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Anzeige wegen Leistungsbetrug oder arglistiger Täuschung!

06.05.2012 20:28 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe ein sehr wichtiges und vor allem dringendes Anliegen an Sie und hoffe, dass Sie mir weiterhelfen können.
Ich arbeite selbständig als spirituelle Lebensberaterin, Kartenlegerin und Hellseherin. Ich biete unter anderem eine Partnerzusammenführung / Blockadenauflösung an. Nun hat mich eine Kundin angezeigt, weil sie anzweifelt, dass ich überhaupt die Partnerzusammenführung oder die Blockadenauflösung durchgeführt habe. Natürlich habe ich diese Dienstleistung erbracht. Zu beachten ist, dass es KEIN Erfolgshonorar ist, sonder es bezieht sich allein auf den gesamten Arbeitsaufwand, Arbeitsstunden, Beratung, E-Mail etc.) Wohin kämen wir denn, wenn das JEDER machen würde? Dann bräuchte ich ja diesen Beruf nicht mehr ausüben. Außerdem steht auf meine Homepage, dass es keine 100 %- ige Erfolgsgarantie gibt und wenn das gewünschte Ergebnis trotz der Partnerzusammenführung oder Blockadenauflösung nicht erreicht wird, gibt es kein Geld zurück. (wie schon erwähnt, es ist KEIN Erfolgshonorar.) Was kann ich denn dafür, dass die Kundin zweifelt!? Außerdem liegt es auch nicht in meiner Macht, wenn man zweifelt. Ein paar Wochen später bekam ich erneut ein anwaltliches Schreiben, wo man mit eine arglistige Täuschung vorwerfen möchte und ich solle der Kundin die 2500 Euro wieder zurückzahlen. Wieso? Auch dort habe ich meine Arbeit erbracht und außerdem war ich für die Kundin da, habe sie beraten etc. Komisch ist nur, dass es der Kundin knapp 8 Monate nach meiner Arbeit einfällt zum Anwalt zu gehen. Der anwalt schreibt, dass seine Mandantin eine leichtgläubige und unerfahrene Person sei. Stimmt nicht, weil die Dame sagte damals zu mir, dass sie selbst im spirituellen Bereich als Kartenlegerin arbeitet. Also, sie müsste es ja genau wissen. Was meinen Sie, wie hoch steht die Chance, dass beide Verfahen eingestellt werden? Muss ich tatsächlich das Geld im schlimmsten Fall zurückbezahlen, obwohl ich die Dienstleistung erbracht habe und auch die Steuern davon schon bezahlt habe? Bitte helfen Sie mir, da ich dringend Ihren Rat benötige.
Was kann mir passieren und was meinen Sie, stellt die Staatsanwaltschaft das ein oder was würde mir denn im schlimmsten Fall passieren? Ich bitte um eine schnelle Antwort.

Vielen Dank!
Eingrenzung vom Fragesteller
06.05.2012 | 20:34

Sehr geehrter Ratsuchender,


sollte tatsächlich ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden und Sie einen Anhörungsbogen bekommen, sollten Sie selbst keine Angaben machen.

Beauftragen Sie einen Rechtsanwalt zunächst mit der Akteneinsichjt, damit der Alkteninhalt und Vorwurf überhaupt bekannt ist. Allein die angekündigte Strafanzeige reicht nicht.

Selbstverständlich kann die Akteneinsicht auch über unser Büro erfolgen.

Nach Akteneinsicht sollte dann ausschließlich über den Anwalt eine Stellungnahme abgegeben werden, damit die Einstellung des Verfahrens erreicht werden kann.

Zur Vorbereitung dieser Einstellung sollten Sie einen Ausdruck Ihrer Homepage mit dem Hinweis zur Verfügung stellen.

Zur Verfügung stellen sollten Sie auch eine Art Tätigkeitsnachweis. Daraus sollte sich ergeben, wann Sie welche Dienstleistunmgen erbracht haben. Ein Terminkalender kann dabei hilfreich sein; die E-Mails sollten gesichert, alle Unterlagen ebenfalls gesichert werden.

Sofern der Umfang der Tätigkeit dann ungefähr im Einklang mit Zahlung ist, wird eine Einstellung durch den Rechtsanwalt möglich sein.


Ob Sie trotzdem etwas an die Kundin zurückzahlen müssen, ist aber auch eine zivilrechtliche Frage.

Auch hierbei ist das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung zu bewerten. Hierzu werden Sie ebenfalls die oben schon genannten Punkte und Unterlagen beibringen müssen.

Zivilrechtlich wäre die Gegenseite voll darlegungs- und beweispflichtig.

Sofern Leistung und Gegenleistung nicht in einem solchen Missverhältnis stehen, dass man von Wucher sprechen könnte, werden Sie nach Ihrer jetzigen Schilderung nichts zurückzahlen müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
___________________________________
Rechtsanwälte
Thomas Bohle & Sylvia True-Bohle
Damm 2

26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

Nachfrage vom Fragesteller 06.05.2012 | 21:11

vielen dank für ihre schnelle antwort. also die ganzen emails habe ich gelöscht weil ich auch belästigt wurde von der kundin und mit ihr nichts mehr zutun haben wollte. aber fotos von dem ritual habe ich und auch wann ich gearbeitet habe und wieviel stunden täglich das habe ich alles.

was meinen sie nur ungefähr wie hoch stehen die chancen das es eingestellt oder was würde mir schlimmstenfalls passieren?

vielen dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.05.2012 | 21:19

Sehr geehrter Ratsuchender,

meistens sind gelöschte E-Mails noch über den Server abrufbar. Darum sollten Sie sich kümmern.

Aber die restlichen Beweismittel sind sicherlich schon viel wert.

Es kommt auf das Verhältnis Leistung zu Gegenleistung an. Und es kommt auf den tatsächlichen Akteninhalt an.

Beides ist nicht bekannt, so dass ich nur orakeln kann: Die Chancen stehen besser als 50:50.


Schlimmstensfalls müssten Sie mit einer Verurteilung rechnen. Je nach möglichen Voreintragungen wird es wohl eine Geldstrafe werden. Aber auch da kann ich nur orakeln.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
___________________________________
Rechtsanwälte
Thomas Bohle & Sylvia True-Bohle
Damm 2

26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
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