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Anzeige gegen Hundehalter


04.08.2005 22:10 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Im Juni 2004 wurde unser kleiner Hund von einem Schäferhund gejagd und fast totgebissen. Der Hundehalter entfernte sich vom Ort des Geschehens. Eine Anzeige bei der Polizei konnte daher nicht gemacht werden. Unser Hund überlebte nur aufgrund einer kostspieligen Operation u. langer Nachbehandlung duch den Tierarzt. Durch einen Zufall haben wir dieser Tage einen anderen Hundehalter getroffen, dessen Hund ebenfalls von diesem Schäferhund angefallen wurde. Auf diese Weise haben wir jetzt erst den Namen des Hundehalters in Erfahrung bringen können.
Meine Frage nun.
Können wir den Hundehalter immer noch anzeigen? Wir haben übrigens einen weiteren Zeugen des Vorfalls.Uns geht es nicht nur um einen Schadenersatz ( die Kosten für die Behandlung beliefen sich auf 1500 Euro)sondern auch darum, dass ein Maulkorbzwang für diesen Hund ausgesprochen wird.

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Auf Grundlage Ihrer Angaben möchte ich Ihr Anliegen gerne wie folgt beantworten:

Sie müssen zwei Anspruchsebenen unterscheiden: Einen Schadensersatzanspruch gegen den Halter des renitenten Hundes zum einen, ein behördliches Einschreiten zum anderen.


1.

Es ehrt Sie, aber mir ist es aus der Ferne nicht ganz nachvollziehbar, warum Sie Ihre Aufwendungen wegen des Bisses des aggressiven Schäferhundes zivilrechtlich auf sich beruhen lassen – jetzt, wo Sie sich des Halters sicher sein können.

Die gesetzliche Anspruchsgrundlage hierfür ergibt sich aus § 833 BGB (Haftung des Tierhalters), ich zitiere:

1Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. 2Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn der Schaden durch ein Haustier verursacht wird, das dem Beruf, der Erwerbstätigkeit oder dem Unterhalt des Tierhalters zu dienen bestimmt ist, und entweder der Tierhalter bei der Beaufsichtigung des Tieres die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet oder der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde.

Verjährt dürfte dieser gesetzlichen Schadensersatzanspruch –entstanden Juni 2004 definitiv nicht sein, die Haftungsgrundlage des Hundehalters ergibt sich ohne viel Diskussion im Detail aus der Haftung für vermutetes Verschulden des Halters eines nun einmal unberechenbaren Tieres (siehe nur BGH 67, 129).


2.

Hinsichtlich des Einleitens behördlicher Massnahmen gibt es keine Verjährungs-, Präklusions-, oder sonstige Fristen. Sicherlich können Sie den Vorfall aus dem Juni 2004 noch zur Anzeige bringen – und sollten dies auch tun.

Unsicher ist leider nur, inwieweit und in welchem Tempo die zuständigen Behörden einschreiten. Wenn Sie aber –wie Sie berichteten- einen Zeugen für den Vorfall haben, dürfte diese Ihre Chancen auf ein behördliches Tätigwerden und schlussendlich einen Maulkorbzwang erhöhen.

Ich hoffe Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

Tel.: +49 (0)39 483 97825
Fax: +49 (0)39 483 97828
E-Mail: ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf
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