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Anwaltskosten


31.01.2006 21:35 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht



Hallo, Guten Abend,

ich habe eine Frage zu folgendem Sachverhalt:

1996 habe ich als Bürge für einen Kredit bei einer Bausparkasse (BK)unterschrieben. 2002 meldete sich die BK und machte mich darauf aufmerksam, daß der Kreditnehmer im Rückstand sei. Um im Vorfeld mich zu erkundigen, was auf mich zukommen könnte, nahm ich mir einen Anwalt. Ich bezahlte als Anzahlung 250,- EUR und wir einigten uns abzuwarten, daß die BK Forderungen direkt an mich stellen würde. Im 11/2005 meldete sich die BK wieder bei mir und wünschte eine notariell beglaubigte Schuldanerkenntnis über 23.000,- EUR (Restsumme des Kredits, da sie davon ausging, daß vorliegende Sicherheiten bei der Verwertung den Restkredit nicht decken würden. Wieder suchte ich den Anwalt auf. Es kam zu 2 Beratungen ca. 30 min und einen Brief an die BK. Eine konkrete Forderung der BK an mich gab es bisher noch nicht, da Sicherheiten doch verwertet wurden (Restsumme des Kredits ca. 4.000,- EUR). Wir einigten uns, abzuwarten bis die BK sich meldet. Im 12/2005 erhielt ich eine RE von meinem Anwalt:
Gegenstandswert: bis 25.000
1,0 Geschäftsgebühr Nr. 2400 VV RVG 686,00 EUR netto
Porto 20,00 EUR
zuzüglich 16 % MwSt

Meine Frage: Muß nicht erst eine konkrete Forderung vorliegen, um die Bemessungsgrundlage zu haben oder ist die RE korrekt?
Vielen Dank.
Guten Abend,

die Höhe der anwaltlichen Gebühren richtet sich generell nach dem Gegenstandswert, d.h. nach den Interessen, über die zwischen den Parteien gestritten wird.

Maßgeblich ist nach Ihrer Schilderung das Ansinnen der Bausparkasse, daß Sie ein notarielles Schuldanerkenntnis über einen Betrag von 23.000,- € abgeben. Nach diesem Betrag richtet sich dann auch der Gegenstandswert, nach dem der von Ihnen beauftragte Rechtsanwalt abrechnen kann. Insoweit ist die Rechnung nicht zu beanstanden.

Eine Geschäftsgebühr fällt dann an, wenn der Rechtsanwalt beauftragt war, gegenüber der Bausparkasse nach außen tätig zu werden. Ich gehe anhand Ihrer Schilderung -zumal ja auch Schreiben ausgetauscht worden sind- davon aus, daß dies der Fall ist. Die 1,0-Gebühr liegt noch unterhalb der sogenannten Mittelgebühr, die in Angelegenheit durchschnittlicher Bedeutung und durchschnittlichem Schwierigkeitsgrad in Ansatz gebracht werden kann. Auch aus diesem Gesichtspunkt ist die Gebührenrechnung nicht zu beanstanden.

Anmerken möchte ich noch, daß der Zeitaufwand grundsätzlich unbeachtlich ist. Die Gebührenhöhe richtet sich im wesentlichen allein nach dem Gegenstandswert. Insoweit kann ich Ihnen keine Hoffnung machen. Sie sollten dennoch das Gespräch mit Ihrem Rechtsanwalt suchen. Möglicherweise läßt sich hier eine Reduzierung auf freiwilliger Basis auch aus dem Gesichtspunkt des relativ geringen Zeitaufwandes erreichen.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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