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Anwaltswechsel+Kürzung von Unterhalt


| 20.11.2006 13:11 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stephan Bartels



Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Exmann hat über vier Jahre ein Verhältniss gehabt.Ein gemeinsamer Bekannter, hat als mein Anwalt, die Scheidung und Unterhaltsregelung übernommen.
Da wir auch Hausbesitzer sind,bin aber mit den Kindern(9u13Jahre) im Frühjahr ausgezogen,lebt mein Exmann wieder darin.Es wurde bei der Scheidung nur Versorgungsausgleich mit gemacht, ansonsten nichts.
Jetzt ist es so, dass ich alle, Gerichtskosten bis nächsten September tragen soll(wird von meinen Konto monatlich abgebucht),
und mein Exmann die Anwaltskosten(er hat keinen).Bis jetzt ist keine Einigung erziehlt,weder von Unterhalt,Haushälfte usw.
Meinen Anwalt habe ich schon vier Nachrichten hinterlassen,im Abstand von einigen Wochen,mit der Bitte mich zurück zurufen.Leider ohne Erfolg.Wie ich von meinen Exmann weiß,gibt er ihm unterdessen Ratschläge,ob er sich einen Unterhalt nach der neuen Lohnsteuerkarte leisten kann,oder auch bezüglich der Haushälfte auszubezahlen
Muß ich denn tatsächlich,alle Gerichtskosten selber bezahlen von meinen Unterhalt,eine Unterhaltskürzung hinnehmen(habe im moment keine Arbeit,weil ich die letzten Jahre Für die Kinder und der Karriere meines Exmannes zuständig war),und muß denn nicht mein Anwalt sich auch mal melden,um mir auch die neuesten Erkenntnisse mitzuteilen,oder zu besprechen?
Weiß leider nicht mehr ein noch aus.
Mit freundlichen Gruss

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich vor dem Hintergrund Ihres Einsatzes und aufgrund der von Ihnen mitgeteilten Informationen im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworte:

Aufgrund Ihrer Mitteilung gehe ich davon aus, dass Sie seinerzeit den Scheidungsantrag gestellt haben. Wenn es sich dabei um eine einvernehmliche Scheidung gehandelt hat, dann werden die Kosten des Verfahrens im Allgemeinen gegeneinander aufgehoben, d.h. jede Seite trägt die Hälfte der Gerichtskosten. Die Kosten des Rechtsanwalts muss derjenige Ehegatte tragen, der den Rechtsanwalt beauftragt hat. Offensichtlich haben Sie mit Ihrem Ehemann eine abweichende Vereinbarung über die Kosten getragen (Sie tragen die Gerichtskosten, er die Rechtsanwaltskosten), was grundsätzlich zulässig ist. Hat das Gericht einen Kostenbescheid an Sie versandt, so sind Sie hieraus zur Zahlung verpflichtet.

Für die Zahlung von Unterhalt an Sie und Ihre Kinder kommt es auf die aktuellen Einkünfte von Ihnen und Ihrem Ehemann an, sowie (für den Kindesunterhalt) auf das Alter der Kinder. Eine gerichtliche Regelung hierüber ist nicht zwingend erforderlich, wenn und solange sich die Beteiligten einigen können. Gibt es über die Höhe des Unterhalts Meinungsverschiedenheiten, sollten Sie sich schnellstmöglich von einem Fachmann vor Ort beraten lassen. Im Rahmen dieser Beratung erfahren Sie dann auch die exakte Höhe des Unterhaltsbetrages, den Ihr Ex-Mann Ihnen und den Kindern schuldet. Dasselbe gilt hinsichtlich der Teilung von gemeinschaftlichem Vermögen. Auch ist meines Erachtens ein umfassender Beratungsbedarf bei Ihnen vorhanden, um eigene Nachteile zu vermeiden.

Ihr bisheriger Rechtsanwalt war von Ihnen ausschließlich mit der Scheidung beauftragt. Für weitergehende Fragen zum Unterhalt müssten Sie ihm einen neuen Auftrag erteilen. Sie können auch nicht davon ausgehen, dass er von sich aus wegen des Unterhalts auf Sie zukommt. Da der Kollege mit Ihnen und Ihrem Ehemann bekannt ist, ist er auch denkbar ungeeignet, in einem eventuellen Streitfall Ihre Interessen gegenüber Ihrem Ex-Mann zu vertreten. Evtl. wird er ein entsprechendes Mandat Ihrerseits auch gar nicht annehmen. Die Tatsache, dass er Sie nicht zurückruft deutet ja auch bereits in diese Richtung. Wenn der Kollege Ihren Ex-Mann bereits in Sachen Unterhalt berät, so wäre es ihm auch von Gesetzes wegen verboten, gleichzeitig Ihre Interessen in derselben Angelegenheit zu vertreten. Sie sollten sich daher einen anderen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen.

Ich hoffe, dass ich Ihre Fragen zur Zufriedenheit beantwortet habe und ich Ihnen eine erste Orientierung für das weitere Vorgehen geben konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg


Nachfrage vom Fragesteller 20.11.2006 | 15:42

Ich hatte vorher nachgefragt,ob er ein Problem hätte,mich zuvertreten. Die Antwort war"nein,ich habe kein Problem".Er ist ja beauftragt von mir, meinen Unterhalt und sonstige Intressen zuvertreten.
Muß ich jetzt tatsächlich die Scheidungskosten+Anwaltskosten übernehmen,wenn mein Ex-Mann sich weiterhin weigert?
Ich habe ihn doch nicht betrogen, und muß trozdem seine Suppe auslöffeln.
Soll ich mir einen anderen Anwalt nehmen?
Gruss

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.11.2006 | 16:02

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn ihr Rechtsanwalt von Ihnen mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen in Sachen Unterhalt beauftragt worden ist, dann ist es höchst problematisch, wenn derselbe Anwalt gleichzeitig auch Ihren Mann berät. Berufsrechtlich ist ein solches Doppelmandat sogar verboten aufgrund der naheliegenden Interessenkollision. Aufgrund der von Ihnen mitgeteilten Information rate ich dazu einen anderen Rechtsanwalt zu beauftragen.

Die Kosten der Scheidung müssen Sie übernehmen, wenn Sie den Rechtsanwalt beauftragt und den SCheidungsantrag gestellt haben. Im Innenverhältnis können Sie evtl. eine Kostenbeteiligung von Ihrem Ex-Mann verlangen, wenn es hierüber eine entsprechende Vereinbarung zwischen Ihnen beiden gibt. Auf die Frage, wer von beiden Ehegatten Anlass zu der Scheidung gegeben hat, kommt es für die Frage nach den Kosten nicht an. Insbesondere führt eine außereheliche Beziehung nicht dazu, das der betrügende Ehegatte die Scheidungskosten tragen muß.

Mit freundlichen Grüßen

S. Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg

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