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Anzeige wegen Betrugs und Vorstrafe

12.02.2008 11:28 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


hallo, meine mutter hat mich wegen betruges angezeigt. ich soll angeblich eine rechnung ( ca. 130 euro )von ihrem konto abgebucht haben. sie hat das geld dann wohl wieder zurück geholt, so das ihr kein schaden entstanden ist. ich kann allerdings nicht nachweisen, das ich das nicht war. habe auch schon eine vorladung zur polizei bekommen, wo ich allerdings nicht hingegeangen bin. ich bin nicht vorbestraft, hatte allerdings mal ein verfahren wegen warenkreditbetug, indem ich zu einer geldstrafe verurteilt wurde. was droht mir nun für eine strafe, bzw. kommt es überhaupt zu einer verhandlung ??? bitte helfen sie mir. gruss

Sehr geehrter Fragesteller,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden. Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Tatsachen kann die Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen. Es können nur die wesentlichen Aspekte des Falles geklärt werden.

Aufgrund Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung des Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Ob es in Ihrem Fall zu einer Hauptverhandlung kommt, ist zurzeit nicht absehbar. Eine genaue Abschätzung lässt sich erst nach Aktenkenntnis vornehmen. Akteneinsicht kann jedoch nur von einem mit der Verteidigung beauftragten Rechtsanwalt vorgenommen werden. Gerne bin ich Ihnen hierbei behilflich. Denkbar wäre auch, dass das Verfahren bereits im Vorfeld eingestellt wird, oder Sie einen Strafbefehl erhalten. Welche Strategie am besten zu verfolgen ist, lässt sich ohne Aktenkenntnis nicht sagen.

Ohne genaue Kenntnis der Tatumstände und ihrer gesamten strafrechtlichen Vorgeschichte ist auch eine Prognose der zu erwartenden Strafe nicht möglich. Der Strafrahmen des Betruges nach § 263 StGB reicht beispielsweise von Geldstrafe bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe. Im Fall einer Freiheitsstrafe muss zudem für die Frage einer möglichen Bewährung eine Sozialprognose erstellt werden, wobei eine Vielzahl einzelner Aspekte beachtet werden müssen.

Sofern Sie einen Rechtsanwalt mit Ihrer weiteren Verteidigung beauftragen wollen, stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung. Über die Kosten, die durch meine Beauftragung entstehen, informiere ich Sie natürlich gerne vorab kostenlos. Bei Bedarf können Sie jederzeit mit meiner Kanzlei Kontakt aufnehmen.

Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierungshilfe gegeben zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Nikolai F. Zutz
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 12.02.2008 | 11:47

heisst das jetzt das ich ins gefängnis muss oder sowas ???? ich bin nicht vorbestraft und auch ausser das angegebene mal nicht mit der polizei oder dem gericht auch nur in berührung gekommen. es ist doch keinem schaden entstanden. bitte geben sie mir eine etwas genauere antwort, da ihre erste sich für mich sehr schlimm anhöhrt. habe drei kinder die ich zu versorgen habe. gruss

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.02.2008 | 11:59

Sehr geehrter Fragesteller,

ich wollte Sie keineswegs beunruhigen. AufGrund der geringen Schadenshöhe und der nunmehr von Ihnen geschilderten persönlichen Situation ist nicht davoon auszugehen, dass Sie ins Gefängnis müssen. Korrigieren muss ich Sie dahingehend, dass Sie nach Ihrer eigenen Darstellung im juristischen Sinn sehrwohl vorbestraft sind, da einn Strafbefehl einer strafrechtlichen Verurteilung gleichkommt. Höchstwahrscheinlich lag die Strafe aber unter 90 Tagessätzen, so dass diese nicht in ein polizeiliches Führungszeugnis eingetragen wurde.

Für die Frage der Strafbarkeit ist das Entstehen des Schadens grundsätzlichunerheblich, da schon der versuchte Betrug unter Strafe gestellt ist. Sicherlich ist die erfolgte Schadenswiedergutmachung aber auch beim Strafmaß zu berücksichtigen.

Ich denke, dass nach den bisherigen Informationen wieder eine Geldstrafe in Betracht kommt. Diese wird nach Tagessätzen berechnet, so dass Ihr tatsächliches Einkommen Berücksichtigung findet. Nach erfolgter Akteneinsicht ist hier sicherlich eine genauere Einschätzung sowie die Festlegung einer Strategie möglich. Oftmals stellen sich Sachverhalte dann auch weniger schlimm dar, als zunächst vermutet.

Grundsätzlich sollten Sie aber ohne Rücksprache mit einem Anwalt keine Angaben vor der Polizei oder der Staatsanwaltschaft machen, solange Sie nicht genau wissen, was Ihnen vorgeworfen wird, um den Behörden nicht versehentlich belastende Informationen zu liefern, welche bis dahin nicht akten kundig waren.

Bei weiteren Rückfragen dürfen Sie mich gerne unter den angegebenen Kontaktdaten kontaktieren.

Ich hoffe, Ihnen eine weitere Orientierungshilfe und etwas Beruhigung verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Nikolai F. Zutz
-Rechtsanwalt-

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