Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anzeige wegen Warenbetrug - Rückzahlung an eBay Käufer versäumt.

| 15.07.2012 20:06 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

am 22.04.2012 habe ich einen gebrauchten Artikel auf eBay im Wert von 35,50€ zzgl. 5,90€ Versand verkauft. Es handelt sich hierbei um einen gängigen Zeitwert.

Leider war es mir nicht möglich den Artikel in einer angemessenen Zeit zu versenden, sodass der Käufer und ich per "Problem klären" Funktion eine Rückabwicklung beschlossen haben. Am 21.05.2012 habe ich dies mittels der vorgesehenen Funktion bei eBay an den Käufer und den eBay Kundenservice mittgeteilt und den Käufer um die Nennung seiner Bankdaten gebeten.

Am 01.06.2012 bekam ich die Bankdaten des Käufers per Mail mitgeteilt. Leider habe ich es daraufhin veräumt den Betrag zurück zu Erstatten, sodass ich am 10.06.2012 folgende Mail erhielt, die aber in meinem Mailpostfach untergegangen ist und gerade erst bei der Ursachenforschung zu Tage triet:

"... Sollte das Geld nicht bis zum 15.06.2012 auf meinem Konto eingegangen sein, werde ich gegen Sie Anzeige wegen Betruges erstatten ..."


Am 11.06.2012 erhielt ich eine Mail vom eBay Kundenservice in der dieser Satz enthalten war:

"...Ihnen wurde keine Schuld zugesprochen. ... Sie müssen keine weiteren Schritte unternehmen."


Am Freitag (13.07.2012) erhielt ich einen Anruf von der örtlichen Polizeiinspektion, dass gegen mich eine Anzeige wegen Warenbetrugs vorliegt und ich Angaben zu diesem machen sollte. (Artikel um den es geht wurde mir genannt)

Daraufhin habe ich den Fall nachvollzogen und musste feststellen, dass ich den Betrag tatsächlich noch nicht zurücküberwiesen hatte. Die Rücküberweisung habe ich jetzt veranlasst und an den Käufer folgende Mail gesendet:

"Hallo,

als aller Erstes möchte ich mich bei Ihnen für mein geschäftliches Verhalten entschuldigen. Es ist denke ich auch wirklich notwendig und angebracht.

Leider ist Ihre Rücküberweisung unter die Räder gekommen. Auf den Rückstand wurde ich erst durch den Anruf der Polizei letzte Woche aufmerksam gemacht. Mein privater Stress hatte zur Folge, dass ich nur sehr unregelmäßig zum Lesen meiner Emails kam und als ich von eBay eine Mail bezüglich dieses Problemfalls mit dem Inhalt "Sie müssen keine weiteren Schritte unternehmen" bekommen hatte war die Sache für mich erledigt. Dass ich unterdessen die Rücküberweisung an Sie veräumt habe ist mir dabei nicht bewusst gewesen. Dafür bitte ich Sie nochmals um Entschuldigung. Ein Anruf meinerseits hätte die Sache wahrscheinlich in wenigen Minuten klären können.

Im Übrigen möchte ich Ihnen auch noch das Angebot machen für Ihnen entstandene Kosten, sei es für Auslagen Ihrerseits oder die zusätzlichen Kosten eines Ersatzinstruments, aufzukommen und hoffe darauf, dass Sie meine Entschuldigung skzeptieren und die Anzeige wegen Betrugs zurückziehen. Hierfür ist bereits ein Gutschein des Musikversandhauses thomann in der Höhe des Neupreises des Instruments zu Ihnen unterwegs. Bitte sehen Sie sich auch meine weiteren eBay Bewertungen an, um zu sehen, dass ich normalerweise ein sehr fairer und zuverlässiger (Ver)käufer bin.

Mit freundlichen Grüßen"



Meine Frage nun an Sie, wie mein weiteres Vorgehen in diesem Fall aussehen sollte. Im speziellen stelle ich mir die Frage, ob ich bei der Polizei Angaben machen soll und ob diese eine Erkennungsdienstliche Maßnahme durchführen darf / wird.

Ich bin 22jahre alt und nicht vorbestraft. An meinen bisherigen eBay Bewertungen kann man ablesen, dass sich hierbei um einen Einzelfall handelt. Mein montliches Einkommen beträgt ca 2100€ als Single (Keine notwendigkeit wegen 41,10€ zu betrügen)


Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender,

besten Dank für die Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes gerne wie folgt beantworten möchte.

1. Allgemeines

Grundsätzlich sind Sie nicht verpflichtet, bei der Polizei eine Aussage zu machen. Ein Grund für Erkennungsdienstliche Maßnahmen liegen nicht vor.

2. Rechtliche Bewertung

Betrug gem. § 263 StGB setzt Vorsatz voraus.

Laut Ihrer Sachverhaltsdarstellung kann ich einen solchen Vorsatz nicht erkennen, zumal es menschlich ist, etwas zu vergessen. Sie haben den Kaufpreis erstattet, so dass es auch keinen Vermögensschaden im Sinne des § 263 StGB gibt.

Auf den Umstand, dass Sie nicht vorbestraft sind kommt es dann nicht mehr an.

3. Empfehlung

Als Ergebnis aus 2. würde ich Ihnen empfehlen die Polizei ruhigen Gewissens auf zu suchen und die entsprechenden Unterlagen mit zu nehmen.

Es ist davon auszugehen, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren sodann gem. § 170 II StPO einstellen wird, da es nicht genügend Anlass zur Erhebung der öffentlichen Klae gibt.


Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben haben zu können.

Bitte bedenken Sie, dass meine Einschätzung ausschließlich auf Ihren Angaben beruht.

Bewertung des Fragestellers 15.07.2012 | 21:21

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 15.07.2012 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70047 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Schnelle und fundierte Antwort bei einem komplexen Thema. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles bestens. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER