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Anwaltsrechnung vom Vermieter

13.11.2011 07:38 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Letztes Jahr wollte die Hausverwaltung unseren Vermieter wegen meinem Hund verklagen. Nach dem wir aber den Hund abgegeben hatten ist die klage gefallen gelassen worden. Es sind jedoch Rechtsanwaltskosten von ca.300,- entstanden. Diese hat mir mein Vermieter ca. 1 Jahr später in die Nebenkostenabrechnung gepackt. Muss ich die Kosten bezahlen? Die klage lief NAME(Hausverwaltung) gegen NAME(Vermieter)

Vielen lieben Dank im voraus...

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Sehr geehrte Ratsuchende,

schönen guten Morgen und vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung kann ich eine Zahlungsverpflichtung Ihrerseits nicht erkennen.

Voraussetzung einer Zahlungsverpfluichtung Ihrerseits wäre es zunächst einmal, dass Ihrem Vermieter ein Schaden entstanden ist. Wenn die Klage jedoch im Sinne einer Rücknahme der Klage fallen gelassen wurde, so hat der Kläger grundsätzlich die Kosten des Rechtsstreits zu tragen.

Sie müssten daher zunächst einmal klären, ob und warum Ihrem Vermieter hier Kosten entstanden sind.

Sofern hier tatsächlich Kosten bei Ihrem Vermieter entstanden sind, so ist es durchaus möglich, dass dieser die Kosten bei Ihnen geltend macht.

Wenn Ihr Hund z. B. Lärm verursacht hat und sich die Klage darauf stützte, so kann man damit argumentieren, dass Sie die Ihnen aus dem Mietverhältnis obliegenden Nebenpflichten, den Hausfrieden nicht zu stören, schuldhaft verletzt haben, insbesondere dann wenn wiederholt und dauerhaft Lärm verursacht wurde.

Wegen dieser Nebenpflichtverletzung könnte der Vermieter dann seinen Schaden ersetzt verlangen.

Hier kommt es aber immer auf den Einzelfall an.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen und einen ersten Überblick über die rechtliche Lage gegeben.

Eine weitergehende Einschätzung der rechtlichen Lage ist erst möglich, wenn der Sachverhalt entsprechend aufgeklärt ist und alle Fakten vorliegen.

Sie sollten Ihren Vermieter daher zunächst auffordern Ihnen mitzuteilen, warum ihm hier Kosten entstanden sind und sich eine entsprechende Kostennote vorlegen lassen, um dies prüfen zu können.

Ihnen noch einen schönen Sonntag!

Mit freundlichen Grüßen aus Achim,

Moritz Kerkmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.11.2011 | 09:40

Dem Vermieter ist kein Schaden außer seiner Anwaltsrechnung von 272,87 entstanden.
Die klage war hauptsächlich weil der Hund angeblich in den Vorgarten gepinkelt hatte.
Jedoch auch wegen Lärmbelestigung was nie bewiesen werden konnte.
Es ist zur keiner Klage vor Gericht gekommen da wir allen Problemen aus dem Weg gehen wollten und deshalb den Hund abgegeben hatten.
P.S. die Rechnung wurde Feb.2011 vom Vermieter bereits bezahlt.
Heißt es auch in dem Fall muss ich die Anwaltsrechnung von meinem Vermieter nicht bezahlen?

1000 Dank für Ihre Geduld (:

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.11.2011 | 10:20

Vielen Dank für Ihre Nachfrage,

eine Verjährung der Forderung nach § 548 Abs 1 BGB ( in sechs Monaten ) ist meines Erachtens nicht gegeben, da es sich hier nicht um Verschlechterungen an der Mietsache handelt.

Wenn dem Vermieter hier ein Schaden in Höhe von 272,87 entstanden ist, so kommt es maßgeblich darauf an, ob Sie eine (neben)vertragliche Pflicht aus dem Mietvertrag verletzt haben.

Verunreinigungen durch Ihren Hund und Lärmbelästigungen können, je nach Lage des Einzelfalls, solche nebenvertraglichen Pflichtverletzungen darstellen.

Dies müsste jedoch Ihr Vermieter beweisen, was nach Ihrer Schilderung schwierig werden könnte.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig Licht ins Dunkel bringe und verbleibe

mit freundlichen Grüßen,

Moritz Kerkmann
Rechtsanwalt


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