter Umständen sogar die fahrlässige Tötung (§ 222 StGB ). Außerdem wäre es möglich, dass hier Straftaten durch Unterlassen begangen wurden.

Zunächst ist hier die Frage, ob überhaupt ein Unglücksfall im Sinne des Gesetzes vorliegt.
Grundsätzlich ist dies bei einer schweren Krankheit allein nicht der Fall. Anders liegt der Fall jedoch bei einer plötzlichen Verschlechterung der Krankheit, bzw. des Gesundheitszustandes, wie es bei Ihrer Mutter der Fall war. Insofern käme eine Strafbarkeit der (nicht) handelnden Personen wegen unterlassener Hilfeleistung durchaus in Betracht.

Hierbei müsste allerdings anhand der Krankenakte Ihrer Mutter und der weiteren Unterlagen des Krankenhaus (z.B. Dienstpläne, etc.) genau geprüft werden, wer zu den fraglichen Zeitpunkten für die Versorgung Ihrer Mutter zuständig gewesen wäre. Dies wäre im Falle einer Anzeige allerdings Aufgabe der Staatsanwaltschaft.

Nach Ihrer Darstellung halte ich allerdings für durchaus im Bereich des Möglichen, dass sich hier Personen des Pflegepersonals oder der Ärzte strafbar gemacht haben, so dass Sie durchaus eine Strafanzeige erstatten können.

Wie Eingangs schon erwähnt befindet dann die Staatsanwaltschaft darüber, ob gegen eine oder mehrere Personen Anklage erhoben wird. Ob dann letztlich jemand verurteilt wird, kann jetzt noch nicht vorhergesagt werden.

Auch möchte ich zu bedenken geben, dass sich ein solches Verfahren sehr lange hinziehen kann und Sie im Laufe dieses Verfahrens ggf. mehrmals als Zeugin aussagen müssten, so dass Sie immer wieder an die Vorgänge erinnert werden würden.

Auch wäre das Ergebnis eines Strafverfahrens allenfalls die strafrechtliche Verurteilung der Verantwortlichen. Schmerzensgeld oder ähnliches würden Sie auf diesem Wege nicht erhalten können.

Wenn noch Fragen offen geblieben sind, bitte ich Sie, die kostenlose Nachfragefunktion zu nutzen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen Einblick in die Rechtslage verschafft zu haben und verbleibe

Bewertung des Fragestellers 13.08.2010 | 08:55

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?