Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anzahlung für einen privaten Gebrauchtwagen

20.02.2015 08:10 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich komme aus der Schweiz (Zürich) und ich habe einen Fahrzeug von privater Person in Deutschland (Thüringen) gefunden den ich kaufen möchte.

Ich bin vor 2 Tagen in Deutschland angereist und habe das Fahrzeug angeschaut, probegefahren und getestet. Habe EXTRA TÜV-Prufung machen lassen sowie "Hüsges"-Gutachter organisiert, damit das Fahrzeug innerlich getestet wird (in einwandfreiem technischen sowie fahrbaren Zustand) und ich mit reinem Gewissen ein Fahrzeug kaufen kann.

Der Gebrauchtwagen-Check sowie der TÜV-Bericht sind i.O. und ich habe mich entschieden das Fahrzeug definitiv zu kaufen. Aber….

Das Problem liegt dort, dass ich das Fahrzeug in einem Nicht EU-Land (Mazedonien) exportieren soll und für dieses Unterfangen, brauche ich noch Zoll-Formalitäten, die ich nur in Zollamt Suhl erledigen kann.

Das heisst, dass ich am 15. März nach Mazedonien mit dem Fahrzeug fahren (exportieren) möchte und die ganze Prozedur für organisieren von Zollkennzeichen sowie Dokumenten wegen längere Anschaffungs-Zeit erst dann machen würde !

Ganz konkret, um die Zollkennzeichen zu kriegen, muss ich nochmals nach Deutschland kommen!

Ich muss zur Zulassungsstelle mit dem Fahrzeug vorbei gehen, das Fahrzeug vorführen, die Fahrzeugpapiere mitnehmen, eine Versicherung abschliessen und die KFZ-STEUER bezahlen und sobald das Geld im Steuer-Finanzamt eingetroffen ist (nach paar Tagen); erst dann darf ich nochmals zur Zulassungsstelle vorbei gehen und die ZOLLKENNZEICHEN beziehen!

Um den langen Weg mir zu sparen in der Schweiz mit dem Fahrzeug zu fahren (verzollen, MFK-vorführen etc. etc.) und dann am 15. März wieder nach Deutschland zurück, habe ich mich entschlossen das Fahrzeug beim Privaten-Verkäufer als stillgelegtes Fahrzeug für 2, 3 Wochen zu deponieren.

Mein Vorschlag wäre für das Fahrzeug eine kleine Anzahlung zu machen. Der Verkäufer ist einverstanden, aber braucht eine höhere Anzahlung!

Das Fahrzeug kostet 7300. € und sein Vorschlag wäre 5000. € für die Anzahlung ?!? Meiner Meinung nach ist die Anzahlung sehr hoch! Mein Vorschlag wäre auf 500. € ?!? Was meinen Sie?!? Welche Summe für eine Anzahlung wäre angemessen?!?

Wie sicher ist eine Anzahlung mit einer ADAC-Verkaufsvertrag (Vorlage) ohne Stempel drauf, dafür mit Unterschriften?

Ich möchte mich absichern und will nicht der riesigen Betrag einfach so verlieren!?!

Ich habe gehört, das man auf einem Sperrkonto das Geld einzahlen kann, aber ich habe gar kein deutsches Konto hier…?!?

Zwar der Verkäufer gibt mir ein Schlüssel sowie sämtliche Fahrzeugpapiere mit, aber ist das eine Garantie, das alles richtig und reibungslos abläuft?!?

Wie kann ich mich am besten absichern, dass das Geld nicht verloren geht?!? Welche juristische Vorgehensweise wäre korrekt?!?

Soll ich zum Notar oder Treuhand-Büro gehen oder was soll ich machen?!?

Herzlichen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Hilfsbereitschaft

Mit freundlichen Grüssen

Schweizer Fahrzeugkäufer

Sehr geehrter Ratsuchender,

nachdem Sie den Kaufvertrag abgeschlossen haben (und dazu gilt die Annahme des Angebotes, einen schriftlichen Kaufvertrag brauchen Sie nicht mehr), ist der Kaufpreis komplett zu zahlen.

Wenn der Verkäufer sich also auf eine Anzahlung einlässt, ist das ein Entgegenkommen des Verkäufers, auf das er sich gar nicht einlassen muss.

Die Höhe der Anzahlung ist daher wieder reine Verhandlungssache, wobei Sie eben eine ungünstige Position haben, da der Verkäufer eben den vollen Kaufpreis schon jetzt verlangen könnte.


Eine sehr hohe Sicherheit gibt es nur durch eine Hinterlegung des Geldes bei einem Notar oder auch Rechtsanwalt. Dieser müsste den Betrag treuhänderisch verwalten und die Auszahlung dann zu einen bestimmten Ereignis (hier wohl Übergabe des Fahrzeuges) erst vornehmen.

Möglich wäre auch eine Bankbürgschaft des Verkäufers hinsichtlich der Anzahlung.

Aber auf Beides muss der Verkäufer sich eben nicht einlassen (siehe oben).



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 68332 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Erst anfängliche Schwierigkeiten, am Ende jedoch sehr klar und stets sehr freundlich erklärt. Sehr zu empfehlen. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
War verständlich und ausführlich, vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
3,8/5,0
Das nächste Mal bevorzuge ich eher eine persönliche Beratung. Das liegt wohl eher an der Plattform, als an der beratenden Person. Aus diesem Grund hat sich für mich jetzt keine Handlungsoption ergeben, bzw. etwas, was ich tun ... ...
FRAGESTELLER