Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anzeige wegen Betruges wegen Internetbestellung

26.05.2008 18:30 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


19:43
Sehr geehrte Damen und Herren!

Im jahre 2007 in der zeit von juni bis august bestellte ich bei einer apotheke 24 oral b zahnbürsten vom preis von 131,09€..die ich auch alle von der deutschen post in empfnag genommen habe.
Ende august stand dann die poliezei mit einem durchsuchgsbefehl vor der tür..sie hatten meinen Pc sowie drucker und 11Der Oral b Zahnbürsten mit genommen die noch ordnungsgemäss zu waren,dann haben sie diverse arena smartkarten mitgenommen und viele rechnungen und unterlagen.
Eine woche später muste ich dann zu polizei und aussagen...was ich dann dort alles zugab.
Der beamte meinte zu mir das ich eine windowssoftware auf dem rechner habe die nicht zu meinem gehört und ich ihm dann die originale cd zeigen sollte was ich bis heute noch nicht gemacht habe,dieses schrieb er dann auch mit zu anzeige dazu,dazu kammen dann noch ungefähr 600 titel die ich auf dem rechner hatte und ich mir bei einem musikprogramm runter gezogen habe und ich jeden monat per kreditkarte auch einen betrag bezhalt habe.
Nun rufte ich nach 9 monate bei der staatsanwaltschaft an und fragte was mit der sache ist.
Sie meinten das die akte wieder zurück gegangen ist da noch eine andere apotheke anzeige erstattet hat und ich nun wieder zu vorladung muss..dann rief ich beim beamten an der sehr sauer war und meinte er stellt jetzt haftantrag.
Ich habe auch bei anderen aptheken bestellt und habe jetzt überalll eine rate ausgemacht damit nicht noch mehr kommt dazu kommt das ich schon meine eidesstatliche gemacht habe und ein schuldenberg von rund 30.000€ habe.
Was kann ich jetzt noch tun?und was würde ich vor gericht bekommen?Vor dem gefägniss habe ich grosse angst!!!
26.05.2008 | 19:09

Antwort

von


(67)
Alt-Moabit 62-63
10555 Berlin
Tel: 030 / 397 492 57
Web: http://www.rechtsanwalt-ausländerrecht.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage beantworte Ich Ihnen gerne wie folgt:

Eine abschließende seriöse Einschätzung der zu erwartenden Strafe ist erst nach Einsicht in die Ermittlungsakte möglich. Ich rate Ihnen deshalb dringend, einen im Strafrecht tätigen Rechtsanwalt mit Ihrer Verteidigung zu beauftragen. Um "Geld zu sparen", können Sie das Mandat zunächst ausdrücklich nur auf die Akteneinsicht beschränken und dafür ein festes Honorar vereinbaren. Der Rechtsanwalt kann dann mit Ihnen die Akte nach Erhalt besprechen und Ihnen erstens eine seriöse Einschätzung der zu erwartenden Strafe geben und zweitens mit Ihnen eine Strategie entwickeln, um die Strafe möglichst gering ausfallen zu lassen. Sie sollten hier nicht am falschen Ende sparen.

Aufgrund Ihrer Schilderung will ich auch ohne Kenntnis der Ermittlungsakte versuchen, Ihnen eine erste Einschätzung zu geben.

Als erstes sollten Sie unbedingt versuchen zu verhindern, dass weitere Strafanzeigen gegen Sie gestellt werden. Jede weitere Strafanzeige führt mit einiger Sicherheit zu einer höheren Gesamtstrafe. Setzen Sie sich also (wie ja schon teilweise erfolgt) mit allen Gläubigern in Verbindung, um eine Ratenzahlung zu vereinbaren. Solange Sie die vereinbarten Raten bezahlen, wird mit ziemlicher Sicherheit kein Gläubiger Strafanzeige erstatten.

Anschließend sollten Sie vor allem versuchen, in den Fällen, in denen schon eine Anzeige erstattet worden ist, den Schaden so weit wie möglich wieder gut zu machen. Dies ist im Rahmen der Strafzumessung ganz entscheidend. Auch ein ernst gemeintes Entschuldigungsschreiben an die Opfer ist sinnvoll.

Die Höhe der zu erwartenden Strafe hängt insb. von der Anzahl der angezeigten Straftaten, der Höhe des Schadens und eventuellen Vorstrafen ab. Sollten Sie bereits einschlägig (d.h. insb. wegen Betruges) vorbestraft sein, kann auch eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung nicht ausgeschlossen werden. Ohne eine Vorstrafe ist eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe mit Bewährung wahrscheinlich. Ob es dann bei einer Geldstrafe bleiben kann oder eine Freiheitsstrafe notwendig ist, hängt wiederum von der Höhe des Schadens, einer Schadenswiedergutmachung und der Anzahl der Taten ab.

