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Anzeige wegen Betrug wegen nichtbezahlter Rechnung

29.10.2019 14:19 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe eine Anzeige wegen Betrug erhalten, da ich Anfang dieses Jahres in einem Hotel genächtigt habe und die Rechnung nicht sofort bezahlen konnte. Grund dafür war ein heftiger Streit mit meinem Freund - meine Familie wohnt weiter weg und so war die Nächtigung meine einzige Lösung. Ich arbeire selbst an der Rezeption und habe deswegen gedacht, sie würden mir einfach eine Rechnung schicken. Beim auschecken sagte ich ich würde den Betrag per Überweisung gleich begleichen bzw meine Mutter. Dann bekam ich einen Anruf von der Polizei, dass ich wegen Betrug von dem Hotel angezeigt wurde. Den Betrag habe ich danach natürlich sofort beglichen. Das Hotel wollte die Anzeige zurückziehen, jedoch war das nicht möglich (kein Kavaliersdelikt). So wurde ich zur Vernehmung bei der Polizei geladen wo ich dummerweise eine Aussage getätigt habe. Ich behauptete, dass ich gleich nach der Abreise bezahlen wollten, aber etwas mit der Buchung nicht funktionierte. Auch behauptete ich, dass meine Mutter mir das bezahlen wollte aber ihre Kreditkarte nicht akzeptiert wurde. Als Grund gab ich an dass ich mich ausgesperrt hatte und deswegen im Hotel übernachten musste weil ich Fragen bezüglich dem Streit mit meinem Partner entgehen wollte. Der Polizist meinte bei der Vernehmung, dass das Ganze wahrscheinlich gut ausgehen wird. 3 Monate darauf ruf er mich an und meinte die Staatsanwaltschaft glaubt das irgendwie nicht und ich sollte die Überweisungsbestätigungen vorzeigen, die nicht geklappt hatten. Natürlich gibt es die nicht. Nun wurde meine Mutter zur Zeugenaussage geladen. Wie sollen wir am besten damir umgehen? Ich bereue das Ganze sehr und wollte natürlich das Hotel nie wirklich betrügen ich handelte einfach im Affekt, nach dem Streit mit meinem Freund. Zudem habe ich zurzeit die Aussifht auf einen guten Job in der PVA wo ich ein Leumundszeugnis vorlegen muss. Ich möchte mir diese Chance keineswegs durch diese blöde Aktion vermasseln. Mit welcher Strafe kann ich rechnen?

Danke für eure Hilfe!

29.10.2019 | 15:02

Antwort

von


(1213)
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Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Grundsätzlich sollte man, wenn man wegen einer Straftat eine Vorladung zur Polizei erhält, einen Rechtsanwalt aufsuchen. Bei der Polizei muss man keine Aussage machen und sollte man vor allen Dingen auch keine Aussage machen. Der Rechtsanwalt nimmt Einsicht in die staatsanwaltschaftliche Ermittlungsakte und man kann dann nach Rücksprache mit dem Mandanten eine Einlassung fertigen.

Anhand Ihrer Aussage sehen Sie selbst, dass es ein Fehler war, der Vorladung zur Polizei Folge zu leisten.


2.

Ihre Mutter muss als Zeugin auf jeden Fall die Wahrheit sagen. Sie können natürlich auch einräumen, wie sich die Sache wirklich zugetragen hat.

Gleichwohl kann man überlegen, noch anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, um zu verhindern, dass Sie Ihre Position noch weiter verschlechtert.


3.

Vom Ergebnis her besteht die Möglichkeit, dass das Verfahren nach § 153a StPO: Absehen von der Verfolgung unter Auflagen und Weisungen gegen Zahlung einer Auflage eingestellt wird. In diesem Fall wäre ein Geldbetrag entweder an die Gerichtskasse oder an eine gemeinnützige Einrichtung zu zahlen.

Alternativ hat die Staatsanwaltschaft die Möglichkeit, entweder einen Strafbefehl zu beantragen oder Anklage zu erheben. Sollte Anklage erhoben werden, kommt es zur Hauptverhandlung, in der aber ebenfalls noch eine Einstellung des Verfahrens wegen geringer Schuld nach § 153a StPO: Absehen von der Verfolgung unter Auflagen und Weisungen möglich ist.

Sollten Sie verurteilt werden, bedeutet das die Verhängung einer Geldstrafe.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Ergänzung vom Anwalt 29.10.2019 | 15:25

Soweit ich geschrieben habe, dass Ihre Mutter die Wahrheit sagen muss, gilt das natürlich nur, wenn sie eine Aussage macht. Ihrer Mutter steht jedoch ein Aussageverweigerungsrecht zu.

ANTWORT VON

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