Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anwaltskosten bezahlen? bin ich schuld?


05.08.2006 15:01 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen,
sehr geehrte Herren

ich habe folgendes Problem:

im Jahr 2005 habe ich mit meiner damaligen Freundin zusammengelebt.
Ich war wie heute noch in der Ausbildung und sie war arbeitslos.
Ihren Unterhalt hat sie durch Verkäufe bei ebay verdient.
Als Ihr ebayaccount gesperrt wurde, habe ich Ihr meinen zur Verfügung gestellt.
Durch unvorhergesehene Zwischenfälle wurde mein account auch kurzzeitig gesperrt.
Um den Geldmangel zu umgehen, stellte ihr mein Freund seinen ebayaccount zur Verfügung.
Über diesen hat sie ohne das Wissen meines Freundes und mir anscheinend gefälschte Louis Vuitton-Taschen verkauft.
Nach einiger Zeit kam ein Schreiben vom Staatsanwalt dass gegen uns 3 ermittelt wird. Diese Anklage wurde zum Glück fallen gelassen.
Nun hat sich jedoch ein Anwalt eingeschaltet, der anscheinend Louis Vuitton vertritt.
Er forderte von mir eine Unterlassungserklärung und ein Einverständnis, dass ich für die Kosten einstehe. Ich habe das Schreiben unterschrieben jedoch die Kostenparagraphen gestrichen.
Er verlangt von mir nun, dass ich die Anwaltskosten in Höhe von 2080,50 Euro trage.
Das Problem ist, dass ich das Geld in Höhe von 1226,61 Euro auf mein Konto überwiesen bekommen habe, da mein Freund nur mein Konto kannte. Ich habe den gesamten Betrag jedoch auf das Konto meiner Freundin weiter überwiesen.
Der Anwalt geht davon aus, dass mein ebaykonto benutzt wurde, was aber gar nicht stimmt.
Wenn es über mein ebaykonto gelaufen wäre, dann hätten die Käufer das Geld ja nicht an meinen Freund überwiesen.
Ich habe die Kontoauszüge, die belegen, dass ich den Betrag in vollem Umfang weitergeleitet habe.

Nach etlichen Briefwechseln und der Schilderung meiner Situation verlangt der Anwalt nun, dass ich monatlich 100 Euro überweise. Und die erste Rate soll nun am 11. August eingegangen sein. Diese Summe kann ich mir leider monatlich nicht leisten.
Außerdem bin ich unschuldig, da ich nicht gewusst habe, was verkauft wird.
Bin ich verpflichtet den kurzfristigen Zahlungstermin einzuhalten?
Wenn ich 100 Euro unter Vorbehalt überweise, gehe ich damit ein Schuldgeständnis ein?
Wenn ich einen Verdienst von 460 Euro habe, kann ich dazu verklagt werden, die Beiträge zu zahlen oder bin ich nicht zahlungsfähig?
Ich wohne mit meiner neuen Freundin zusammen, bin allerdings noch bei meinen Eltern gemeldet.


Was kann ich jetzt tun? Bitte helfen Sie mir!

Mit freundlichen Grüßen

Pascal-Noel
05.08.2006 | 16:33

Antwort

von


252 Bewertungen
Heinrich-Brüne-Weg 4
82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: www.anwaeltin-heussen.de
E-Mail:
Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Die Schilderung des Sachverhalts geht etwas durcheinander. Wenn Sie jedoch die Zugangsdaten einer Dritten Person zugänglich machen, haben Sie nach außen auch die Verantwortung zu tragen. Denn wie wollen Sie beweisen, dass nicht Sie, sondern Ihre Freundin die gefälschten Taschen eingestellt hat?

2.Gegenüber Ihrer Freundin haben Sie gegebenenfalls einen Anspuch auf Schadensersatz. Ob Sie diesen Anspruch geltend machen wollen, bleibt Ihnen überlassen.

3.Wenn über Ihren Account gefälschte Ware verkauft wurde und auch der Name Louis Vuitton verwendet wurde, haben Sie auch als privater Verkäufer für die Markenverletzung einzustehen. Google könnte sogar den Account sperren wegen unberechtigter Weitergabe der Kenndaten.

4.Der Umstand, dass Sie nur wenig Einnahmen haben, hindert den Anwalt keinesfalls in der Vollstreckung. Aber Sie können versuchen, eine geringere Rate zu vereinbaren. Zahlungsunfähig sind Sie erst, wenn Sie eine eidesstattliche Vesicherung abgegeben haben.

5.Sie sollten dem Anwalt eine Rate von EUR 30,00 vorschlagen und diese Zahlung dann auch leisten.

Vielleicht sollten Sie auch überlegen, ob Sie nicht einmal Ihre „Freundin“ zur Verantwortung ziehen. Das Verhalten ist strafbar und absolut nicht zu tolerieren.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.

Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Weiler Rechtsanwälte
Sonnenstr. 2
80331 München
Tel: (089) 20604130
kanzlei@weiler-rechtsanwaelte.de
Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


ANTWORT VON

252 Bewertungen

Heinrich-Brüne-Weg 4
82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: www.anwaeltin-heussen.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Erbrecht, Kaufrecht, Urheberrecht, Internet und Computerrecht, Miet und Pachtrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER