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Anynomität Miterben


| 24.12.2010 09:22 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Damals wurd gefragt:

gestern erhielt ich Post vom Amtsgericht in einer Nachlassache.Mir wurde mitgeteilt das ein Erbscheinsantrag gestellt wurde und ich zu den Erben zähle. Soweit so gut, dem Schreiben beigefügt war eine Erklärung des Antragstellers aufgenomen durch eine Rechtspflegerin.

In dieser Erklärung werden nun alle Erben aufgeführt, neben der Namensnennug und Geb.Datum (beides kann ich noch verstehen), wurden auch die vollständigen Adressen der einzelnen Erben aufgeführt.

Meine Geschwister wie auch ich sind darüber sehr irritiert, einige haben den Namen ihrer Frau angenommen um eben nicht so einfach ausfindig zu sein.

Meine Frage dazu: ist es rechtlich zulässig das die Daten der Miterben (insbesondere wo diese wohnen) bekannt gegeben werden?
Gibt es in Angelegenheiten eines Nachlasses keinen Datenschutz für die Erbberechtigten? Ist in so einen Fall nicht vorgesehen das jeder Erbe für sich seine Privatsphäre geschützt wissen möchte und vor ungewollten Kontaktaufnahmen sicher ist?

Hätte die Rechtspflegerin nicht die Adressen schwärzen können/müssen?



Meine Frage jetzt:.Sollten meine Eltern versterben,wie kann ich verhindern,dass meine Schwester erfährt,wo ich jetzt wohne und einen neuen Nachnamen habe? Bin mittlerweile ins europäische Ausland gezogen und hab auch dort mit einemdeutschen geheiratet?. Frage weil ich mal was gehört habe,dass das allesim Erbschein drinsteht.
Reicht es wenns erbe ausgeschlagen wird? Gibts dann darüber aber auch nen Beschluss an die miterben?
Gruß Luna
24.12.2010 | 10:02

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne unter Berücksichtigung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihers Einsatzes wie folgt beantworte. Ich weise darauf hin, dass das Hinzufügen bzw. Weglassen von wesentlichen Sachverhaltsbestandteilen zu einem völlig anderem rechtlichen Ergebnis führen kann. Dieses Forum dient dazu, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung zu verschaffen, kann und soll keinesfalls die Beratung bei einem Kollegen vor Ort ersetzen.

Dies vorausgeschickt, gehe ich auf Ihre Frage wie folgt ein:

Derjenige Erbe, der hier einen Erbschein nach dem Verstorbenen beantragt hat, hat darüber hinaus die Pflicht, die ihm bekannten Miterben namentlich und auch mit einer zustellungsfähigen Adresse gegenüber dem Nachlassgericht anzugeben. Im übrigen wird spätestens im Erbschein auch jeder Erbe mit Name und Anschrift benannt.

Dies hat auch durchaus Sinn, denn Sie bilden ja eine ungeteilte Erbengemeinschaft in den Nachlass und nur durch Kontaktaufnahme und eine Erbauseinandersetzung wird jeder Erbe dann seinen Anteil erhalten.

Von daher bedurfte es auch keiner Unkenntlichmachung der Daten durch die Rechtspflegerin.

Auch wenn ich Ihr Ansinnen auf Anonymität durchaus nachvollziehen kann, so bedarf es im Erbscheinsverfahren einer gewissen Transparenz, die sich nur dadurch verhindern lässt, dass man entweder das Erbe innerhalb der 6wöchigen Ausschlagungsfrist ausschlägt, oder bereis zu Lebzeiten auf sein Erbe durch Erbverzichtsvertrag verzichtet.

Aber auch der Erbverzichtsvertrag bedarf der notariellen Beurkundung und Ihre Eltern würden hiervon auch ein Exemplar erhalten, dass dann wohl in den Unterlagen der Eltern nach deren Ableben aufzufinden wäre.

Es tut mir leid, Ihnen keine positivere Nachricht zukommen lassen zu können .

Ich wünsche Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier
- Rechtsanwalt -


Rechtsanwalt Tobias Rösemeier
Fachanwalt für Familienrecht

Nachfrage vom Fragesteller 24.12.2010 | 10:14

Danke für ihre Antwort. Habe ich richtig verstanden,dass:Aber wenn ich das Erbe innerhalb der 6wöchigen Frist ausschlage,erfahren die miterben nicht vom Wohnort?
Mein einer Bruder und ich kommen gut klar,er kennt aber meinen neuen Namen nicht... d.h ich würde im Erbschein mit Alten Namen noch drinstehen.richtig? Weil er würde vor Ort sein und die Namen bekannt geben.Es weiß keiner den neuen Namen... haben in Ö geheiratet.

Frohe Weihnachten!!!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.12.2010 | 10:28

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn das Erbe rechtzeitig ausgeschlagen wird, erfolgt auch keinerlei Benennung im Erbschein, so dass die anderen Miterben insbesondere den aktuellen Namen und Wohnort jedenfalls hieraus nicht entnehmen können.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 26.12.2010 | 09:20


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