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Anzeige wegen Kunsturheberverletzung

29.01.2015 18:42 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Es handelte sich um eine Frage zur Verletzung des KunstUrhG sowie die damit verbundenen strafrechtlichen und zivilrechtlichen Folgen.

Hallo,

ich habe eine Anzeige bzgl. Kunsturheberverletzung erhalten.

Zur Schilderung: Ich hatte einmal freien Zugang zu einem Computer einer Freundin (sollte diesen Internetfähig machen) und bin zufällig auf Nacktbilder von ihr gestoßen.
Dies habe ich dummerweise abfotografiert und dies ist nun aufgeflogen.
Diese Bilder habe ich weder einer anderen Person gezeigt, noch veröffentlicht. Sie waren bei mir nur auf dem PC gespeichert. Nachdem sich dies durch einen Zufall rausgestellt hat, habe ich alle Bilder sofort gelöscht.

Ich habe am 04.02.2015 eine Vorladung bei der Polizei und soll dort meine Aussage machen.

Ebenso habe ich einen Brief von einem Anwalt erhalten, der ein Bekannter des Expartners der Freundin ist. Ich soll eine Unterlassungsverpflichtungserklärung unterschreiben. Die "Geschädigte" hatte bereits ein solches Schreiben aufgesetzt, und eine Zahlung von 500 € Schmerzensgeld gefordert.
Ebenso soll ich nun die Anwaltskosten (rund 750 Euro) und pauschal 1500 € Schmerzensgeld bezahlen. Mir wurde eine Frist bis zum 15.02.2015 gesetzt, bis dahin soll die Zahlung eingehen.

Frage 1: Was ist ratsam, soll ich bei der Polizei eine Aussage treffen und mitteilen, dass die Bilder gelöscht sind, nicht veröffentlich wurden und ich freien Zugang zum PC hatte?

Frage 2: Ist die Schmerzensgeldforderung und die Rechnung des Anwalt rechtens? Einen körperlichen Schaden hat sie nicht davon getragen. Die Anwaltsgebühr muss ich wohl ebenso wenig bezahlen, da ich mich mehrfach dafür entschuldigt habe und bereits eine persönliche Unterlassungsverpflichtung unterzeichnet hatte. Ich habe lediglich die geforderten 500 € nicht bezahlt, da mir dies als völlig absurd erschien. Daher war der Gang zum Anwalt absolut unnötig.

Da ich leider nicht so viel verdiene, wollte ich einen Beratungshilfe beim Amtsgericht beantragen aber ich benötige bitte dringend vorab eine Beratung.

Besten Dank!

29.01.2015 | 20:52

Antwort

von


(276)
Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Zu Ihrer 1. Frage:
Sie sollten gegenüber der Polizei grundsätzlich keine Aussage machen. Dazu sind Sie nicht verpflichtet. Im Zweifel wird man Ihnen die Worte im Mund umdrehen, und Sie werden es hinterher bereuen, eine Aussage gemacht zu haben. Da Sie sich höchstwahrscheinlich nicht strafbar gemacht haben, da Sie keine Fotos Dritten zugängloch gemacht haben, wird das Ermittlungsverfahren möglicherweise eingestellt. Sollten Sie doch einen Strafbefehl erhalten, sollten Sie sich anwaltlich vertreten lassen und dagegen vorgehen. Wahrscheinlicher jedoch ist es, dass das Verfahren eingestellt werden. Allerdings rate ich davon ab, Angaben zur Sache zu machen. Die Weitergabe der Fotos an Dritte müsste schließlich durch die Ermittlungsbehörden nachgewiesen werden.

Zu Ihrer 2. Frage:
Im Zweifel sollten Sie die Rechtsanwaltskosten nicht bezahlen. Der Schmerzensgeldanspruch von € 1.500,00 ist nach meiner Einschätzung ebenfalls überhöht. Nach meiner Auffassung ist kein Schmerzensgeld zu zahlen, da Sie die Fotos Dritten nicht zugänglich gemacht haben und die Fotos sofort gelöscht haben. Auch besteht nach m. E. aus demselben Grund kein Anspruch auf Erstattung von Rechtsanwaltskosten.

Gleichwohl rate ich Ihnen dazu, sich im Wege der Beratungshilfe nochmals ausführlich in der Sache beraten zu lassen. Vor Ort kann die Sachlage anhand der konkreten Unterlagen geprüft werden.


Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen alles Gute in dieser Angelegenheit!


Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

(276)

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