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Anzeige Fake-Account Instagram Beleidigung

22. Dezember 2021 11:48 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Hallo,

ich habe leider etwas sehr dummes gemacht.
Ich habe einen Fake-Account auf Instagram erstellt und dort von einer Bekannten Leute aus ihrer Freundesliste angeschrieben und sie als Lesbisch geoutet. (zählt wohl als Beleidigung, Verleumdung, übele Nachrede?? - habe sie nicht mit Kraftwörtern betitelt!)
Ich habe jetzt erfahren, dass die Bekannte nun Strafantrag bei der Polizei gestellt hat, um herauszufinden, wer hinter diesem Fake-Account steckt.
Blöd wie ich bin, war bei dem Fake-Profil meine Handynummer als Sicherheit hinterlegt, jedoch nicht sichtbar für die Öffentlichkeit.
Ich werde sowas nie wieder machen und habe jetzt sehr große Angst, dass dabei etwas rauskommt und die Polizei von Instagram meine Daten erhält.
Wird es für die Polizei in diesem Fall einfach sein, an meine Daten zu gelangen und mich zu enttarnen? Ich bitte um eine ausführliche Antwort, weil ich wiegesagt große Angst habe.
Vielen Dank!!!

Einsatz editiert am 22.12.2021 11:49:10

Einsatz editiert am 22.12.2021 11:56:58

Einsatz editiert am 22.12.2021 12:03:39

22. Dezember 2021 | 13:26

Antwort

von


(416)
Roßmarkt 194
86899 Landsberg
Tel: +498191/3020
Tel: +491717737949
Web: http://www.kanzlei-am-rossmarkt.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Polizei wird sobald sie Ihre Klardaten erhält, das eingeleitete Ermittlungsverfahren gegen Sie fortführen. Dabei kommt es darauf an, ob eine Strafanzeige erstattet oder ein Strafantrag gestellt wurde (innerhalb von 3 Monaten).

Es kommen auch mehrere Delikte in Frage,
wobei ich gerne die konkreten Daten sehen würde. Diese können Sie mir per eMail zukommen lassen.

Eine ausführliche Stellungnahme folgt




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Helge Müller-Roden
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Ergänzung vom Anwalt 22. Dezember 2021 | 15:34

Beleidigung wird gem. § 185 StGB als Straftat nur auf Antrag verfolgt und wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Wenn die Beleidigung öffentlich erfolgt oder in einer Versammlung bzw. durch Verbreiten eines Inhalts (§ 11 Abs. III)
droht Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren.

Geschütztes Rechtsgut ist die persönliche Ehre einer Person. Alles, wodurch die Ehre eines anderen verletzt wird, herabwürdigende Äußerungen oder Gesten oder Tätlichkeiten kommen in Betracht.

Problemematisch kann der Umstand sein, dass das Opfer selbst die Äußerung gar nicht so als ehrverletzend empfindet, weil es viel mehr darauf ankommt, ob ein unbefangener verständiger Dritter sie als ehrverletzend versteht.

So ist eine reine Feststellung m.E. noch keine Beleidigung, es kommt auf den Kontext an. Die Anrede „Schwuchtel" ist z.B. eine Formalbeleidigung, weil die ggf. bestehende Homosexualität als Herabwürdigung eines Menschen allein wegen dessen „(vermeintlicher) sexueller Orientierung" beinhaltet und eine generelle Geringschätzung homosexueller Männer.

Insoweit besteht sogar eine Ausnahme von dem Grundsatz, dass Tatsachen und wahrheitsgemäße Aussagen an sich keine Beleidigungen sein können (§§185,192 StGB).

Der Begriff „Pussy" ist zwar nicht grundsätzlich eine Beleidigung, kann aber „ohne Kontext zu einer sachlichen Auseinandersetzung" ebenfalls ehrenrührig und herabsetzend sein.
Amtsgericht Frankfurt am Main

Da Sie ohne Anlaß Dritte über die Ihnen offenbar bekannte oder nicht öffentlich bekannte Tatsache der Lesbizität der Frau verbreitet haben, könnte das daher als Beleidigung angesehen werden.

Ich empfehle, den Account zu löschen.

Es kommen auch Verleumdung und üble Nachrede in Betracht.

ANTWORT VON

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