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Anwaltskosten Erstberatung

01.08.2016 19:47 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Pilarski


Zusammenfassung: Es geht um die Honorarforderung eines Rechtsanwalts für eine Erstberatung.

Mai 2014: nach alkoholisiertem fahren + Fahrerflucht habe ich meine Situation einem Anwalt im Verkehrsrecht geschildert und hatte ein einstündiges Gespräch. Nach diesem Gespräch hatte ich aber nicht wirklich das Gefühl, dass er mir helfen möchte und habe mir einen neuen Anwalt gesucht.
Mein neuer Anwalt hat dem alten Anwalt dann natürlich schriftlich Bescheid gegeben, dass ab sofort er die Arbeit für mich übernimmt.

Der alte Anwalt schickte mir darauf eine Rechnung in höhe von 1500€!
Obwohl er nichtmal Arbeit für mich leistete(?!)
Diese Rechnung konnte ich nicht bezahlen und wir vereinbarten per Email monatliche Ratenzahlung ab Oktober 2014 von 100€.
Diese 100€ habe ich 2 Monate lang überwiesen und ab dem 3. Monat habe ich vergessen zu überweisen.
Juli 2016: knapp 2 Jahre später kommt ein Brief vom Amtsgericht: der Anwalt fordert 1500€ von mir innerhalb von 14 Tagen sonst kommt es zur Gerichtsverhandlung und Zwangsvollstreckung.

Ich habe irgendwie das Gefühl, dass da was nicht stimmt! Geht das überhaupt, dass der Anwalt OHNE jegliche Mahnung 2 Jahre später aus dem nichts die 1500€ wieder einfordert? Und Vorallem: 200€ habe ich doch schon bezahlt? Was ist mit den 200€? Die werden hier ja komplett rausgelassen.

Ich bitte um Hilfe

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eingangs möchte ich Ihnen mitteilen, dass eine abschließende Beurteilung der Rechtslage ohne die Einsicht in die relevanten Unterlagen nicht möglich ist.

Ihrer Schilderung nach hatten Sie mit dem ersten Anwalt zumindest einen Beratungsvertrag geschlossen. Sie sagen zwar, er hätte keine Arbeit geleistet, aber teilen gleichzeitig mit, dass ein einstündiges Beratungsgespräch stattfand.

Ungewöhnlich ist die Höhe der Gebühren, die der Rechtsanwalt abrechnet. Da ich die Honorarrechnung nicht kenne, kann ich mir derzeit auch nicht erklären, wo die Gebühren herrühren. Denn wenn Sie keine Gebührenvereinbarung getroffen haben, dann dürfte für ein erstes Beratungsgespräch nach § 34 RVG der Höchstsatz von 190,00 Euro gelten, weil Sie Verbraucher sind.

Dass Sie hinsichtlich des Betrags, obwohl Zweifel an dessen Berechtigung bestand, eine Ratenzahlung vereinbart haben, war nicht so gut. Denn hierdurch entsteht eine Indizwirkung dafür, dass Sie die Verbindlichkeit in der Höhe eingegangen sind. Außerdem unterbricht eine Ratenzahlung auch regelmäßig die Verjährung. Aber selbst wenn die Ratenzahlung die Verjährung nicht unterbrochen hätte, dann wäre die Forderung des Anwalts nicht verjährt. Die Verjährung hätten mit dem Schluss des Jahres 2014 begonnen und würde daher bei dreijährige Verjährungsfrist Ende 2017 enden. Nunmehr wurde sie sogar durch den gerichtlichen Mahnbescheid unterbrochen, wie es sich anhört.

Gegen diesen Bescheid können Sie innerhalb von zwei Wochen Widerspruch erheben, da ansonsten ein Vollstreckungsbescheid erlassen werden kann. Ungewöhnlich ist, dass ein Mahnantrag auf Zahlung eingereicht wird, obwohl die Forderung nicht angemahnt wurde. Dies könnte jedoch daran liegen, dass eine Ratenzahlungsvereinbarung getroffen worden ist, da in diesen Fällen eine Mahnung entbehrlich sein kann.

Ich kann Ihnen gerne anbieten, Sie in der Angelegenheit zu vertreten, wenn Sie mich direkt beauftragen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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