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Anzeige wegen Fahrerflucht nach Ausparken

26.02.2009 14:26 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf


Sehr geehrte Damen und Herren,

am Rosenmontag war ich zum Einkaufen in der Stadt. Als ich damit fertig war, machte ich mich auf dem Weg zu meinem Fahrzeug, dass ich auf einem kleinem Parkplatz in der Innenstadt geparkt hatte.
Der Parkplatz war mittlerweile bis auf den letzten Platz besetzt. Beim Herausfahren aus meiner Parkbucht, bemerkte ich, dass bereits ein Autofahrer auf meinen Parkplatz wartete. Ich fuhr ganz aus der Parkbucht heraus, um meinen PP für das andere Auto freizugeben. Beim Zurücksetzen dann, muss ich ein anderes Fahrzeug, dass hinter mit geparkt war, an der Stoßstange berührt haben. Da ich diesen "Vorfall" nicht bemerkt habe, bin ich - ohne nochmal anzuhalten - von dem PP runtergefahren.
Kaum, eine Stunde zu Hause, bekam ich Besuch von 2 Polizisten, die mich über gerade genannten Tatbestand aufklärten. 2 Zeugen haben meine angebliche Fahrerflucht beobachtet und die Polizei gerufen.

Der Schaden an meinem Wagen ist so gering, dass ich ihn nicht bemerkt hätte, wenn die Polizisten ihn mir nicht gezeigt hätten. (Kleine Schramme an meiner Stoßstange)
Mit dem Fahrer, des von mir geschädigten Fahrzeugs, habe ich Kontakt aufgenommen. Auch der Schaden an seinem Auto ist sehr gering. Mittlerweile war er in seiner Werkstatt und hat sich einen Kostenvoranschlag für die Reparatur machen lassen, der sich auf ca. 500 € beläuft. Die werde ich, bzw. meine Versicherung übernehmen, sobald die Rechnung vorliegt.

Jetzt hoffe ich, dass man mir glaubt und mir nicht unterstellt, ich hätte die Fahrerflucht vorsätzlich begangen. Was mir ein Sorgen macht, ist, dass die beiden Zeugen ausgesagt haben, mein Auto hätte einen Satz nach vorne gemacht, als ich das andere Auto berührt habe. Trotzdem habe ich von dem ganzen nichts mitbekommen.
Mit welchem Strafmaß habe ich wohl zu rechnen?

Meine Frage ist auch, wie ich mich weiteren Verlauf verhalten soll.
Soll ich einen Anwalt einschalten oder schaffe ich das auch alleine?
Was mache ich, wenn die Anhörung von der Polizei kommt? Soll ich die ohne anwaltliche Hilfe ausfüllen? Und abwarten, was danach kommt - und dann evtl. einen Anwalt einschalten?

Sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst darf ich mich bei Ihnen für Ihre Anfrage bedanken, diese beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltschilderung aus sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Vorab empfehle ich Ihnen dringend, umgehend einen im Strafrecht tätigen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Strafverteidigung zu beauftragen und über diesen zunächst Akteneinsicht in die Ermittlungsakte zu nehmen.
Vor Kenntnis des Akteninhalts sollten Sie keinesfalls zur Sache Stellung nehmen und vielmehr von Ihrem Schweigerecht Gebrauch machen. Dies darf Ihnen nicht zum Nachteil gereichen.
Der Ladung zur polizeilichen Beschuldigtenvernehmung sollten Sie nicht Folge leisten. Auch den Anhörungsbogen sollten Sie nicht ausfüllen.

Das unerlaubte Entfernen vom Unfallort, strafbar gemäß § 142 StGB (Strafgesetzbuch), sieht als Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor.

Eine abschließende Einschätzung der zu erwartenden Strafe ist ohne Kenntnis der Ermittlungsakte nicht möglich. Denn hierfür sind eine Vielzahl von Faktoren ausschlaggebend.
Unverbindlich darf ich Ihnen aber mitteilen, dass - so es sich bei Ihnen um eine Ersttäterin handelt - mit einer Geldstrafe, die im unteren Bereich (also unter 90 Tagessätzen) liegt, zu rechnen ist.
Des Weiteren würden im Falle einer Verurteilung sieben Punkten im Verkehrszentralregister in Flensburg eingetragen.
In Anbetracht der Höhe des entstandenen Fremdschadens wird eine Entziehung der Fahrerlaubnis (§ 69 StGB) nicht angeordnet werden. Ein Fahrverbot (§ 44 StGB) bis zu drei Monate wird nur in Ausnahmefällen verhängt werden. Anhaltspunkte hierfür kann ich Ihrer bisherigen Sachverhaltschilderung nicht entnehmen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

info@kanzlei-kaempf.net
Rechtsanwalt München Inkasso - Strafverteidiger München

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