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Anzeige erhalten wegen Beleidigung eines Polizeibeamten an Karneval


| 07.03.2018 16:38 |
Preis: 25,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Anwältin, sehr geehrter Anwalt,

am 17.02.2018 besuchte ich die Karnevalsveranstaltung unserer Stadt im Oberbergischen und hielt mich bis zum Zeitpunkt der Beleidigung ca. 10 Minuten dort auf.

Ich zeigte einem Kollegen meinen Mittelfinger. Einige Sekunden später kam ein Beamter auf mich zu und erteilte mir einen Platzverweis weil ich Ihm angeblich meinen Mittelfinger zeigte. Vor ca. einer Woche bekam ich dann eine Vorladung der Polizei. Ich habe ausgesagt, dass der Mittelfinger zu einem Freund von mir gezeigt worden ist der zu diesem Zeitpunkt sich direkt neben der Beamten aufhielt. Die Beleidigung war spaßeshalber dem Kollegen gewidmet. Mir wird zudem vorgeworfen, Ihr drecksbullen könnt mir Garnichts gerufen zu haben, was überhaupt nicht stimmt. Zudem bin ich verwundert über die Hörfähigkeiten des Beamten. Es war dort so laut, dass ich meinem Nebenmann nichtmal verstehen konnte. Der Beamte stand ca. 15/20 Meter von mir entfernt.
Ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Ich habe vor ca. 2 Jahren schon einen Strafbefehl erhalten ( 60 TS zu 30 € / 1800€ ) aufgrund Trunkenheit am Steuer. Den Strafbefehl habe ich damals ohne Einspruch auf mich genommen, da der Tathergang klar war. Ich habe große Angst wegen eines Missverständnisses wieder einen Strafbefehl zu erhalten. Ich weiß dass es sich komisch anhört aber ich glaube der Beamte will etwas schlechtes von mir. Ich bin Iraner und in Deutschland geboren. Ich sehe optisch halt sehr nach einem Flüchtling aus. Natürlich kann ich mich auch Irren, keine Frage. Einen Anwalt kann ich mir nicht leisten, da ich Azubi bin. Im Internet habe ich gelesen, dass bei erneuter Verurteilung durch Strafbefehl ein Eintrag im Führungszeugnis steht. Bei der Vernehmung habe ich angegeben, dass ich ca 700€ im Monat verdiene. Was kann oder wird auf mich zukommen? Wie kann ich am besten vorgehen?

Ich bedanke mich im voraus für Ihre Hilfe.

07.03.2018 | 19:59

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Die Beleidigung ist in § 185 StGB geregelt. Das zeigen des Mittelfingers erfüllt unproblematisch auch den Tatbestand des § 185 StGB. Fraglich ist, ob die Staatsanwaltschaft beweisen kann, dass sie den Mittelfinger gezeigt und in Richtung der Polizei gehalten haben. Die einzigen Zeugen sind wahrscheinlich die betreffenden Polizisten. Erfahrungsgemäß glauben die Strafrichter unberechtigterweise den Beamten in den meisten Fällen. Sie werden also selbst Zeugen benennen müssen, um den Vorwurf zu entkräften. Hier bietet sich der von ihnen erwähnte Kollege an. Auch andere Freunde von ihnen die am Tatort waren sollten als Zeugen benannt werden. Sie könnten so ihre Darstellung belegen und dem Vorwurf entkräften.

Der Vorladung müssen sie nicht nachkommen. Sie sind nicht dazu verpflichtet sich selbst zu belasten.

Allerdings besteht durchaus die Gefahr eines Strafbefehls oder einer Verhandlung. Solche Fälle stellt die Staatsanwaltschaft in der Regel nicht ein. Diese Strafbefehle werden meisten von Amtsanwälten erlassen und sind oft zu hoch bemessen. Ein Einspruch gegen diesen Strafbefehl dürfte sich demnach durchaus lohnen. Ihr Vorbringen ist schlüssig und ihre Sozialprognose positiv, da sie einer Ausbildung nachgehen. Sie sollten in jedem Fall Zeugen benennen, die ihre Darstellung bestätigen können.

Abschließend muss ich darauf hinweisen, dass es sich lohnt einen Strafverteidiger zu konsultieren. Nur er kriegt volle Akteneinsicht und kann die Beweismittel der Staatsanwaltschaft entsprechend einschätzen. Er kann dann mit ihnen eine wirkungsvolle Verteidigungsstrategie entwickeln.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Hellmich


Nachfrage vom Fragesteller 07.03.2018 | 21:37

Ich bedanke mich Anhang der Nachfrageoption bei Ihnen. Ich werde erstmal abwarten bis ich was schriftlich bekommen habe und ggf. es die Finanzen zulassen, einen Anwalt konsultieren. Ich hoffe es geht alles gut.

Wünsche Ihnen noch einen schönen Abend

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.03.2018 | 08:36

Das ist die richtige Strategie. Ich wünsche ihnen viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Hellmich


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Bewertung des Fragestellers 07.03.2018 | 21:38


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"Ist speziell auf meine Frage ohne viel Drumherum reden eingegangen. Für eine erste Prognose vollkommen zufriedentreffend. "
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 07.03.2018
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Ist speziell auf meine Frage ohne viel Drumherum reden eingegangen. Für eine erste Prognose vollkommen zufriedentreffend.


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