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Anzeige wegen Beleidigung


03.03.2005 14:39 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

vor kurzem kam es zwischen mir und einer Nachbarin zu einem Wortgefecht, in dem das Wort "Schlampe" über meine Lippen rutschte. Es sei erwähnt, dass die Nachbarin mich zuvor auch mit Worten angegriffen hat. Nun hat die Nachbarin Strafanzeige wegen Beleidigung gestellt. Heute trafen zwei Schreiben ein (eins an mich und eins an meine Frau gerichtet), zu denen wir sollen nun Stellung nehmen sollen.

Was kann mir passieren, wenn ich eine "Privatperson" mit einem solchen Wort tituliere? Welche Folgen kann das für mich haben?

PS.: Eine Entschuldigung bei der Nachbarin kommt für mich nicht in Frage!

Für Ihre Antwort vielen Dank im voraus,

mit freundlichen Grüßen

*****

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Sehr geehrter Ratsuchender,

in der Äußerung "Schlampe" kann man in der Tat einen Angriff auf die Ehre eines Anderen sehen, so dass der Straftatbestand der Beleidigung erfüllt sein könnte.

Dieses kann mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstafe geahndet werden. Sollten Sie "Ersttäter" sein, werden Sie mit einer Geldstrafe zu rechnen haben.

Dabei nützt es Ihnen leider nichts, wenn die Nachbarin Sie zuvor ebenfalls beleidigt hat (so können nur im Gegenzug auch Strafantrag stellen, wenn es denn sein muss).

Ich gehe davon aus, dass Sie nun eine Anhörung als Beschuldigter bekommen haben. Sie brauchen gar nichts sagen; Ihrer Frau steht ein Aussageverweigerungsrecht zu; in den meisten Fällen wird die Staatsanwaltzschaft das Verfahren einstellen (muss aber nicht sein).

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 03.03.2005 | 14:57

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Wo findet eine solche Anhörung statt und wie hoch sind in der Regel solche Geldstrafen?

Mit freundlichen Grüßen
*****

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.03.2005 | 15:06

Es ist eine schriftliche Anhörung; sollten Sie eine Vorladung zur Polizei bekommen, rufen Sie dort einfach an und teilen mit, dass Sie nicht erscheinen werden. Eine Pflicht besteht insoweit nicht; diese besteht nur bei richterlicher Vernehmung oder aber einer Hauptverhandlung.

Eine Regel für die Höhe gibt es so nicht; Sie sollten sich aber auf ein bis drei Bruttomonatsgehälter schlimmstenfalls einstellen. In der Regel werden diese Verfahren aber eingestellt, wenn es nur bei diesem einen Wort geblieben ist.

Noch ein Tipp: Nennen Sie im Forum nicht Ihren Namen, da ja auch vielleicht einmal die Nachbarin diese Seite liest.

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