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Anwartschaftversicherung.

| 05.05.2018 18:32 |
Preis: 50,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.


Ich, 46 Jahre alt, arbeite seit meinem 15 Lebensjahr und war immer bei einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Seit 2006 (12 Jahre) lebe ich in den USA und bezahle bei meiner Krankenversicherung (BKK Provita) Anwartschaftsversicherung. Dieser Betrag wurde stets von meinem Arbeitgeber ersetzt. Ich habe nun die Firma gewechselt und muss für den Betrag selbst aufkommen. Irgendwann werde ich vielleicht wieder nach Deutschland zurückkommen. Ich bin nach wie vor in Deutschland gemeldet. (Besitze dort ein Haus).
Nun Meine Frage:
Kann ich die Anwartschaftsversicherung kündigen und dennoch später wieder in die gesetzliche Krankenversicherung ohne Probleme aufgenommen werden?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie sollten die Anwartschaftsversicherung nicht kündigen, wenn Sie beabsichtigen, nach Deutschland zurückzukehren, weil die gesetzliche Krankenversicherung Sie nicht unter allen Umständen aufnehmen muss.

Der Abschluss einer Anwartschaftsversicherung während eines beruflich bedingten Auslandsaufenthalts ist nämlich unter folgenden Gründen sehr sinnvoll:

1.Besteht wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze Versicherungsfreiheit und wird die Mitgliedschaft wegen einer Auslandsbeschäftigung zugunsten einer vom Arbeitgeber veranlassten privaten Gruppenversicherung gekündigt, besteht bei der Rückkehr nach Deutschland kein Beitrittsrecht. Für diese Personen tritt auch keine nachrangige Versicherungspflicht nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V ein. Ein Wiederbeitritt in die GKV kann nur durch den Abschluss einer Anwartschaftsversicherung sichergestellt werden.

2.Das Mitglied möchte sicherstellen, dass die Voraussetzungen für die Pflichtmitgliedschaft in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) erfüllt werden (9/10-Belegung in der zweiten Hälfte des Berufslebens).

3.Das Mitglied möchte sicherstellen, dass es die Vorversicherungszeit für Pflegeleistungen erfüllt.

4.Das Mitglied möchte nach Beendigung des Auslandsaufenthalts hauptberuflich selbstständig tätig sein und sich dann als freiwilliges Mitglied in der GKV mit Anspruch auf Krankengeld versichern. Bei einer möglichen nachrangigen Versicherungspflicht nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V ist der Krankengeldanspruch ausgeschlossen.

Sollte auch nur einer der Gründe auf Sie zutreffen, rate ich davon ab, die Anwartschaftsversicherung zu kündigen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M. (Versicherungsrecht)
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.05.2018 | 20:03

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