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Anzeige wegen Körperverletzung aufgrund einer Schlägerei - ärztliches Attest als Beweis,Zeugen suche

| 06.10.2010 19:43 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Hallo,
ich bin 32Jahre alt.
Ich hatte eine Auseinandersetzung mit einer mir bis dato unbekannten Person. Wir standen beide unter Alkoholeinfluss. Er verpasste mir einen Faustschlag ins Gesicht. Darauf hin habe ich mich wenig später ebenfalls mit einem Faustschlag gewehrt. Ergegnis:
Bei mir Prellung am Unterkiefer. Bei Ihm Jochbeinbruch (OP, einsetzen einer Metallplatte).
Problem, ich habe keine Zeugen.Mein Gegenüber hat drei Zeugen auf seiner Seite. Diese sagen aber alle aus, das nur ich geschlagen habe.
Ich bin aber ebenfalls im Besitz eines Ärztlichen Attest (Prellung/Schwellung am Unterkiefer).
Er hat Strafantrag gestellt.
Ich daraufhin ebenfalls, was wieder bereits eingestellt wurde.
Ich werde einen Anwalt aus meiner Umbebung beauftrage.
Mein Gegenüber hat bereits ebenfalls einen Anwalt eingeschaltet.
Ich bin noch niemals bei der Polizei negativ aufgefallen zuvor.
Meine Tat habe ich bereits zugegeben (mit dem Hinweis als zweiter geschlagen zu haben)


Bin ich immer der Schuldige??
Reicht mein Ärztliches Attest als Beweis aus?
Soll ich Zeugen suchen, zB über Zeitung.(Es gab mehrere Personen im Umfeld des Tatortes)
Welche Kosten und Strafmaß kommt auf mich zu?
Kann Die Krankenkasse des geschädigten ebenfalls Geld von mir verlangen.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage lässt sich natürlich ohne einen Einblick in die Ermittlungsakte nur schwerlich/spekulativ bewantworten.


Gegen Sie spricht natürlich, dass Ihr Kontrahent Zeugen hat, die gegen Sie aussagen werden,


Die Tatsache, dass Ihre Strafanzeige eingestellt worden ist, deutet darauf hin, dass die Staatsanwaltschaft "Ihrer" Version des Vorgangs wenig Glauben schenkt und vielmehr den Aussagen Ihres Gegners und "dessen"Zeugen Glauben schenkt.
Problematisch erscheint zudem Ihre Alkoholisierung, die Ihre Aussage in gewissem Maße unglaubwürdig macht.
Genaueres kann jedoch erst nach Akteneinsicht beurteilt werden.


Ihre Fragen:

Schuld: wenn kein Notwehr/Nothilfegrund vorlag, dann werden Sie vermutlich wegen Körperverletzung/gefährliche Körperverletzung (Mindestrafmaß 6 Monate) verurteilt werden

Beweiskraft Attest: Ihr Attest beweist lediglich, dass Sie verletzt wurden, nicht aber wer zuerst geschlagen hat bzw. wer sich wie strafbar gemacht hat.

Zeugen: es wäre sinnvoll Zeugen zu suchen, sofern sich noch jemand finden lässt. allerdings heißt es hier vorsichtig zu sein, nicht dass diese Zeugen noch weiter gegen Sie aussagen und Sie belasten

Kosten: falls Ihr Kontrahent sich ztum Nebenkläger bestimmen lässt, so müssen Sie dessen Anwaltskosten für das Strafverfahren tragen ( ca. 500-800€), die Höher der Gerichtskosten etc. hängt von der Anzahl der Zeugen und deren Auslagen ab.

Strafmaß: bei einer "einfachen" Körperverletzung werden Sie vermutlich zu einer Geldstrafe, 90 Tagessätze verurteilt, evtl. auch mehr ( genaueres erst nach Akteneinsicht möglich), wenn eine gef. Körperverletzung festgestellt wird, dann ist die Mindeststrafe 6 Monate Freiheitsstrafe (auf Bewährung)

sonstige Kosten: im Falle einer Verurteilung wird die gegnerische Versicherung die Heilbehandlungskosten von Ihnen auf dem Zivilweg verlangen, Ihr Kontrahent wird ein Schmerzensgeld verlangen ( je nach Schwere der Verletzung dürften hier sicherlich ca. 2000€ oder mehr im Raume stehen)

Ich empfehle Ihnen dringendst schnellstmöglich einen Kollegen mit Ihrer Vertretung zu mandatieren, um so im Vorfeld evtl. das "Schlimmste" abzufangen. Selbstverständlich stehe ich auch Ihnen hierzugerne zur Verfügung. Informationen zu meiner Tätigkeit finden Sie unter


www.pflichtverteidiger-augsburg.net



Bitte nutzen Sie im Falle evtl. weitere Nachfragen die kostenlose Nachfragfunktion dieses Portals, selbstverständlich stehe ich Ihnen hierzu auch gerne telefonisch unter 0821 3494800 zur Verfügung ( zwischen 9 und 17 Uhr).


Mit freundlichen Grüßen aus Augsburg


Michael Bauer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 08.10.2010 | 15:47

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 08.10.2010 4,6/5,0
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