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Anwartschaftsversicherung/Pflichtversicherung lt. Gesundheitsreform

| 25.07.2009 23:48 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Ich bin privat krankenversichert in Deutschland und möchte voraussichtlich 7 Monate im Ausland( Asien) sein, wo ich anderweitig versichert bin, da meine Versicherung es mir aufgrund Erkrankungen nur im Rahmen der Musterbedingungen für 1 Monat gewährt weltweit. Ich hatte nun hier eine Anwartschaft beantragt für den voraussichtlichen Zeitraum.Dem wurde auch stattgegeben aber mit der Massgabe bei einer vorzeitigen Rückkehr den Versicherungschutz nur voll wieder aufleben zu lassen verbunden mit einer erneuten Gesundheitsprüfung, was ja wohl dann bei Krankheit anzunehmender Weise eine Ablehnung bedeuten würde( lt. Schreiben der Versicherung).Mir wurde von der Versicherung nahegelegt den Beitrag für den gesamten Zeitraum hier in Deutschland weiter zu bezahlen. Nach meiner Auffassung kann das ja nicht sein. Ich denke so.Würde ich über diese bestehende Versicherung auf Anwartschaft nicht sofort bei wegfallen des Grundes - also Rückkehr nach Deutschland - wieder versichert sein, so würde ja dann zumindest entsprechend des Gesundheitsreformgesetzes eine Pflicht der Aufnahme in den Basistarif bestehen- ohne Gesundheitsprüfung- und dieser müsste dann bis zum Einsetzen der alten Versicherung bezahlt werden
( ca.550 EUR und dann später im alten Tarif nach wiederaufleben ca.300,- EUR). Das wäre dann also so als ob ich bei Abreise ins Ausland meine Versicherung in Deutschland aufgegeben hätte, wenn man einmal die Anwartschaft aussen vor lässt. Oder ist es so solange man einen Wohnsitz in Deutschland hat muss man die Versicherung auch voll bezahlen

-- Einsatz geändert am 26.07.2009 00:11:13

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage aufgrund Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt:

Leider geben Sie nicht an, warum Sie privat krankenversichert sind (selbständig? verbeamtet?), so dass mangels eindeutiger Informationen eine endgültige Beantwortung Ihres Problems schwierig ist.

Grundsätzlich bieten private Krankenversicherungen eigentlich neben einer "normalen" Anwartschaftsversicherung (die private Vollversicherung wird während einer gewissen oder ungewissen Zeitdauer und anderweitiger - in der regel gesetzlicher - Krankenversicherung "geparkt") auch eine "große" Anwartschaftsversicherung an. Bei ersterer wird bei Wiedereintritt in die Vollversicherung eine Gesundheitsprüfung fällig und es erfolgen bei zwischenzeitlich eingetretenen Risikoerhöhungen (z. B. Krankheiten) Risikozuschläge oder ggf. eine Ablehnung der Rückkehr zum Volltarif. Bei einer "großen" Anwartschaft hingegen erfolgt bei Umstellung in den Volltarif keine erneute Gesundheitsprüfung - dafür ist die Prämie höher als bei der "normalen" Anwartschaft. Ggf. könnte es sinnvoll sein, bei Ihrer Versicherung nachzufragen, ob bzw. weshalb diese Ihnen nicht eine große Anwartschaft anbietet.

Sofern Sie nach sieben Monaten oder früher wieder in eine private Vollversicherung wechseln können und Ihnen Ihre Versicherung dies nur mit einer erneuten Gesundheitsprüfung vornehmen möchte, wäre ein Wechsel in den Basistarif nicht unbedingt denkbar; nachdem aufgrund der gesetzlichen Regelungen ein derartiger Wechsel nur bis zum 30.6.2009 möglich war, müsste dies bereits im Vorfeld bei Ihrer Versicherung erfragt werden, um von dort eine definitive Antwort vorliegen zu haben.

Ich gehe davon aus, dass Sie wissen, dass dieser Basistarif Euro 570 monatlich kostet und lediglich die Leistungen der gesetzlichen Krankeversicherung bietet. Ein Wechsel in einen höherwertigen Tarif - wenn für Sie der Wechsel in den Basistarif überhaupt möglich ist - ist dann allerdings erst wieder nach einer Wartezeit von 18 (!) Monaten möglich. Zu bedenken ist dabei auch, dass der Versicherer den höherwertigen Tarif nicht gewähren muss, wenn Sie bereits krank sind oder während der Wartefrist erkranken; ggf. zahlen Sie auch Risikozuschläge.

