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Anwaltshonorar nach Mandatsentzug

02.03.2008 00:46 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Trettin


Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,

ein Anwalt hat ohne Mandatserteilung Mandate meiner Person bearbeitet. Dies war soweit ja in Ordnung.
Aus diesen Mandaten ist ein erheblicher Schaden entstanden aus z.b. weil er die falsche Parteiverklagt hat. Nun fordert er trotz seiner mangelnden Arbeit ein Honorar von 2.500.- ich habe im vereits erklärt,d ass ich bis auf weiteres ein Zurückbehaltungsrecht geltne mache bis der genaue SChaden beziffert werden kann.
NUN hat dieser ein Mahnbescheid gelöst gegen diesen ich sofort Einspruch eingelegt habe. Was kann ich so einem Fall tun. Durch sein Verschulden, ich hatte ihm dann die Mandate entzogen ist ein riesen SChaden entstanden. Durch sein Verschulden musste ich jetzt in allen Mandaten einen neuen Anwalt nehemn und die Kosten entstehen nun doppelt.

Was mache ich da. Wie kann man da vorgehen.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage Ihrer Schilderung und Ihres Einsatzes gerne wie folgt beantworte:

I. Da Sie gegen den Mahnbescheid Widerspruch erhoben haben, ist es nun Sache Ihres Gegners, die Durchführung des sog. streitigen Verfahrens zu beantragen. Dieses Streitverfahren, in dem Ihr Gegner seinen vermeintlichen Anspruch begründen muß, und Sie sich umfassend verteidigen können, entspricht im wesentlichen einem regulären Zivilprozeß.

II. Wie Sie dem Anspruch am sinnvollsten begegnen, kann naturgemäß erst beurteilt werden, sobald eine Anspruchsbegründung vorliegt.

Nach Ihrer Schilderung kommen verschiedene Ansatzpunkte in Betracht.

So wäre z. B. zu prüfen, ob Sie den Anwaltsvertrag wirksam nach § 627 BGB gekündigt haben. Dies hätte gem. § 628 Abs. 1 zur Folge, daß dem Anwalt allenfalls die Vergütung zusteht, die seinen bis zur Kündigung erbrachten Leistungen entspricht. Selbst dieser Teilvergütungsanspruch besteht jedoch nicht, wenn der Anwalt die Kündigung durch vertragswidriges Verhalten veranlaßt hat, und seine bis dahin erbrachten Leistungen für Sie wertlos geworden sind (§ 628 Abs. 1 Satz 2 BGB).

Weiter legt Ihre Schilderung nahe, daß Ihnen wegen Schlechterfüllung des Anwaltsvertrages ein auf § 280 Abs. 1 BGB beruhender Schadensersatzanspruch zusteht. Diesen Anspruch können Sie dem Klageanspruch möglicherweise entgegenhalten. Insbesondere kommt insoweit eine Aufrechnung in Betracht.

Nicht ausreichend ist dagegen der bloße Vortrag, der Rechtsanwalt habe den Vertrag schlecht erfüllt. Denn weil das Dienstvertragsrecht – im Unterschied z. B. zum Kaufrecht – kein Gewährleistungsrecht kennt, kann eine Schlechterfüllung für sich genommen nicht zum Wegfall oder zur Minderung des Vergütungsanspruchs führen (vgl. BGH, Urt. v. 15.07.2004 – IX ZR 256/03, NJW 2004, 2817).

Ich hoffe, daß Ihnen diese Auskunft eine erste Orientierung ermöglicht. Für eine kostenlose Nachfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Sofern Sie darüber hinaus eine Beratung oder Vertretung in dieser Sache wünschen, nehmen Sie bitte Kontakt über die u. a. E-Mail-Adresse auf.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Trettin
Rechtsanwalt

fea@trettin-rechtsanwaelte.de
www.trettin-rechtsanwaelte.de

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