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Anzeige wegen Sonstoger Sachbeschädigung - Tat eingestehen und Schaden bezahlen?

07.05.2014 21:19 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


22:25
Hallo,

meine Nachbarn gegenüber lassen jede Nacht das Licht brennen. Hierbei handelt es sich um ein sehr helles Licht, das direkt auf mein Schlafzimmer gerichtet ist. Ich habe mich beim Vermieter beschwert, und auch mehrmals versucht, mit den Nachbarn zu sprechen. Alle Versuche waren vergebens. Ich kann kaum eine Nacht durchschlafen, was mich sehr belastet.

Eines Nachts war ich angetrunken nach Hause gekommen. Da an Schlaf nicht zu denken war, fühlte mich so belästigt, dass ich wütend über die Straße gelaufen bin. Vor der Hauseingangstür habe ich dann laut gerufen, das Licht endlich auszuschalten. Dabei habe ich auch gegen die Hauseingangstüre geschlagen, so dass ein ca. 20 cm großes Loch in der Glasscheibe entstand. Zeugen wollen mich gesehen haben, so dass jetzt eine Anzeige wegen Sachbeschädigung folgte (Schriftl. Äußerung als Beschuldigter).

Die Anzeige ist mir sehr unangenehm, und ich sehe ein, dass das nicht richtig war. Im Schreiben sind nun mehrere Möglichkeiten aufgelistet, die Ihnen als Anwalt sicher bekannt sind. Ich würde mich schriftlich zu der Sache äußern wollen (s.oben), die Beschädigung dem Vermieter gegenüber eingestehen und für den Schaden aufkommen. Ist es ratsam, so vozugehen? Wichtig ist mir, dass keine Strafverfolgung resultiert.

Vielen Dank für die Hilfe!
07.05.2014 | 21:56

Antwort

von


(99)
Bleichstraße 6
60313 Frankfurt am Main
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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Frage.

Der Strafverfolgung im engeren Sinne werden Sie wahrscheinlich leider nicht entgehen können, wenn man Sie zweifelsfrei identifiziert hat. Vermeidbar dürfte jedenfalls eine gerichtliche Hauptverhandlung und möglicherweise auch ein Strafbefehl mit einer Geldstrafe sein. Nähere Angaben hierzu ließen sich nur machen, wenn Sie über einen Strafverteidiger Akteneinsicht nehmen würden, wozu ich mich gerne anbiete. Die Chancen einer Einstellung hängen zudem auch davon ab, ob Sie vorbestraft sind. Hierzu haben Sie keine Angaben gemacht.

Sie haben nun die Möglichkeit,

(1) zunächst von Ihrem Recht zu Schweigen Gebrauch zu machen --- und dann über einen Rechtsanwalt Akteneinsicht zu nehmen. Dann könnten Sie nach erfolgter Akteneinsicht gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt zum Tatvorwurf Stellung nehmen. Es kann auch eine schriftliche Stellungnahme über einen Verteidiger erfolgen, auch verbunden mit einem Wiedergutmachungsangebot. Der Strafverteidiger bzw. Rechtsanwalt kann den Geschädigten auch vorab oder parallel vorsichtig kontaktieren und eine Wiedergutmachung anbieten. Falls die Zeugenaussage unzuverlässig ist ließe sich so eine Strafverfolgung möglicherweise gänzlich vermeiden.

(2) den Tatvorwurf ohne Akteneinsicht einzugestehen und dem Geschädigten eine Wiedergutmachung anzubieten. Ein mögliches Argument wäre hier etwa die Alkoholisierung und die Vorgeschichte der Belastung durch Lichtemissionen. Auch hierdurch ließe sich unter Umständen eine Einstellung des Verfahrens erzielen. Sehr wahrscheinlich würde Ihnen diese materielle Wiedergutmachung zur Auflage gemacht werden (§ 153a StPO). Hier laufen Sie allerdings Gefahr, eine Tat einzugestehen, die Ihnen möglicherweise überhaupt nicht nachgewiesen werden kann oder die in ihrem wesentlichen Tatverlauf falsch oder anders beschrieben wird.. Denn Sie können nicht wissen, was ein etwaiger Zeuge gesehen haben will oder ob es überhaupt Zeugen gibt. Sie schneiden sich mit einer Einlassung ohne Akteneinsicht damit wichtige Verteidigungsmöglichkeiten ab. Ein Einstellung wegen "Geringfügigkeit" (§ 153 StPO) halte ich für eher unwahrscheinlich.

Falls Sie nicht vorbestraft sein sollten, würde mit hoher Wahrscheinlichkeit auch im Falle eines Strafbefehls oder gar einer Hauptverhandlung (angesichts des geringen Vorwurfs ist eine Hauptverhandlung sehr unwahrscheinlich) auch keine Eintragung im Führungszeugnis drohen, da hier nur Strafen über 90 Tagessätzen eingetragen werden, wenn keine andere Eintragung vorliegt (§ 32 BZRG). Eine solche Strafe liegt hier aber wohl in weiter Ferne.

Im Ergebnis rate ich Ihnen, einen Rechtsanwalt mit der gesamten Vorgehensweise zu beauftragen, da nur so Akteneinsicht genommen werden kann.

Insgesamt halte ich die Chancen einer Einstellung für gut, wenn die zivilrechtliche Wiedergutmachung gelingt.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Schilling
-Rechtsanwalt-


Rechtsanwalt Christian Schilling

Nachfrage vom Fragesteller 07.05.2014 | 22:14

Sehr geeherter Herr Schilling,

ich bin nicht vorbestraft, und weiß auch nicht, wer mich gesehen hat. Dem Wiedergutmachungsangebot über einen Anwalt wäre mir recht. Ich komme aus einem anderen Bundesland. Ist es sincoll, Sie mit dem fall zu beauftragen?

Danke nochmals für Ihre Hilfestellungen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.05.2014 | 22:25

Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank. Es spielt hierbei keine Rolle, in welchem Bundesland wir uns befinden. Insbesondere bin ich bundesweit vertretungsbefugt.

Bitte kontaktieren Sie mich doch über die auf der Profilseite angegebenen Kontaktdaten, am besten per E-Mail. Per E-Mail können Sie mir auch das Schreiben schon zusenden. Die Profilseite erreichen Sie über einen Klick auf meinen Namen. Das Profil wird auf der rechten Seite neben der Frage angezeigt.

Ich teile Ihnen dann die weiteren Schritte mit.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Schilling
-Rechtsanwalt-

ANTWORT VON

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