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Anzeige wegen Verlassen des Unfallortes mit Fahrerflucht

13.08.2010 22:28 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Hallo,

mir ist folgendes passiert, vor ca 3 Wochen habe ich eine Vorladung zur Zeugenaussage bei dem zuständigen Polizeirevier erhalten. Ich war föllig überrascht, denn ich wußte nicht um was es ging. Also rief ich dort auf dem Polizeirevier an und frage nach, dort wurde mir gesagt, ich soll angeblich ein anderes Fahrzeug beschädigt haben,ich soll mit der hintere Tür auf der rechten Seite meines Fahrzeuges gegen ein, neben mir geparktes Fahrzeug ,geschlagen haben, dies soll auf einem Parkdeck, wo ich einen Stellplatz gemietet habe, passiert sein.Der Stellplatz nebenan wird von einem älteren Ehepaar gemietet, diese haben den Stellplatz Dritten ( Familienmitgliedern) überlassen.
Ich war schockiert und habe sofort einen persönlichen Termin mit dem zuständigen Beamten vereinbart.
Bin dann zum vereinbartem Termin erschienen und habe mir das ganze angehört. Das Fahrzeug auf dem Nachbarstellplatz hatte eine Delle in der hinteren linken Tür, das soll zwischen dem 18.07.2010 13.30 Uhr bis 19.07.2010 14 Uhr passiert sein und da uns der Stellplatz nebendran gehört, vermutete man, das wir dies waren.
Weder ich noch mein Mann haben diesen Schaden verursacht.
Wir haben das Auto am Fr. den 16.07.2010 dort abgestellt und sind am 17.07.2010 dort wieder weg gefahren.Da ich geben Abend noch was einkaufen wollte habe ich mich mit meinen Kindern auf den Weg gemacht. Das war Sam. Abend gegen 19 Uhr, zu diesem Zeitpunkt war bereis eine Delle im Nachbarfahrzeug.( Habe ich auch bei der Polizei ausgesagt) Ich habe mein Auto dann, wegen der schweren Einkäufe, nicht auf dem Stellplatz abgestellt, sonderen direkt hinter unserem Wohnblock geparkt ua. auch weil ein Ausflug am nächsten Tag geplant war, aber gut.Jedenfalls nutzen wir seit einigen Wochen schon eher selten unseren Stellplatz, weil er doch etwas weiterer entfernt von unserem Wohnblock ist und da ich seit 06.07.2010 wieder arbeite ist es so bequemer für mich.Wie geplant sind wir( die gesamte Familie) am So. gegen 13 Uhr weggefahen und sind gegen 18.30 Uhr wieder zu Hause angekommen. Am Mo. den 19.07.2010 bin ich dann gegen 7.30 Uhr zur Arbeit gefahren.
Dies habe ich auch bei der Polizei ausgesagt.
Jetzt sind nun ein paar Wochen vergangen . Diese Woche bekam ich einen Anruf vom bearbeitenden Beamten, er wollte gerne die Autos im direkten Vergleich neben einander sehen. Wir waren damit sofort einverstanden und sind zum vereinbartem Termin dort hin gefahren.
Das andere beschädigte Fahrzeug weißt eine große und ein paar kleine Dellen auf und an einer Delle sind auch dunkelblaue Lackkratzer, die vom öffnen einer Tür stammen sollen. An unserer Innentür sind zwar leichte Abschürfungen, wie am gesamten Fahrzeug, aber unser Auto ist ja auch schon 8 Jahre alt. Anhand dieser Abschürfungen wollte man nun beweisen, dass die Delle von unserem Fahrzeug sein sollte.Als der Polizist dann auch noch die Tür öffnete und so, bis es seinem Anschein nach passte, war für Ihn der Sachverhalt klar.
Dabei muss man sagen, dass die Stellplätze so eng sind, das ein vollständiges öffnen der Türen nie möglich war.Das heißt unsere Tür müßte auch erhebliche Lackkratzer haben, von außen.
So und nun bedeutet das, ich bekomme jetzt eine Anzeige wegen entfernen vom Unfallort und Fahrerflucht.
Wie schon erwähnt, habe ich dort nicht geparkt, obwohl es mein Stellplatz ist und ich habe den Schaden auch nicht verursacht.
Mich ärgert dies so, denn ich war es doch nicht. Ich habe nun keine Chance meine Unschuld zu beweisen. Die Gegner waren sehr unfreundlich( irgendwie verständlich), aber denn noch kann man sich nicht einfach hinstellen und sagen wir haben den Schaden verursacht. Es gibt tausende von Autos die den selben Autolack haben wie wir.Ich weiß nun nicht was ich tuen soll, ich fahre seit 15 Jahren Auto und habe mir nie etwas zu Schukden kommen lassen, keinen Punkt ect.
Die Gegner werden sich nun einen Anwalt nehmen, da ich nicht bereit war meine Versicherung zu nennen.Mir kam das alles komisch vor, denn das ältere Ehepaar benannte plötzlich den 17.07.2010 als Tatzeit und der Besitzer des Fahrzeugs benannte den 19.07.2010 als Tatzeit, ja das widerspricht sich doch, denn ürsprünglich sollte der 18.07.2010 der Tatzeitpunkt sein.
Was kann ich tun, wie ist die Sachlage?
Bitte helfen Sie mir!
Vielen Dank vorab!
13.08.2010 | 23:49

