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Anwaltskosten der Alleinerbin = Nachlasskosten?


| 22.11.2016 07:43 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Désirée Fritsch



Guten Tag,

meine konkrete Frage zum Thema Erbrecht:
ich bin von meinem Vater enterbt worden, mithin Pflichtteilsberechtigt.
Seine Frau (nicht meine Mutter) ist Alleinerbin.
Es wurde auf Anraten meines Anwaltes ein notarielles Nachlassverzeichnis erstellt. Die Erbin hat sich ebenfalls anwaltlich in der Angelegenheit vertreten lassen.
Nun kommt es zur Aufrechnung der Aktiva / Passiva für die Auszahlung des Pflichtteils. Dort tauchen die Rechtsbeistandskosten der Alleinerbin auf. Ich habe jedoch gelesen, dass dies KEINE Nachlassverbindlichkeiten darstellen.

Können Sie mir bitte dazu eine detaillierte Auskunft geben - ist das so richtig?
Ggf. bitte mit Verweis auf die Quelle.

Herzlichen Dank,
Ein Ratsuchender aus Berlin

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Sehr geehrter Mandant,

vielen Dank für Ihre Beratungsanfrage. Gerne möchte ich Ihnen diese wie folgt beantworten:

Ausgangspunkt für Ihren Fall ist § 2314 Abs. 2 BGB. Danach gilt, dass die Kosten, die dem Erben für die Ermittlung des Nachlasswerts entstehen, vom Nachlass abgezogen werden können und damit letztlich auch den Wert des Pflichtteils verringern.
Dies kann im Grundsatz auch für Rechtsanwaltskosten gelten, die in diesem Zusammenhang bestehen.

Bitte beachten Sie aber, dass dies nicht ohne Ausnahmen gilt: Denn der oberste Grundsatz im Erbrecht lautet, dass der Erbe dazu verpflichtet ist, Nachlassverbindlichkeiten möglichst gering zu halten, soweit er dies beeinflussen kann.
Die Beauftragung eines Rechtsanwalts muss also zur Nachlassermittlung notwendig gewesen sein, was vom Einzelfall abhängt.

Regelmäßig notwendig wäre sie, wenn etwa Verträge und Vermögensanlagen zu prüfen wären, nicht jedoch bei der bloßen Addition von Sachwerten. Selbstverständlich kann der Erblasser dennoch einen Anwalt beauftragen und ist nicht dazu verpflichtet, dies selbst vorzunehmen. Die entstehenden Zusatzkosten müsste er aber selbst tragen.

Wie die Sachlage in Ihrem Fall ist, vermag ich auf erste Sicht nicht zu beurteilen. In jedem Fall sollten Sie aber den Versuch starten, diese Kostenposition zu bestreiten. Die Erbin muss dann ihrerseits nachweisen, dass die Beauftragung eines Rechtsanwalts unumgänglich war. Die Tatsache, dass es zwischen Ihnen Unstimmigkeiten gab, reicht für diese Annahme nicht aus.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin
Bewertung des Fragestellers 24.11.2016 | 00:17


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