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Anzeige wegen Beleidigung, aber er hat Stinkefinger gezeigt


24.05.2006 00:40 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren ,

erst zum Sachverhalt:
am 05.05.2006 kam es zu folgender Situation. Ich biegte an einer Kreuzung rechts ab, dabei staute sich der Verkehr, so dass ich auf der Kreuzung stehen geblieben bin. In dem Augenblick bekamen die anderen grün. Dort fuhr ein einziges Auto loss, laut hupend und ich verhinderte durch appruptes Bremsen einen Verkehrsunfall, weil der hupende Fahrer nicht wartete bis sich der Verkehr räumte.
Darafhin wechselte er mit absicht seine Spur, obwohl ich mich hinter im eingeordnet hatte, und er hielt in meiner höhe an. Sein Fenster war unten, und er fing an laut zu schreien. Ich guckte Ihn an lachte und sagte das es doch in Ordnung ist. Darafhin zeigte er mir den Stinkefinger. Ich nahm ihn selber und den Stinkefinger nicht ernst, da er noch sehr jung war.
Ich war mit meiner Freundin im Auto, die waren zwei jungs.
So nun kriegte ich ein Schreben von der Polizei wegen Beleidigung(ohne sexuelle Grndlage) wo ich Angaben zum Fahrer machen sollte. Ich schrieb auf das ich gefahren bin und machte eine Gegenanzeige wegen Falscher Verdächtigung und erklärte den Sachverhalt genauso ausführlich auch der Polizei.
Bezeugen kann das alles meine Freundin und ausserdem eine andere Freundin die hinter mir herfuhr, die den Stinkefinger aucg genau gesehn hat.
Kann ich das so geltend machen und kann seine Anzeige wegen Beleidigung durchkommen obwohl ich ja garnichts gemacht habe??Wenn ja was ist das Stafmaß dafür. ???
24.05.2006 | 00:57

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung Ihrer Ausführungen und Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Die Polizei wird Ihre Aussage zur Kenntnis nehmen und ggf. weitere Zeugen befragen. Danach erfolgt die Abgabe an die zuständige Staatsanwaltschaft, die über die weiteren Folgen entscheidet.

Grundsätzlich dürften Ihre Chancen gut stehen, dass das Verfahren eingestellt wird. Dies zumindest dann, wenn "Ihre" Zeugen den Vorgang wie oben beschrieben bestätigen. Rein vorsorglich ist allerdings anzumerken, dass die Wertigkeit von Zeugen aus dem Lager des Beschuldigten, insbesondere Ihrer Freundin regelmäßig nicht solch ein Gewicht zugemessen wird, wie der Aussage unabhängiger Zeugen.

Sollte die Staatsanwaltschaft eine Einstellung nicht erwägen und tatsächlich einen Strafbefehl gegen Sie erlassen oder gar Anklage erheben, dann wertet der Richter die einzelnen Aussagen aus dem Gesichtspunkt der freien Beweiswürdigung heraus.

Für den Fall der Nichteinstellung ist Ihnen dringend zu raten, einen Verteidiger mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen zu beauftragen. Durch eine dezidierte Zeugenbefragung besteht durchaus die Möglichkeit, eine Falschbeschuldigung durch den anderen Autofahrer aufzudecken und in der Folge einen Freispruch zu erwirken. Gerne stehe ich Ihnen hierfür bei Interesse zur Verfügung.

Bei einer Verurteilung erfolgt regelmäßig die Verhängung einer Geldstrafe im Bereich eines Monats-Nettos (30 Tagessätze). Hier kann es durchaus Abweichungen nach oben und unten geben. Dies ist naturgemäß einzelfallabhängig.

Wie Ihr Verfahren genau enden wird, lässt sich nicht seriös prognostizieren, ohne den genauen Inhalt der Ermittlungsakte zu kennen. Eine Einstellung des Verfahrens, ggf. gegen Auflagen, halte ich jedoch für nicht unwahrscheinlich, wobei im letzteren Fall zu überlegen wäre, in wie weit man dieses Angebot nicht ablehnen sollte. Dies bliebe aber einer genaueren Prüfung vorbehalten, die diese Erstberatung nicht leisten kann.

Ich hoffe Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und stehe im Rahmen der Nachfragefunktion gerne für Ergänzungen sowie ggf. zur weiteren Wahrnehmung Ihrer Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marc N. Wandt
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 25.05.2006 | 23:54

Sehr geehrter Herr Wandt,

In dem Brief von der Polizei , wo ich denn Tathergang eingehend aus meiner Sicht erläutern soll, würde ich
meine "andere" Freundin die in dem Auto hinter mir war und alles gesehen hat als Zeugin angeben. Muss ich Sie jetzt in dieser Stellungnahme angeben??
Ausserdem werde ich gefragt ob ich Strafantrag stelle?? Was hat dieses zu bedeuten?

Mit freundlichen Grüssen

Yakup Özdemir

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.05.2006 | 19:46

Sehr geehrter Herr Ö.,

zunächst bitte ich um Entschuldigung, Ihre Nachfrage erst jetzt zu behandeln, aber aufgrund von Abwesenheit habe ich Ihre Nachfrage erst jetzt lesen können.

Zu Ihrer Nachfrage:

Sicherlich ist es sinnvoll, die Zeugin zu einem möglichst frühen Verfahrenszeitpunkt zu benennen. Mithin sollten Sie sie also jetzt namhaft machen, damit die Polizei ggf. auch dort ermitteln kann.

Die Frage nach dem Strafantrag kann ich mir allerdings ad hoc ohne genaue Kenntnis des Schreibens auch nicht erklären. Dies wäre in einem Beschuldigtenbogen eher untypisch. Gerne können Sie mir das polizeiliche Schreiben per Fax oder E-Mail zukommen lassen, dann erhalten Sie die entsprechende Auskunft nachträglich per Mail.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage zufriedenstellend beantwortet zu haben und verbleibe mit den besten Wünschen für das Wochenende.

ANTWORT VON

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