Antwort

von


(265)
Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Gemäß § 142 StGB wird das unerlaubte Entfernen vom Unfallort mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.
(http://dejure.org/gesetze/StGB/142.html)

Auch wenn in Ihrem Falle eine Freiheitsstrafe nicht zu erwarten ist, würde ich Ihnen dennoch dringend raten, einen ortsansässigen Anwalt mit der Wahrung Ihrer Interessen zu beauftragen. Dieser kann Akteneinsicht beantragen und das weitere Vorgehen gemeinsam mit Ihnen planen.

Ich weise Sie darauf hin, dass Sie, sofern Sie als Beschuldigte bei der Polizei vernommen werden, keine Angaben zur Sache machen müssen. Aus dem, was Sie bisher ausgesagt haben, kann ich zwar nicht erkennen, dass Sie sich selbst belastet hätten. Sofern es aber zu weiteren Vernehmungen kommen sollte, sollten Sie erst mit Ihrem Anwalt besprechen, ob es ratsam sein kann, von Ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch zu machen.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, befand sich Ihr Fahrzeug zum zunächst angegebenen Tatzeitpunkt überhaupt nicht am Unfallort. Sofern Sie hier Zeugen benennen können, die beispielsweise Ihr Auto zum besagten Zeitpunkt bei Ihnen an der Wohnung gesehen haben usw., sollten Sie die Polizei darüber informieren.

Meiner Einschätzung nach dürfte eine reine Augenscheins-Begutachtung der beiden Wagen durch einen Polizeibeamten nicht ausreichen, um Ihnen die Tat nachzuweisen, vorausgesetzt, dass die Lackspuren an beiden Autos keine eindeutige Sprache sprechen. Der reine Augenschein dürfte, sofern die Kratzer nicht absolut eindeutig sind, meiner Meinung nach kein Sachverständigengutachten ersetzen.

Sofern Sie dem Halter des anderen Autos Ihre Kfz-Versicherung nicht nennen, kann dieser auch auf anderen Wegen Kontakt zu Ihrer Versicherung aufnehmen, beispielsweise über den Zentralruf der Autoversicherer. Der Halter des Fahrzeugs wird seine Ansprüche dann Ihrer Versicherung melden. Ihre Versicherung hat die Möglichkeit ein Sachverständigengutachten in Auftrag zu geben. Dabei werden Lackspuren, Dellen usw. genau untersucht, um sicher festzustellen, ob es sich wirklich um den Lack Ihres Fahrzeugs handelt bzw. ob die Schäden wie Dellen usw. überhaupt von Ihrem Fahrzeug verursacht worden sein können. Dadurch entstehen Ihnen keine Kosten, aber Sie haben auch keinen Rechtsanspruch darauf, dass Ihre Versicherung einen Gutachter bestellt.

Wie ich Ihnen bereits geschrieben habe, würde ich Ihnen dringend raten, einen ortsansässigen Anwalt zu beauftragen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es ohne Akteneinsicht nicht möglich ist, eine Prognose über den Ausgang eines eventuellen Strafverfahrens bzw. die Schadensregulierung abzugeben.

Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Ich möchte Sie abschließend darauf hinweisen, dass im Rahmen dieser Plattform nur eine erste Einschätzung des Sachverhalts, basierend auf Ihren Angaben, möglich ist. Sollten hier Informationen hinzugefügt oder weggelassen worden sein, kann die rechtliche Beurteilung völlig anders aussehen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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