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Anzeige wegen Betrug: Kann ich mit Zahlung was abwenden?

17.04.2012 13:12 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Sehr geehrte Damen und Herren

Ich habe ein schreiben bekommen vom amtsgericht. Darin steht das ich beschuldidigt werde in 19 Fällen Betrug zu gemacht haben.Es sind 6 Personen.Eine davon war eine tankstelle wo ich 14 mal getankt habe. Und die anderen Personen jeweils eine sache, deshlab 19 mal. Jetzt habe ich mit den geschädigten kontakt aufgenommen um das alles zurück zu zahlen bevor es zu einer verhandlung kommt.Ich habe 1 woche zeit um dem gericht zu schreiben einspruch oder so.Was kann ich da machen? was sollte ich denen schreiben? ich will die sache wieder gut machen da ich wieder klar im Kopf bin. Ich muss sagen hab zu diesem Zeitpunkt Tabletten genommen gegen Depressionen und Panikattacken und Manie.Ich bin aber vor 2 Jahren schon verurteilt worden in der fast selben sache also betrug zu 2 Jahre bewährung 10 monate freiheitssstrafe.Die bewährung ist im septemver vorbei.Ich will es vermeiden das ich jetzt den widerruf bekomme und dann die 10 Monate in das Gefängniss muss.Kann ich mit der Gutmachung also der Zahlung was abwenden?Kann ich das dem Gericht schreiben?Habe auch den geschädigten geschrieben ob sie die Anzeige zurücknehmen wenn ich zahle.Was kann passieren wenn sie die anzeige zurücknehmen und wenn nicht trotz Zahlung.Wie sollte ich dem Gericht im vornherein das klarmachen oder schreiben bevor es zur eröffnung der hauptverhandlung kommt?Ich habe eine feste Arbeit und frau und Kind.Deshalb will ich das vermeiden mit dem Gefängniss.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage aufgrund der vorliegenden Informationen und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

1. Eine Anzeige zurückzunehmen ist nicht möglich, da man nur einen Strafantrag zurücknehmen kann. Die Anzeige ist nur, auch dem Wortlaut zu entnehmen, eine Mitteilung eines Sachverhalts an die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen werden dann aufgenommen und sind nicht mehr rückgängig zu machen.

2. Nach Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass Sie eine Anklageschrift bekommen haben, mit dem Hinweis über die mögliche Eröffnung einer Hauptverhandlung in der Sache. In der von Ihnen genannten Frist können Sie nun Beweismittel benennen (Zeugen, Urkunden, Sachverständige, Augenschein und Ihre eigenen Einlassungen) und alle Einwendungen gegen eine Eröffnung des Hauptverfahrens vortragen.

In der Realität wird es Ihnen kaum gelingen das Hauptverfahren zu verhindern. Da es bei Ihnen wohl ebenso um einen Bewährungswiderruf geht, sollten Sie sich unbedingt an einen Strafverteidiger wenden, auf das dieser Akteneinsicht nehmen und weitere Schritte durchführen kann.

3. Im Prinzip ist stets davon abzuraten, ohne vorherige Akteneinsicht, etwaige Äußerungen oder Handlungen in einer Strafsache vorzunehmen.

Eine Widergutmachung des Schadens durch Zahlung ist eine gute Möglichkeit das Strafmaß zu drücken, sollte jedoch ebenfalls nicht ohne vorherige Akteneinsicht verfrüht wahrgenommen werden.

Ginge es tatsächlich um einen möglichen Bewährungswiderruf, so könnte Ihnen ein Pflichtverteidiger zu bestellen sein.

Ihren Schilderungen nach handelt es sich vorliegend um eine Angelegenheit welche Sie tunlichst nicht alleine, ohne rechtlichen Rat und Verteidigung in Angriff nehmen sollten.

Nähere Informationen und rechtliche Ausführungen kann ich Ihnen aufgrund der fehlenden Sachverhaltsangaben und in Anbetracht einer Erstberatung leider keine mehr geben. Sie sollten in der Sache einen Anwalt beauftragen, der den Sachverhalt ausführlich prüfen und Ihre möglicherweise bestehenden Rechte durchsetzen kann.

Bitte beachten Sie noch, dass dies nur eine erste Einschätzung der Rechtslage ist.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort weitergeholfen hat und verweise bei Unklarheiten oder Rückfragen auf die kostenlose Nachfragefunktion. Gerne können Sie mich auch direkt kontaktieren.

Mit besten Grüßen

Frank M. Peter
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 17.04.2012 | 14:16

Ok danke erstmal für die Auskunft. Wo bekomme ich denn einen Pflichtanwalt her? denn ich habe kein Geld für einen Anwalt und auch keinen Rechtsschutzversicherung.Ja aber ich habe eine Woche Zeit um denen zu Antworten.Die Woche ist am Samstag vorbei.Was soll ich jetzt machen? Dem gericht was schreiben innerhalb der Woche noch? oder einfach so lassen und dann einen Anwalt das machen lassen?wie kann ich sie direkt kontaktieren?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.04.2012 | 14:29

Pflichtverteidiger kann jeder Anwalt sein/werden/beantragen.

Sollte das Gericht einen Pflichtverteidiger für nötig halten, wird Sie das Gericht darauf hinweisen. Dies ist wohl vorliegend nicht geschehen so das der von Ihnen gewählte Anwalt, sollte er eine Erfolgsaussicht auf eine Beiordnung als Pflichtverteiger sehen, diese Beiordnung selber bei Gericht beantragen müsste.

Bitte bedenken Sie, dass Sie keinen Pflichtverteidiger bekommen nur weil Sie kein Geld haben. Die Pflichtverteidigung richtet sich vielmehr danach, dass Ihnen zum Beispiel und vereinfacht gesagt eine hohe Strafe droht oder ein komplizierter Fall vorliegt (§ 140 StPO).

Mein Rat an Sie bleibt weiterhin, suchen Sie sich schnellstmöglich einen Strafverteidiger und lassen diesen erstmal Akteneinsicht nehmen.



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