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Anzeige Verletzung des höchstpersöhnlichen Lebensbreiches durch Bildaufnahmen

26.08.2012 14:01 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Guten Tag,

ich habe vor kurzer Zeit absoluten Mist gebaut. Vor gut 4 Wochen habe ich in einem Freibad versucht, Bildaufnahmen einer Dame zu machen indem ich unter der Umkleideabgrenzung hindurch gefilmt habe. Die Dame hat dies gemerkt und den Bademeister informiert. Bei der Anzeigeaufnahme der Beamten vor Ort sowie der späteren Befragung habe ich meine Tat natürlich eingestanden. Ich weiß nicht wieso oder weshalb ich diese Handlung in der Kabine durchführen wollte oder wie ich auf diese dumme Idee kam. Ich habe mich auch umgehend bei der Dame sowie dem Bademeister entschuldigt und gesagt, das es mir unendlich leid tut.

Ich habe bei der Vernehmung gesagt und das stimmt auch absolut, das ich weder das Bildmaterial einsehen konnte weder ich noch mein Handy zurückbekommen möchte. Ich hatte seit geraumer Zeit für meinen Sport "Testosterol 250" eingenommen, nach kurzer Zeit aber wieder abgesetzt und weiß nicht ob es vielleicht damit etwas zu tun gehabt hat.

Das Problem ist auch, kurz vor dieser Geschichte war ich mit dem Hund meiner Eltern spazieren, (Das ist jetzt der 2. Hund den sie besitzen und ich gehe alle 2. Wochen seit etwa 15. Jahren mit ihm spazieren)ich bei einer Firma meine Notdurft verrichten musste und ich Idiot vergessen hatte die Knopfleiste meiner Hose zuzumachen. Dazu sei gesagt, das ich grundsätzlich keine Unterwäsche trage! Und genau das hat eine Joggerin gesehen, mein Penis soll angeblich aus der Hose geschaut haben. Die Frau hat Keine Anzeige erstattet, zur Polizei musste ich jedoch trotzdem.

Also ich möchte wirklich klarstellen. Ich bin absolut kein Exhibitionist oder desgleichen, ich hätte ähnliches ja bereits in den 15. Jahren sonst wie oft machen können. Ich hab das auch der Polizei gesagt. Nun sind jetzt beide Fälle fast zeitgleich hintereinander passiert, ich habe vorher noch niemals mit der Polizei Kontankt oder Ärger gehabt. Absolut Nie!

Ich habe tierische Angst meine Arbeit zu verlieren, mit einer Geldstrafe kann ich leben aber alles ander wäre einfach eine Katasrophe.

Bitte sagen Sie mir welche Strafe auf mich zukommen wird?

MfG

Sehr geehrter Ratsuchender,

guten Tag und vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Bezüglich der Bildaufnahmen im Freibad haben Sie sich gem. § 201a StGB der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen strafbar gemacht. Hierauf steht Geldstrafe oder Freiheitssttrafe bis zu einem Jahr.

Ich denke realistisch ist eine Geldstrafe in Höhe von 15 bis 30 Tagessätzen, wobei sich der Tagessatz errechnet, in dem man das mtl. Nettoeinkommen abzüglich etwaiger Unterhaltsverpflichtungen durch 30 teilt.

Was das Verrichten Ihrer Notdurft angeht, käme zwar eine Strafbarkeit nach § 183 StGB ( Exhibitionistische Handlungen ) und § 183 a StGB ( Erregung öffentlichen Ärgernisses )in Betracht. Aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung ist aber meines Erachtens schon der Tatbestand nicht erfüllt. Zumindest fehlt es am diesbezüglichen Vorsatz, so dass hier nicht mit einer Betrafung zu rechnen ist.

Da eine Einstellung der Verfahrens gegen Geldauflage möglich ist, kann ich Ihnen nur dringend empfehlen sich einen Strafverteidiger zu suchen, da eine Einstellung für einen Laien oft nur schwer zu bewerkstelligen ist.

Das Sie wegen dieser Sache Ihren Arbeitsplatz verlieren, ist nicht ersichtlich.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen aus Achim,

Moritz Kerkmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 26.08.2012 | 17:30

Guten Tag Herr Kerkmann,

vorab vielen Dank für Ihre Antwort. Eine kurze letzte Frage habe ich noch an Sie. Denken Sie das es zu einer Gerichtsverhandlung kommen wird oder das die Strafe von der Staatsanwalschaft ausgesprochen bzw. verhängt wird?

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.08.2012 | 17:38

Hallo nochmal.

Ob die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt oder die Sache ohne Verhandlung durch einen Strafbefehl verfolgt, liegt letztlich immer an der Staatsanwaltschaft.

Da Sie selber noch nie etwas mit der Polizei zu tun hatten, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass es auf das Strafbefehlsverfahren raus laufen sollte.

Dennoch sollten Sie versuchen eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage zu erreichen, da dies mit vielen Vorteilen verbunden ist, z. B. keine Verhandlung, kürzere Verfahrensdauer, oft geringere Geldstrafe als in einem Verfahren, keine Eintragung ins Register etc.

Da eine Einstellung oft nur mit einem Verteidiger gelingt, sollten Sie einen solchen mandatieren.

Ich hoffe, auch Ihre Nachfrage beantwortet zu haben.

Schönen Sonntag noch und beste Grüße,

Moritz Kerkmann
Rechtsanwalt

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