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Anwaltsrechnung - Verfahrensgebühr möglich bei 'nur' Beratung


| 15.11.2016 16:02 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Désirée Fritsch



Guten Tag,

in einem Fall von einer Forderung im Zivilrecht wurde ein Verfahren am Landgericht anhängig. Der Anwalt der den Fall übernehmen sollte wurde mit den Unterlagen versorgt, will heissen ihm wurden diese zur Verfügung gestellt.

Daraufhin meinte dieser, erst eine Kopie der Gerichtsakte können weiter helfen, und forderte eine Vollmacht. Dann zeigte er die Vertretung an und bekam die Gerichtsakte.

Im weiteren Verlauf passierte, bis auf ein Telefonat mit Rückfragen zu Sachen die eigentlich in der Klage standen, nichts.

Am Ende wurde entschieden das Mandant nicht zu erteilen.

Nun rechnet der Anwalt wie folgt ab:

Streitwert 6.233,15 €

Verfahrensgebühr Nr. 31000 = 526,50 € (1,3)
Pauschale Post und Telekommunikation 20 €

USt 103,84
Auslagen für Anforderung Gerichtsakte zzgl. Porto 16,99 €

= 667,33 €

Ist eine solche Abrechnung möglich und zulässig, obwohl es noch keinerlei Tätigkeit, keinen Schriftsatz und dergleichen gab, sondern nur eine Art "Beratung" ob der Fall übernommen werden sollte?

Oder ist stattdessen eine Beratung abzurechnen?

Wie gesagt, ich bin durchaus bereit den kurzen Aufwand und die Anforderung der Gerichtsakte zu vergüten, aber eben nicht unbedingt mit einer Verfahrensgebühr.

Danke
Sehr geehrter Mandant,

grundsätzlich ist es korrekt, dass der Rechtsanwalt für jede Form der Tätigkeit in einem gerichtlichen Verfahren die Verfahrensgebühr erhält. Diese ist während eines laufenden Prozesses sozusagen die "Grundgebühr".

Allerdings kann hier insofern etwas anderes gegeben sein, als Sie offensichtlich einen Auftrag zunächst zur Prüfung der Rechtslage und noch nicht zur Vertretung im Prozess erteilt haben. Wäre dies der Fall, würde in der Tat eine geringere Erdtberatungsgebühr anfallen, die bei Verbrauchern maximal 190 € zzgl. Unkostenpauschale von 20,00 € und MWSt., also 249,90 € beträgt.

Bitte beachten Sie, dass Sie den Inhalt und den Umfang der Beauftragung nachweisen können müssen. Hierfür kommen beispielsweise bei einem Beratungsgespräch anwesende Zeugen, E-Mails oder sonstige Dokumente in Frage.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin
Bewertung des Fragestellers 19.11.2016 | 13:04


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