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Anzeige: Hausfriedensbruch

04.02.2011 12:23 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Ich habe Ende Januar eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch erhalten.
Zum Sachverhalt: Eine Freundin von mir hat ärger mit dem alten Vermieter, dieser behaupten, dass wegen ihr Schimmel in der Wohnung wäre. Sie hat sich darauf hin einen Anwalt genommen der ihr riet den angeblichen Befall von Schimmel mit Fotos zu dokumentieren. Da ich einen Digicam besitze, bin ich mit ihr zu der alten Wohnung gefahren um dort die Bilder zu machen. Wir haben uns bei der Vermieterin gemeldet (wohnt im gleichen Haus) diese ist dann mit uns in die Wohnung. Wir haben begonnen Bilder zu machen. Nach ca. 10 min find sie an laut zu werden wir sollen verschwinden usw. meine Freundin sagte ihr dann, dass wir gerne noch auf den Maler warten würden, weil dieser sich den Befall anschauen wollte. Darauf hin wurde die Vermieterin sehr unruhig und unfreundlich. Ich ging in der Zeit ins Badezimmer und wollte dort noch einiges dokumentieren. Auf einmal packte sie mich, ohne mich anzusprechen, am Arm und zerrte mich aus dem Bad und brüllte ich soll verschwinde.
Ich habe ihr danach gesagt, dass sie mir das auch normal sagen könnte und mich nicht aus dem Raum zerren müsste. Danach sind wir dann aus der Wohnung und haben uns nur noch mit den Nachbarn unterhalten.
Jetzt ist es noch so. Ich arbeite im Kernkraft werk und werde dort Zuverlässigkeitsüberprüft. Wenn die Anzeige bestehn bleibt, gelte ich als nicht mehr zuverlässig und verleier dadurch meine Arbeit. Was kann ich also gegen die Anzeige tun. Momentan steht Aussage gegen Aussage. Kann ich die Vermieterin auch anzeigen. Wäre das ratsam? Vor allem weil wir nach Aufforderung die Wohnugn verlassen haben....... Bin ich mir auch keiner Schuld bewusst.

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Der Tatbestand des Hausfriedensbruchs nach § 123 StGB ist nur dann erfüllt, wenn Sie sich auf die Aufforderung des Hausrechtsinhabers hin nicht entfernt hätten. Man kann vorliegend darüber diskutieren, ob Sie die Wohnung bereits auf die erste Aufforderung hin hätten verlassen müssen oder ob Sie ein berechtigtes Interesse daran hatten, auf den Maler zu warten. In diesem Falle wäre der weitere Aufenthalt nicht unbefugt im Sinne des Tatbestands gewesen, ein rechtswidriges Handeln läge nicht vor. Geht man davon aus, dass Sie berechtigt waren, der ersten Aufforderung nicht zu folgen, kann ich keine Straftat erkennen, da Sie sich nach der zweiten Aufforderung sofort entfernt haben.

An sich können Sie jetzt nur abwarten, ob Sie eine Vorladung zur Anhörung als Beschuldigter von der Polizei erhalten werden oder nicht. Die Tat wird übrigens nur auf Antrag verfolgt, § 123 II StGB. Einer solchen Vorladung müssen Sie nicht folgen, da Sie als Beschuldigter keinerlei Angaben zur Sache machen müssen.

Ob eine Anzeige gegen die Vermieterin in Betracht kommt, ist eine Frage der näheren Umstände. Sollten Sie beschimpft worden sein, kann darin eine Beleidigung liegen, die strafrechtlich nach § 185 StGB zu beurteilen sein kann. Ebenso könnte man an eine versuchte Körperverletzung wegen des Zerrens am Arm denken. Bitte beachten Sie, dass sämtliche hier aufgezählten Taten nur auf Antrag verfolgt werden, der innerhalb von 3 Monaten zu stellen ist, §§ 77, 77b StGB.

Zusammenfassend gehe ich eher nicht vom Vorliegen einer Straftat aus. Das Verfahren wird deshalb höchstwahrscheinlich eingestellt werden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen zunächst weiterhelfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Marion Deinzer
Rechtsanwältin

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Ich weise Sie darauf hin, dass diese Plattform lediglich zur ersten rechtlichen Orientierung dient und eine ausführliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Es ist nur eine überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems aufgrund Ihrer Angaben zum Sachverhalt möglich. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Angaben zum Sachverhalt kann sich eine abweichende rechtliche Bewertung ergeben.

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