Neben Betrug haben Sie auch einen Verstoß gegen das Urheberrecht begangen. Wie schwerwiegend dieser Vorwurf ist, kann wiederum ohne Akteneinsicht kaum eingeschätzt werden. Auch hier müssen die Anzahl der vorgeworfenen Taten und der entstandene Schaden berücksichtigt werden.

Wenn Sie entgegen meinem Rat keinen Anwalt mit Ihrer Verteidigung beauftragen wollen, sollten Sie zu einer weiteren Vernehmung bei der Polizei erscheinen (beachten Sie, dass Sie dazu nicht verpflichtet sind!), allein schon, um den konkreten Tatvorwurf in Erfahrung zu bringen. Wenn Sie die Tat begangen haben und diese Ihnen sehr wahrscheinlich nachgewiesen werden kann, sollten Sie ein Geständnis ablegen, was zu Ihren Gunsten gewertet werden wird.

Ob Sie wirklich damit rechnen müssen, dass ein Haftbefehl gegen Sie beantragt wird, kann ebenfalls ohne Kenntnis der Ermittlungsakte nicht eingeschätzt werden. Soweit „nur“ wegen der von Ihnen dargestellten Taten ermittelt wird, erscheint dies zumindest wenig wahrscheinlich.

Nochmals mein dringender Rat: Beauftragen Sie einen Rechtsanwalt zumindest mit der Akteneinsicht, um mehr über den Tatvorwurf zu erfahren. Der wichtigste weitere Schritt ist die Schadenswiedergutmachung!

Ich hoffe, dass ich Ihnen bei einer ersten Einschätzung der rechtlichen Lage helfen konnte. Gerne können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen und mir insb. weitere Details mitteilen, damit ich meine Einschätzung hins. der zu erwartenden Strafe vielleicht noch etwas präzisieren kann.

Mit freundlichen Grüßen

Björn Cziersky-Reis
Rechtsanwalt

Alt-Moabit 62-63
10555 Berlin

Tel.: 030 / 397 492 57
Fax: 030 / 397 492 79

kontakt@kanzlei-cziersky.de
www.kanzlei-cziersky.de


Nachfrage vom Fragesteller 26.05.2008 | 19:28

Hallo Nochmals.danke für die antwort.

Allso ich bin nicht vorbestraft,und habe am freitag einen anwalt eingeschlaltet der sagte das ich erstmal nicht aussagen soll und mit der vorladung zu ihm kommen soll.
Die Zahnbürsten die sie ja mitgenommen haben wieder..werden die mir auch angerechnet da sie ja noch zu waren und eigentlich wieder zu verkaufen sind?
Desweiteren habe ich nur angst wegen dem haftantrag da der beamte sagte es bestehe wiederhollungsgefahr!Muss ich dann gleich ins gefängniss oder kann der anwalt dann auch kurzfristig was machen?
Wenn ich nach den bürsten gehe dann sind es ja 24 a 131 das wären dann 3144,00€.
Ich warte nur auf die akteneinsicht damit ich rausbekomme wär neue Anzeige gemacht hat damit ich dann die summe sofort zahlen kann oder auf raten..das wäre dann mildern.Dazu kommt ja das ich harz4 empfänger bin!!
Mein rechner werde ich wohl auch nice wieder sehen oder?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.05.2008 | 19:43

Sehr geehrter Fragesteller,

dass die Zahnbürsten noch verschlossen gewesen sind, wird Ihnen vermutlich nicht sehr viel nutzen. Der Verkäufer ist nicht verpflichtet, diese zurückzunehmen. Wenn er dies tut und die Zahnbürsten noch verwendet werden können, können Sie sich möglicherweise auf einen geringeren Schuldenstand verständigen.

Die Untersuchungshaft kann theoretisch auch in Ihrem Fall aufgrund von Wiederholungsgefahr angeordnet werden. Allerdings sind die Anforderung diesbezüglich sehr hoch (vgl. § 112a StPO). Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung halte ich dies für wenig wahrscheinlich.

Der Schaden ist natürlich nicht gerade niedrig. Bei einer Schadenswiedergutmachung scheint eine (höhere) Geldstrafe nicht vollkommen ausgeschlossen.

Ihren Rechner erhalten Sie in jedem Fall wieder zurück. Die Polizei / Staatsanwaltschaft ist dazu verpflichtet, wenn die Festplatte ausgelesen ist.

Mit freundlichen Grüßen

Björn Cziersky-Reis
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(67)

Alt-Moabit 62-63
10555 Berlin
Tel: 030 / 397 492 57
Web: http://www.rechtsanwalt-ausländerrecht.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Ausländerrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70666 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Klare verständliche Antwort. Besser geht es nicht. Danke! ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Super. Danke. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Innerhalb einer Stunde hatte ich meine Antwort die mir wirklich weiterhilft. Herzlichen Dank dafür ...
FRAGESTELLER