Bei Ihrer Konstellation sollten Sie also in der Tat überlegen, ob nicht die Fortführung der bisherigen Vollversicherung sinnvoll ist - auch wenn Sie für die siebenmonatige Abwesenheit keine Leistungen in Anspruch nehmen können und anderweitig Versicherungsschutz genießen. Allerdings sehe ich berechtigten Bedenken, ob Sie bei einer Umstellung (unterstellt, eine "große" Anwartschaft können Sie nicht abschließen) nach Ihrer Rückkehr wieder einen zufriedenstellenden Versicherungsschutz genießen können. Aller Voraussicht nach können Sie ohne Prämienzuschläge im Falle einer zwischenzeitlichen Risikoerhöhung (z. B. Krankheit) Ihren bisherigen Status nicht halten bzw. bekommen ihn dann - wie Ihnen wohl schon mitgeteilt - überhaupt nicht mehr angeboten. Mit einem Wohnsitz in Deutschland oder außerhalb hat diese Problematik nichts zu tun.

Rückfrage vom Fragesteller 26.07.2009 | 01:35

-war selbständig und lebe nun von meinem Geld- keine gesetzlichen
Zahlungen.
lt. Dokument der Versicherung:Grosse Anwartschaft,Einsetzung in den alten Stand mit neuen Erkrankungen- also voller Schutz bei Rückkehr zum festgelegten Termin, also in 7 Monaten.
- bei zwischenzeitlicher Rückkehr und damit Beendigung der Anwartschaft ( so ist es gemeint), so eine volle WIK nur mit erneuter Gesundheitsprüfung..
Es geht doch dabei um folgendes:Angenommen ich reise morgen, werde im Ausland in 2 wochen krank, werde nach 14 Tagen rücktransportiert nach Deutschland, dann hätte ich keinen Versicherungsschutz.
Ich habe leider keine Musterbedingungen gefunden für AVW.
Und es ist ja eine generelle Frage, da ich jedes Jahr sieben Monate und länger nicht in Deutschland bin.
Gibt es denn einen Rechtsanspruch auf AWV?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26.07.2009 | 11:08

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer ergänzenden Nachfrage darf ich wie folgt ausführen:

Letztlich besitzen Sie einen Versicherungsvertrag zu gewissen Konditionen und Bedingungen. Ändern sich diese (wie vorliegend bei einem offensichtlich regelmäßigen Auslandsaufenthalt), muss der Vertrag angepasst werden. Einen Rechtsanspruch auf Abschluss einer Anwartschaft steht Ihnen leider nicht zu.

Sofern lt. Mitteilung der Versicherung eine große Anwartschaft (die Ihnen also offensichtlich angeboten werden konnte) nur mit der fixen Dauer von 7 Monaten offeriert wurde, hätten Sie in der Tat bei vorheriger unvorhergesehener Rückkehr keinen Versicherungsschutz. Denkbar wäre unter Umständen, die Versicherung zu wechseln. Dies will aber gut überlegt sein, da dabei in der Regel Ihre Altersrückstellungen verloren gehen.

Aus meiner Sicht lässt sich Ihr Problem nicht rechtlich lösen, da Ihnen wie erwähnt ein Rechtsanspruch auf eine bestimmte Anwartschaft nicht zusteht. Letztlich ist es Verhandlungssache mit Ihrer Versicherung, zu welchen Bedingungen welche Vereinbarungen getroffen werden. Sie sollten sich daher an einen unabhängigen Versicherungsmakler wenden, der Erfahrung mit privaten Krankenversicherungen nachweisen kann.

Die rechtlich unproblematischste Lösung ist wie erwähnt die einfache Fortführung Ihres derzeitigen Vertrages - wobei Sie eben für die 7 Monate Ihrer Abwesenheit die Beiträge "ganz normal" weiterzahlen müssen. Dafür genießen Sie stets und unabhängig vom Zeitpunkt Ihrer Rückkehr den entsprechenden Versicherungsschutz.

Ich bedaure, Ihnen keine positivere Mitteilung machen zu können und hoffe trotzdem, Ihnen in Ihrer Entscheidungsfindung weitergeholfen zu haben.

Bewertung des Fragestellers 26.07.2009 | 20:59

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"anzunehmender Weise ist hier die Rechtslage wohl doch sehr kompliziert und man kann für 40,- EUR nicht weiter in die Tiefe gehen.
Unklar ist ja immer noch die Frage was passiert, wenn ich das Angebot der Versicherung so belasse was dann passiert wenn ich krank vorzeitig zurück komme.
Danke für die schnelle Erledigung.
"
FRAGESTELLER 26.07.2009 3,2/5,0
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