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Anzeige nach angeblicher Ohrfeige

26.03.2008 12:54 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


16:17

Gemeinsam mit meiner Freundin ging ich spazieren, als ein sehr scharf geworfener Schnee-/ Eisball auf Augenhöhe nur wenige Zentimeter an meinem Gesicht vorbeiflog. Um den Werfer zur Rede zu stellen betrat ich einen ca. 50m entfernten Garten, in dem durch das offene Gartentor Jugendliche hinein und hinausliefen und bemerkte einen Jugendlichen, der sich in einem Kellerabgang verstecken wollte.

Als dieser auf mich zukam und grinsend ein „ey tut mir leid Mann“ von sich gab wollte ich diesen erschrecken, so wie der Schneeball mich erschreckte und hob erregt meine Hände in Höhe seines Gesichtes. Dabei streiften die Fingerspitzen meiner Rückhand leicht sein Kinn/ Wange.Dieses wurde als Ohrfeige ausgelegt!

Der anwesende Besitzer des Gartens forderte mich auf, sein Grundstück zu verlassen, was ich umgehend tat und als schließlich die Polizei alarmiert wurde wartete ich auf deren Eintreffen
zur Feststellung meiner Personalien.

Aus Angst um mein Augenlicht, welches ich schon einmal während eines Betriebsunfalls fast verloren hätte und durch die offenkundig zur Schau gestellte Uneinsichtigkeit des Jugendlichen, habe ich mich zu dieser unüberlegten Tat hinreißen lassen.
Ich wollte den Jugendlichen nur erschrecken und war aus Angst erregt!

Ich bedauerte dies sehr und habe mich bei dem Jugendlichen sofort entschuldigt.

Ich wurde nun Angezeigt wegen Körperverletzung und vom Besitzer des Gartens auf Hausfriedensbruch.

Womit muss ich rechnen, wie verhalte ich mich und macht es Sinn, gegen den Jugendlichen ebenfalls Strafanzeige wegen "versuchter schwerer ( Augenlicht wurde gefährdet) Körperverletzung zu stellen, um eine Einstellung des VErfahrens zu begünstigen?

26.03.2008 | 13:04

Antwort

von


(232)
Pettenkoferstraße 10a
80336 München
Tel: 089/22843355
Web: http://www.kanzlei-kaempf.net
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltschilderung sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Vorliegend könnten Sie sich tatsächlich einer Körperverletzung, strafbar gemäß § 223 StGB (Strafgesetzbuch), sowie eines Hausfriedensbruchs, strafbar gemäß § 123 StGB , schuldig gemacht haben.
Die Körperverletzung sieht als Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe vor, ein Hausfriedensbruch kam mit Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft werden. Das zu erwartende Strafmaß kann diesseits ohne Kenntnis der Ermittlungsakte weder seriös noch abschließend eingeschätzt werden, da es dahingehend auf eine Vielzahl von Faktoren ankommen kann.
Allerdings gehe ich davon aus, dass Sie als Ersttäter schlimmstenfalls mit einer Geldstrafe im unteren Bereich zu rechnen hätten. Alternativ kommt vorliegend auch eine Einstellung (unter Umständen gegen Auflagen) in Betracht.

Regelmäßig bringt eine Gegenanzeige keinen Vorteil, da diese häufig als "Rache-Anzeige" gewertet werden.
Unter Umständen wird es Sinn machen, der Staatsanwaltschaft bzw. dem Gericht Ihre Motivation ggf. im Rahmen einer (schriftlichen) Zeugenaussage Ihrer Lebensgefährtin zur Kenntnis zu bringen.
Zunächst empfehle ich Ihnen aber, einen Strafverteidiger mit der Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen zu beauftragen und über diesen Einsicht in die Ermittlungsakte zu beantragen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

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Rückfrage vom Fragesteller 26.03.2008 | 13:32

Sehr geehrter Anwalt, vielen Dank für die Auskunft.

Es liegen keine Verletzungen bei dem Jungen vor, die Polizei war vor Ort und ich bin Einsichtig, was mein Fehlverhalten betrifft.

Wird dass Verfahren gegen Gelbuße ( Höhe? Sie schreiben unter Bereich ) eingestellt und bin ich dann vorbestraft?

Vielen Dank!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26.03.2008 | 16:17

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, diese beantworte ich Ihnen wie folgt:

In der Strafzumessung wird sicherlich zu berücksichtigen sein, dass Ihrem Gegner keine Verletzung entstand, dieser durch den Wurf des Schneeballs Ihr Verhalten provozierte und Sie sich im Übrigen einsichtig bzw. geständig einließen.
Wie bereits in der Beantwortung Ihrer ursprünglichen Frage ausgeführt, kann eine Einschätzung der zu erwartenden Geldstrafe ohne Kenntnis der Ermittlungsakte nicht erfolgen. Mitteilen darf ich Ihnen jedoch, dass diese jedenfalls bei einem Ersttäter deutlich unter 90 Tagessätzen liegen dürfte.

Sollten Sie zu einer Geldstrafe verurteilt werden sind Sie zwar de facto vorbestraft. Allerdings dürfen Sie sich gegenüber Privatpersonen (auch Firmen) bis zum 90. Tagessatz als nicht vorbestraft bezeichnen.

Abschließend erlaube ich mir den Hinweis darauf, dass Sie unbedingt von weiteren Angaben zur Sache absehen sollten, solange sie keine Akteneinsicht erhielten. Denn als Beschuldigter in einem Strafverfahren an Sie ein Schweigerecht. Die Ausübung dieses Schweigerechts darf Ihnen nicht zum Nachteil gereichen.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

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