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Anwaltskosten Gegenparteil im Prozess um Umgang mit Kind

| 29.08.2007 16:24 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

SV:
habe meine ex-freundin vor dem AG (selber, ohne RA) auf ein umgangsrecht mit gemeinsamer tochter verklagt, da sie mir den umgang verweigert hat (gemeinsames sorgerecht).
meine anträge betreffen die wochenend-, feiertags- und ferienregelung.
während der richter bei den beiden ersten punkten auf meiner linie zu sein scheint, tendiert er wohl in bezug auf die ferienregelung zu der von der RAin der mutter vorgeschlagene regelung (sie möchte die hälftige schulferienteilung, obwohl dies gar nicht möglich ist - ich arbeite zum teil im ausland, es geht der mutter nur darum mir eins auszuwischen, weil ich den weg zum gericht bestritten habe). falls ich den prozess nicht auf der ganzen linie gewinne und das gericht eine andere als die von MIR vorgeschlagene ferienregelung beschliesst, stellt sich fuer mich die frage ob ich von der RAin der mutter irgendeine gebührenforderung zu erwarten habe (der verlierer zahlt oder s.ä...)
mfg

29.08.2007 | 16:34

Antwort

von


(411)
Stiller Winkel 3
18225 Kühlungsborn
Tel: 038293/432783
Tel: 0177/7240222
Web: http://www.rechtsbuero24.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

herzlichen Dank für Ihre Frage und das damit entgegengebrachte Vertrauen.

Grds. gilt im Zivilprozeß die Kostenregelgung des § 91 ZPO . Bei teilweisem Obsiegen greift § 92 ZPO ein:

Kosten bei teilweisem Obsiegen

(1) Wenn jede Partei teils obsiegt, teils unterliegt, so sind die Kosten gegeneinander aufzuheben oder verhältnismäßig zu teilen. Sind die Kosten gegeneinander aufgehoben, so fallen die Gerichtskosten jeder Partei zur Hälfte zur Last.

Dies bedeutet, dass durchaus denkbar ist, dass Sie an den Kosten der gegnerischen Rechstanwältin beteiligt werden, wenn Anträge abgewiesen werden.

Im Familienrecht ist es jedoch oftmals so, dass im Zuge einer einvernehmlichen Einigung Vergleiche geschlossen werden, die zumeis eine gegenseitige Kostenaufhebung zum Gegenstand haben. D.h., jeder trägt seine Kosten selbst. Es kann aber auch im Vergleich eine Quotelung erfolgen. Hierfür kommt es dann aber auf die Entscheidung in der Verhandlung an.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de


Rechtsanwalt Christian Joachim

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Arbeitsrecht, Familienrecht, Internet und Computerrecht, Miet und Pachtrecht, Strafrecht