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Anzeige einer nicht erstattungsfähigen Behandlung

| 15.03.2009 16:52 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund erblich bedingten Haarausfalles unterziehe ich mich seit Jahresbeginn einer fortlaufenden Therapie mit einem Finasterid-Medikament.

Ich weiß, dass sich weder die Beihilfestelle noch die PKV an derartigen "Lifestyle-Behandlungen" finanziell beteiligt (bin verbeamtet).

Deshalb werde ich entsprechende Rechnungen und Verordnungen auch nicht zur Erstattung einreichen.
Ich möchte aus sicher verständlichen Gründen den „Mitwisserkreis“ auch nicht unnötig vergrößern.

Verstoße ich gegen (irgend-)eine Anzeigepflicht, wenn der Versicherer dadurch keine Kenntnis von der Behandlung erlangt?

Hinweis:
Es kann sich hier nicht um eine "vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung" handeln, da ich zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses (2005) deswegen nicht behandelt wurde und keine Medikamente einnahm.

Vielen Dank für die Beantwortung.

15.03.2009 | 18:50

Antwort

von


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60431 Frankfurt
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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme:

In § 9 der Musterbedingungen für die Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung (MBKK ) sind die Obliegenheiten aufgeführt, die vom Versicherungsnehmer nach Abschluss des Vertrages - vor oder nach dem Versicherungsfall - zu berücksichtigen sind. Hiernach ist der Versicherungsnehmer zur Anzeige einer Krankheitskostenversicherung bei einem weiteren Versicherungsunternehmen verpflichtet. Darüber hinaus hat er nach § 9 Abs. 1 MBKK jede Krankenhausbehandlung innerhalb von zehn Tagen nach ihrem Beginn anzuzeigen. Gemäß § 9 Abs. 2 MBKK trifft den Versicherungsnehmer überdies zur Feststellung des Versicherungsfalls eine Auskunftsobliegenheit in Bezug auf alle Tatsachen, die für Eintritt und Verlauf des Versicherungsfalls von Bedeutung sind. Schließlich wird in § 9 Abs. 3 MBKK die grundsätzliche Untersuchungspflicht des Versicherungsnehmers geregelt.

Verstößt der Versicherungsnehmer gegen diese „nachvertraglichen“ Obliegenheiten, ist der Versicherer gem. § 10 Abs. 1 MBKK ganz oder teilweise leistungsfrei. Bei einer Mehrfachversicherung steht dem Versicherer überdies ein Kündigungsrecht zu.

Nachdem die Behandlung wegen des erblich bedingten Haarausfalls ambulant durchgeführt werden wird, besteht keine Anzeigeobliegenheit gem. § 9 Abs. 1 MBKK. Eine Pflicht zur Mitteilung der Behandlung ergibt sich auch nicht aus den weiteren in § 9 MBKK geregelten Obliegenheiten des Versicherungsnehmers.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin




Bewertung des Fragestellers 15.03.2009 | 19:22

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Familienrecht, Insolvenzrecht, Versicherungsrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht