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Anzeige einer Erbschaft beim Finanzamt

| 06.10.2021 12:24 |
Preis: 30,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Eine Freundin hat mich in Ihrem Testament als Alleinerben eingesetzt. Das Testament wurde am 15.7.21 vom Nachlassgericht eröffnet. Nach Abwicklung der Beerdigung habe ich den Restbestand ihres Kontos, 28.000 Euro, qua Bankvollmacht an mich überwiesen. Das Finanzamt hat sich bis heute noch nicht bei mir gemeldet.

Ich dachte, gemäß § 30 Abs. 3 Erbschaftssteuergesetz sei ich nicht verpflichtet, dem FA den Erbfall anzuzeigen, weil das FA aufgrund der Testaments-Meldung des Amtsgerichts eine Kontenabfrage durchführt und dann auf mich als Begünstigten zukommt. Mein Name und meine Anschrift sind im Testament eindeutig genannt. Ich will die Steuer auf den Betrag oberhalb des Freibetrags ja durchaus zahlen und dachte, die Nicht-Nachfrage des Finanzamtes sei mit Corona-bedingten Verzögerungen zu erklären.

Jetzt lese ich in diversen Veröffentlichungen, ich sei unabhängig von der o.g. Bestimmung verpflichtet, dem FA den Erbfall innerhalb von drei Monaten nach Testamentseröffnung anzuzeigen, weil ich mich ansonsten strafbar machen würde.

Wie soll ich mich verhalten: Soll ich dem FA jetzt den Erbfall anzeigen oder ist das „vorauseilender Gehorsam" des Steuerbürgers?

06.10.2021 | 14:32

Antwort

von


(287)
Bosestraße 9
08056 Zwickau
Tel: 0375/35313120
Web: http://www.ra-lars-winkler.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragesteller,


Lassen Sie mich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Die Anzeigepflicht besteht in dem Fall nicht. Der § 30 Abs.3 ErbStG ist in der Form nach wie vor Kraft. Wenn das Testament von einem deutschen Nachlassgericht eröffnet wurde und sich aus der Testamentsurkunde Ihr Verhältnis zur Erblasserin eindeutig ergibt, dann entfällt die Anzeigepflicht. Mit Verhältnis ist hier das erbrechtliche Verhältnis gemeint, in dem Fall Ihre Stellung als Alleinerbe. Außerdem gehe ich davon aus, dass das Nachlassgericht Ihre korrekte Anschrift kennt und das eröffnete Testament dorthin versendet hat. Damit hat das Finanzamt alle notwendigen Angaben: Sie machen sich durch das weitere Abwarten nicht strafbar.

Die Aufforderung zur Abgabe einer Erbschaftsteuererklärung wird hier sicher erfolgen. Das kann allerdings noch Monate dauern. Die Pflicht zur Abgabe der Steuererklärung entsteht bei der Erbschaftsteuer übrigens erst mit dieser Aufforderung durch das Finanzamt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Lars Winkler

Bewertung des Fragestellers 12.10.2021 | 10:50

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