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Anzeige wegen Diebstahl von Baugut

| 28.05.2013 12:18 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Zusammenfassung: Diebstahl oder nicht?

Ich habe eine Anzeige wegen Diebstahl von Pflastersteinen bekommen.
Jemand hat mich und meine Nachbarn beim Einladen von Pflastersteinen in meinen Lieferwagen beobachtet und dies bei der Polizei gemeldet.

Nun war es aber kein Diebstahl, da diese Pflastersteine der Firma angehörten, die unsere Terrassen gemacht hatte und nun insolvent ist. Der Bauleiter unseres Bauabschnitts sowie die neue Pflaster Firma haben und vorher mitgeteilt, daß wir uns an diesen Steinen bedienen dürfen. Die insolvente Firma wird diese Steine nicht mehr abholen lassen, da die Entsorgungskosten zu hoch seien.

Wir haben uns auf diese Aussagen verlassen und bedienten uns an den Steinen. Also war es kein Diebstahl.

Ich bin bei der Polizei vorgeladen, Aussage abzugeben.
Was muß/ kann ich tun? Ich habe keinen Diebstahl begangen. Die Steine liegen noch unverbaut auf unseren Grundstücken. Wir sind auch bereit diese zu bezahlen. Aber an wen?
Laut unseren Bauträgers ist die insolvente Pflaster Firma nicht mehr erreichbar.
Wie kann mich der Bauträger bei der Polizei unterstützen?

Herzlichen Dank für die Antwort im Voraus

Sehr geehrter Ratsucheender,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung des von Ihnen getätigten Einsatzes sowie der von Ihnen gemachten Angaben zum Sachverhalt im Rahmen einer Erstberatung wie folgt:

Fraglich ist zunächst, ob hier überhaupt ein Diebstahl im juristischen Sinne vorliegt. Die diesbezüglichen Tatbestandsvoraussetzungen sind in § 242 StGB geregelt.

Hiernach wird zunächst vorausgesetzt, dass Sie einem anderen eine fremde bewegliche Sache mit der Absicht, sich zu berreichern, weggenommen haben.

Ob hier eine Wegnahme, also ein Gewahrsamsbruch gegen den Willen des Berechtigten vorliegt, erscheint fraglich, da der Bauleiter und die Pflasterfirma Ihnen dies ja gestattet hatten.

Allerdings müssten Bauleiter und Pflasterfirma auch berechtigt gewesen sein, den Abtransport der Steine zu erlauben.

Ob dies tatsächlich der Fallist, kann ich hier nicht beurteilen; möglicherweise wäre lediglich der Insolvenzverwalter verfügungsbefugt, so dass doch (objektiv) ein Diebstahl vorliegen könnte.

Allerdings setzt Diebstahl in subjektiver Hinsicht voraus, dass die Steine vorsätzlich gestohlen worden sind.

Sie hatten diesbezüglich keinen Vorsatz, so dass ein Diesbtahl nicht vorliegt.

Was aber jetzt tun?

Im Grunde haben Sie zwei Moglichkeiten:

1. Sie machen bei der Polizei eine entsprechende Aussage und geben Ihre Nachbarn, den Bauleiter und die Mitarbeiter der Pflasterfirma als Zeugen an. Die Polizei sollte dann Ihre Angaben durch Befragung der Zeugen überprüfen, so dass Sie gegebenfalls entlastet werden.

2. Sicherer ist es allerdings, zunächst einen Rechtsanwalt mit der Einsicht in Ihre Akte zu beauftragen. Hierdurch vermeiden Sie das unnötige Risiko im Vorfeld Angaben zu machen, welche Ihnen letztendlich zum Nachteil gereichen könnten.

Nach Einsicht in die Akte kann dann der Anwalt (oder Sie selbst) entscheiden, wie am Besten eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen ist. Gerne ist Ihnen meine Kanzlei unter Anrechnung des hier von Ihnen getätigten Einsatzes hierbei behilflich.

Eine Aussage bei der Polizei müssen sie übrigens nicht machen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte.

Bitte berücksichtigen sie allerdings, dass es sich bei meiner Antwort in diesem Forum lediglich um eine erste Einschätzung handeln kann und soll. Das persönliche Gespräch mit einem Rechtsanwalt kann hierdurch nicht ersetzt werden.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus Mainz

Nino Jakovac
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 31.05.2013 | 00:43

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