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Anzeige wegen Warenbetruges, was tun?

28.10.2009 15:24 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


16:01

Hallo,

ich habe bei Ebay einen Handy Dummy verkauft und bekomme nun eine Anzeige wegen Warenbetruges.

Ich stellte den Artikel in der Rubrik

Handy&Organizer => Für Bastler => Handy-Dummys => Nokia

ein und verwendete folgende Überschrift:

-------------------
Nokia N97 Dummy Black Edition Handy! BRANDNEU & OVP!
-------------------

Die Artikelbeschreibung lautete:

-------------------
Das wohl genialste Teil der Welt

Das Gerät ist nagelneu, befindet sich in der originalen Verpackung und wurde noch nie ausgepackt!

Nutzen Sie hier die Chance, ein echtes Schnäppchen zu machen.

Schlagen Sie hier zu und sichern sich ein topaktuelles Nokia N97 Dummy Black Edition mit allen mechanischen Funktionen!

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-------------------

Unten drunter stand dann noch als wichtige Information:

-------------------
Der Artikel wird "so, wie er ist" von Privat verkauft. Sie verzichten auf das Ihnen lt. EU-Recht zustehende Recht auf Garantie und Gewährleistung. Ein Widerrufsrecht wird nicht eingeräumt, die Rückgabe des Artikels ist nicht möglich.

Die Lieferung erfolgt gegen Vorkasse.

Die Versandkosten gehen zu Lasten des Käufers. Die Ebaygebühren zahle ich. Der Versand der bezahltenWare erfolgt innerhalb von 24 Stunden nach Zahlungseingang.

Sollten Fragen zum Artikel bestehen, wenden Sie sich per Mail unter "Frage an den Verkäufer" an mich. Ich versuche schnellstmöglich zu antworten.

Zur Erklärung des Wortes Dummy. Ein Dummy ist ein Ausstellungsstück, das zwar über alle mechanischen, nicht aber die elektronischen Funktionen verfügt. Ich bitte dies zu beachten. Nachträgliche Gebotsrücknahmen können nicht akzeptiert werden. Auktionsgewinner, die den Artikel nicht haben möchten, verpflichten sich, pauschal 50% des Gebotsbetrages als Aufwandsentschädigung zu zahlen.

Bitte bieten Sie nur, wenn Sie mit allen o.g. Bedingungen einverstanden sind.

-------------

Nun hat mich der Käufer wegen Warenbetruges angezeigt, da er ein echtes Handy erwartet hat.

Direkt nach der Auktion fragte er mich, ob man mit dem Dummy telefonieren kann. Wenn nicht, würde er von der Auktion zurücktreten.

Ich teilte mit, dass man damit nicht telefonieren kann, da, wie in der Artikelbeschreibung angegeben nur mechanische Funktionen vorhanden seien.

Er hat dann vorgeschlagen, dass ich den Artikel an einen unterlegenen Bieter verkaufe und er die Differenz trägt, da es sich um ein Missverständnis handelt und er keine Verwendung für den Artikel hätte.

Ein unterlegener Bieter meldete sich aber trotz Nachfrage nicht.
Ich teilte dem Käufer dann mit, dass sich niemand meldet und kein Verkauf an unterlegene Bieter möglich ist. Er könne den Artikel ja selbst wieder verkaufen, wenn er ekien Verwendung dafür hat.

Daraufhin sagte er, dass er den Artikel dann selbstverständlich bezahlt, aber rechtliche Schritte prüfen wird.

Er zahlte dann, ich verschickte den Artikel und fertig.
Jetzt bekam ich eine Vorladung und setzte mich erst mal telefonisch mit dem Beamten in verbindung. Dieser sagte mir, dass der Käufer erklärte, nicht gewusst zu haben, was er da kauft und von einem echten Handy ausgegangen sei. Er hielt die Bezeichnung "Dummy" für eine Modellbezeichnung.

Ich hätte ihn also mutwillig über den Artikel getäuscht und das ginge nicht.

Nun würde ich gern wissen, ob ich mich wirklich starfbar gemacht habe und ob ich zum Termin bei der Polizei gehen sollte, oder nicht.

Der Käufer bietet mittlerweile den Artikel mit fast exakt der gleichen Artikelbeschreibung bei Ebay selbst wieder zum verkauf an.

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

28.10.2009 | 15:41

Antwort

von


(2432)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
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Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben sich nach Ihren Angaben nicht strafbar gemacht. Die Beschreibung mit dem Hinweis war eindeutig.

Die Anzeige dient daher allein der Schikane und könnte ggfs. sogar eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung darstellen.

Gleichwohl sollten Sie bei der Polizei keine Angaben machen, dort also auch nicht erscheinen.

Ich würde Ihnen raten, einen Anwalt zu beauftragen, auch wenn dieses natürlich Geld kosten wird.

Nach erhaltener Akteneinsicht sollte dann über den Anwalt eine Stellungnahme abgegeben werden, was vermutlich dann zur Verfahrenseinstellung führen wird.

Gerne können Sie sich dazu auch an unser Büro wenden.

Vorab sollten Sie aber Ihr Angebot und auch das neue Angebot des Käufers und jetztigen Anbieters sichern und manifestieren, da dieses wichtig werden könnte.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 28.10.2009 | 15:53

Hallo Frau True-Bohle,

vielen Dank für Ihre erste Einschätzung.

Vielleicht sollte ich der Richtigkeit halber noch erwähnen, dass ich mich bereits kurz mit der zuständigen Polizeidienststelle telefonisch in Verbindung gesetzt habe.

Der zuständige Beamte sagte mir dann, dass mein Angebot so ganz und gar nicht ginge.
Als Gründe führte er an, dass groß und in rot "EDEL / AKTUELL" etc. angeführt wurde und der Zusatz Dummy viel zu klein sei.

Außerdem, dass mir das haette auffallen müssen, da kein Mensch 140 Euro für ein Dummy bezahlt. Richtig, würde ich auch nicht, aber ich habe ab 1 Euro angeboten und nicht ab 140 Euro.

Die Erklärung des Wortes Dummy sei auch viel zu klein und unscheinbar. Es ist tatsächlich kleiner, aber ich habe diesen Absatz auch nur zugefügt, damit ich auf der sicheren Seite bin. Mir ist nicht mal bewusst gewesen, dass ich überhaupt derart explizit drauf hinweisen muss. Wenn ich in der Rubrik Modellautos einen Ferrari Testarossa einstelle muss ich ja auch nicht riesen groß drauf hinweisen, dass es kein echtes Auto ist.

Damit Sie sich ein Bild vom Angebot machen können, habe ich einen Screenshot hochgeladen:
***

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.10.2009 | 16:01

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich konnte es zumindest ohne Probleme lesen.

Die Auffassung des Polizisten ist ebenso falsch wie irrelevant. Nicht er, sondern der Staatsanwalt hat über die Fortsetzung des Verfahrens zu entscheiden.

Gehen Sie also nicht zur Polizei und machen dort bitte keie weiteren Angaben. Beauftragen Sie einen Rechtsanwalt.

Ihrer restlichen Einschätzung folge ich ebenfalls. Gerade bei dem genannten Auktionshaus hat man zuweilen das Gefühl, dass einige Bieter vor lauter Schnäppchengier teilweise unter geistigen Aussetzern leiden.

Das ganze wäre allenfalls eine zivilrechtliche Auseinandersetzung gewesen, sicherlich ist es aber keine Straftat.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

ANTWORT VON

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