Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
495.393
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anwaltsrechnung ohne tatsächliche Vertretung

| 28.10.2015 17:44 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Hatte eine Kündigung wegen Eigenbedarfs der Mietwohnung erhalten und daraufhin im Internet nach Anwälten für Mietrecht recherchiert. Den gefundenen Anwalt habe ich per Email (Nr. 1) am 22.03.2015 angeschrieben und gefragt ob er der Richtige dafür sei und was die Vertretung kosten würde. Ersteres hat er hat er bejaht und um Zusendung von Kündigung und Mietvertrag gebeten. Habe ich wieder per Email (Nr. 2) getan, wieder mit der Frage nach den Kosten. In seiner Antwort kam eine Meinung zu der Kündigung und eine Art Empfehlung wie weiter vorzugehen sei, aber wieder kein Hinweis auf die Kosten. Also habe ich eine weitere Email (Nr. 3) geschrieben, wieder mit der Frage nach den Kosten. Daraufhin kam keine Antwort mehr.

Gestern, mehr als 7 Monate später kam eine Rechnung über 892€ ins Haus geflattert (Geschäftsgebühr 729€, Pauschale für Post 20€ + MwSt).

Ist das rechtens? Habe nichts unterschrieben, keine Vollmacht erteilt, gar nichts (nachdem er sich nicht mehr gemeldet hatte, habe ich mir einen anderen Anwalt gesucht, der nachher für die tatsächlichen Handlungen zurecht eine ähnliche Rechnung gestellt hat).

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Abrechnung einer Geschäftsgebühr ist nicht rechtens, da Sie den Kollegen nicht mit der außergerichtlichen Vertretung beauftragt haben und er wohl auch nicht tätig geworden ist.

Der Kollege hat Ihnen aber wohl eine rechtliche Auskunft ("Meinung zu der Kündigung" und "eine Art Empfehlung") gegeben.

Mangels Vereinbarung über die Kosten, darf der Rechtsanwalt gemäß § 34 Abs. 1 Satz 2 RVG i.V.m. §§ 675 Abs. 1, 612 Abs. 2 BGB die "übliche Vergütung" abrechnen, die jedoch bei 250 € gedeckelt ist (§ 34 Abs. 1 S. 3, 1. Halbsatz RVG).

Es ist damit zu ermitteln, welcher Stundensatz am Ort des Rechtsanwalts bzw. für eine Online-Beratung üblich ist und welchen zeitlichen Aufwand für die Beratung notwendig war.


Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 28.10.2015 | 18:40

Zuerst vielen Dank für die schnelle Antwort.

Verstehe ich das richtig, dass ich nun die tatsächlich berechtigten Kosten ermitteln muss?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.10.2015 | 19:05

Sehr geehrter Ratsuchender,

nein, das müssen Sie nicht.

Der Anwalt ist beweisbelastet bezüglich Höhe und Angemessenheit der Kosten (Schneider / Wolf /Onderka AnwaltKommentar RVG, 7. Auflage 2014, § 34 RVG, Rdnr. 97).

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie müssen sich neben Ihrer Arbeit auch noch um rechtliche Fragen und Belange kümmern? Das raubt Zeit und Nerven. Für Sie haben wir die Flatrate für Rechtsberatung entwickelt.

Mehr Informationen
Bewertung des Fragestellers 28.10.2015 | 19:11

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Herzlichen Dank, Sie haben mir sehr geholfen. Werde die Rechnung mit genau diesen Infos nun beantworten."
Stellungnahme vom Anwalt: