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Anzeige wegen Stalking?

| 01.07.2014 12:18 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Benjamin Pethö


Zusammenfassung: Strafbarkeit wegen Verleumdung und Beleidigung.

Hallo,

ich weiß dass das, was ich getan habe nicht rechtens und unüberlegt war. Jetzt habe ich eine Anzeige bekommen und möchte wissen: Wie ist die Rechtslage.

Nachdem mein Freund sich getrennt hatte (2 Monate später), erstellte ich ein Fake-Profil bei einer Schwulen-Dating-Seite und gab da unter seinem Namen seine Nummer heraus. Dafür nutzte ich auch ein Social-Network-Portal [Name geändert] von ihm, welches für jeden öffentlich zugänglich ist.
Nach 3 Tagen löschte ich den Account und schrieb ihm anonym über Social-Network-Portal [Name geändert], er solle sich nicht mehr über Schwule lustig machen, und auch dass ein Anruf bei seiner Mutter interessant war - diesen Anruf gab es nie. Ich wollte ihn nur ärgern. Nachdem er auf diese Nachricht nicht reagierte und ich ihm auch nochmal schrieb,ich könne ja nochmals bei seiner Mutter anrufen, beschloss ich 3 Wochen später noch einmal die Schwulen-Dating-Seite zu verwenden für 2 Tage. Ich nutze bei dem Zugriff auf die Seite stehts eine VPN-Verschlüsselung.

ich gab mich wieder als ihn aus und gab seine Nummer heraus. dieses mal hat er mich angezeigt. zuerst anonym schrieb ich 3 Tage, wie sehr es mir leid tun würde und nach 4 Tagen gab ich zu, dass ich es war - per Telefon.

nun möchte er die Anzeige nicht zurücknehmen und mich würde interssieren, wie die rechtslage ist und mit was für einer Strafe bzw. wie die Anklage lauten könnte?
Verleumdung? Stalking?

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzeige überhaupt vom Staatsanwalt behandelt wird? Außer ein paar anrufen und nachrichten sind für ihn keine Schäden entstanden.


Einsatz editiert am 01.07.2014 12:26:52

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Gegenstand des gegen Sie geführten Ermittlungsverfahrens kann eine Beleidigung nach § 185 StGB, sowie eine Verleumdung nach § 187 StGb sein. Die Darstellung Ihres Freundes als homosexuell kann eine ehrverletzende Handlung im Sinne des Tatbestandes der Beleidigung sein, nämlich in Form eines Angriffes auf die "Geschlechtsehre". Denn nach den Umständen des von ihnen geschilderten Falles wollten Sie Ihren Ex-Freund in der Öffentlichkeit herabsetzend bewerten.

Daneben könnte bei Ihnen auch eine Strafbarkeit wegen Verleumdung in Betracht kommen, indem Sie Ihren Ex-Freund als homosexuell dargestellt haben. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie eine unwahre Tatsache verbreitet haben müssten, welche geignet gewesen wäre, Ihren Freund in der öffentlich Meinung verächtlich zu machen.Ob die sexuelle Neigung eines Menschen geeignet ist jemand verächtlich zu machen, ist aber diskussionswürdig, da Homosexualität nicht gleichbedeutend damit ist, dass jemand schlecht oder minderwertig ist.

Ich empfehle Ihnen, Akteneinsicht über einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beantragen, um Klarheit über den Sachverhalt zu gewinnen und um richtig agieren zu können. Die Chancen, auf eine Einstellung des Verfahrens hinzuwirken, schätze ich durchaus für erfolgsversprechend ein. Wenn Anklage erhoben werden sollte, ist von einer Geldstrafe auszuegehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Pethö
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 01.07.2014 | 13:41

Das Erstellen eines Fakeprofils kann also demnach nicht zu schwierigkeiten führen?

Und wie sieht es mit der Verwendung der von Facebbok entnommenen Bilder aus?

Sie sehen neben Beleidigung und eveltuell Verleumdung keinerlei weitere Punkte, die zur Anzeige gebracht werden könnten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.07.2014 | 17:39

Sehr geehrte Fragestellerin,

das Verbreiten von Bildern ohne die Einwilligung des Abgebildeten kann zu Schadenersatzansprüchen führen (vgl. § 22 KunstUrhG). Strafrechtliche Konsequenzen haben Sie diesbezüglich aber nicht zu befürchten.

Etwaige andere Ansatzpunkte für die Frage der Strafbarkeit aus anderen Tatbeständen sehe ich nach Ihrer Sachverhaltsschilderung nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Pethö
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 01.07.2014 | 13:42

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Stellungnahme vom Anwalt:
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