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Anwendung der Freibeträge bei Erbschaft

15.09.2009 19:32 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Wolfram Geyer


Im Jahre 2006 erhielt ich eine Geldschenkung von meiner Tante. Bei der Berechnung der Schenkungssteuer kam der volle Freibetrag in der Höhe von 10300€ zur Anwendung. In diesem Monat (2009) ist meine Tante nun verstorben und ich muss das mir vererbte Geld nun gemäß der Erbschaftssteuer versteuern. Nun gibt es nach dem "neuen" Erbschaftssteuergesetz einen Freibetrag von 20000€. Kann ich den Freibetrag voll geltend machen oder aber abzüglich der bereits gewährten 10300 aus dem Jahre 2006, also noch 9700€?

Sehr geehrter Ratsuchender,

den Freibetrag in Höhe von € 20.000 können Sie leider nicht mehr in voller Höhe geltend machen. Denn nach der Regelung des § 14 Abs. 1 Satz 1 ErbStG werden frühere Erwerbe innerhalb der vorangegangenen zehn Jahre zu Ihren Lasten zusammengerechnet.
Sie können also den Freibetrag praktisch nur einmal innerhalb von zehn Jahren für die auf diesen Zeitraum entfallenden Erwerbe (die Schenkung und den Erwerb von Todes wegen) geltend machen.

Allerdings können Sie nicht pauschal von einem Restfreibetrag in Höhe von € 9.700 ausgehen. Die steuerrechtliche Berechnung ist etwas komplizierter:

Nach § 14 Abs. 1 Satz 1 bis Satz 3 ErbStG wird zunächst die Steuer auf den Gesamtbetrag der beiden Erwerbe mit dem Freibetrag von € 20.000 berechnet, in einem zweiten Rechenschritt ist von der Steuer für den Gesamtbetrag der beiden Erwerbe die Steuer abzuziehen, die für den früheren Erwerb (Schenkung) mit dem Freibetrag von € 10.300 erhoben wurde bzw. zu erheben gewesen wäre.

Gemäß § 14 Abs. 1 Satz 4 ErbStG darf die Steuer, die sich für den letzten Erwerb ohne Zusammenrechnung mit früheren Erwerben ergibt, durch den Abzug der Steuer nach Satz 2 oder Satz 3 nicht unterschritten werden.

Grundsätzlich profitieren Sie aber auch in dieser Konstellation von der Erhöhung des Freibetrages.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Rechtsfragen hinreichend und verständlich beantworten. Zur Klärung von Rückfragen können Sie sich hier bei Bedarf erneut an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

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