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Anzeige wegen Beleidigung, üble Nachrede


22.06.2005 21:18 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



ich hoffe sie können mir einen tip geben!
folgendes hat sich zugetragen:

ich bin ein ehemaliger mitarbeiter eines dienstleisters der GEZ Köln.
Als ich dort nicht mehr tätig war und man für einen fernsehbericht leute suchte, die schon mit der GEZ zu tun hatten, wandte ich mich an diese TV-Sendung!
man machte mit mir auch ein interview in welchem ich über die machenschaften der GEZ erzählte bzw. über die arbeitsanweisungen berichtet. ich erzählte die wahrheit, nichts als die wahrheit. ich wurde in der sendung verschleiert und unkenntlich gemacht.
wie dem auch sei, hat nun mein ehem.arbeitgeber trotz alldem herausgefunden das ich derjenige war, der in diesem TV-bericht zu sehen war.
Die Firma zeigte mich wegen beleidigung und übler nachrede an!

heute erhielt ich das schreiben von de polizei - vorladung!

meine frage nun:

was soll ich nun tun?

1. habe ich die wahrheit gesagt und mit keinem einzigen wort gelogen

2. soll ich einen anwalt zu rate ziehen?

3. ich stehe kurz vor ende einer laufenden bewährung. könnte das zu schwierigkeiten kommen?

ich kann nur nocheinmal beteuern, die reine wahrheit gesagt zu haben. eigentlich noch viel zu wenig! man hätte viel mehr über diesen verein (GEZ) erzählen sollen!

danke für Ihren rat!

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Guten Abend,

wenn Sie allein wahre Tatsachen erzählt haben, als Sie aus dem Nähkästchen geplaudert haben, kann Ihnen zumindest strafrechtlich nichts passieren. Es mag sein, daß Sie arbeitsrechtlich gegen die Verschwiegenheitspflicht verstoßen haben, dies ist aber strafrechtlich nicht relevant.

Ich möchte Ihnen trotzdem raten, zunächst über einen Rechtsanwalt Akteneinsicht zu nehmen und gegenüber der Polizei keine Stellungnahme abzugeben. Sie sind gegenüber der Polizei ohnehin weder zu einem Erscheinen, noch zu einer Aussage verpflichtet. Momentan kennen Sie den genauen Inhalt der Anzeige und insbesondere auch etwaige Zeugen der Gegenseite nicht, so daß Sie zwangsläufig im Nebel tappen. Erst nach Akteneinsicht können Sie dann, wenn sich dies sinnvoll erweist, eine Aussage machen.

Hinsichtlich der laufenden Bewährungsstrafe hat das neue Verfahren zunächst keine Auswirkungen, da bis zu einer eventuellen Verurteilung die Unschuldsvermutung zu Ihren Gunsten gilt.

Sie sollten deshalb zunächst einen Anwalt aufsuchen, um Akteneinsicht zu nehmen.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 22.06.2005 | 22:52

vielen dank für rasche antwort.

aber 2 fragen habe ich noch:

1. eine bewährung kann doch aufgrund einer neuen straftat widerrufen werden? Betrug war das urteil der bewährungsstrafe.

2. ich habe zwar die wahrheit gesagt, aber wird man sowas denn glauben? schliesslich hat man doch eine anzeige auf "üble nachrede" gestellt?

ich weis das ich 1000% die wahrheit gesagt habe, aber kann man mir nicht trotzdem einen strick drehen?

besten dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.06.2005 | 09:17

Guten Morgen,

ein Bewährungswiderruf kann nur dann erfolgen, wenn Sie wegen einer neuen Straftat auch verurteilt worden sind. Allein die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens ist hier unschädlich, solange sie nicht verurteilt wurden.

Die zweite Frage kann ich Ihnen nicht abschließend beantworten, solange ich Ihre konkreten Äußerungen nicht kenne. Da aber sowohl der Tatbestand der Verleumdung als auch der der üblen Nachrede voraussetzen, daß die geäußerten Tatsachen unwahr sind, kann Ihnen bei Äußerung wahrer Tatsachen auch nichts passieren.

Wie bereits gesagt, sollten Sie einen Rechtsanwalt einschalten, um Akteneinsicht zu nehmen. Ich bin gerne hier zur Vertretung bereit. Machen Sie bei der Polizei unter keinen Umständen eine Aussage, ohne die Ermittlungsakte zu kennen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

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