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Anwaltsgebühren nach Streitwert oder nach 'Hoffnungswert' ?


23.12.2013 18:20 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Einem von mir ursprünglich beauftragten Anwalt habe ich vor ca. acht Monaten das Mandat entzogen, da es dem Anwalt nicht möglich war, einen vernünftigen Kontakt mit mir zu halten (Antworten nach sechs Wochen, wenn überhaupt). Zwischenzeitlich wurde ein neuer Anwalt mit der Angelegenheit (Erbrecht) beauftragt, der um bestimmte Akten / Unterlagen bat. Meiner Bitte um Zusendung der Akten wurde nicht entsprochen, da nun plötzlich (nach 8 Monaten) noch offene Gebührenrechnungen fällig gemacht wurden, und ein Rückhaltungsrecht in Anspruch genommen wurde.

Meine Frage bezieht sich auf die "neuen" Gebührenberechnungen: der Anwalt stellt höhere (außergerichtliche) Gebühren in Rechnung, die über den gerichtlich festgelegten Streitwert hinausgehen. Er erklärt, dass ich (als sein Mandant) von einem (hoffentlich) höheren Wert der Klage gesprochen hätte, und er würde den von mir erwarteten (oder erhofften) Wert der Klage als Grundlage der Gebührenberechnung einsetzen.

Ich war immer unter dem Eindruck, dass die anwaltliche Gebührenabrechnung auf dem gerichtlich festgesetzten Streitwert basiert. Gibt es dazu Ausnahmen? Kann der Anwalt den "Hoffnungswert" des Mandanten an Stelle des gerichtlichen Streiwertes einsetzen?
Sehr geehrter Ratsuchender,


entscheidend ist, zu welchem Gegenstandswert der Rechtsanwalt beauftragt worden ist.

Der später vom Gericht festgesetzte Streitwert bezieht sich nur auf das gerichtliche Verfahren, so dass in der Tat die Werte für das gerichtliche und das außergerichtliche Verfahren unterschiedlich sein können.


Aber der Kollege kann nun nicht einfach einen "Hoffnungswert" ansetzen, sondern muss eben sich an dem tatsächlichen Auftrag orientieren, wozu sicherlich auch mögliche außergerichtliche Aufforderungsschreiben heranzuziehen sind.

Wenn z.B.

50.000 €

zunächst außergerichtlich gefordert, später aber nur

20.000 €

gerichtlich geltend gemacht werden, ist der Wert für das außergerichtliche Verfahren 50.000 €, für das Gerichtsverfahren 20.000 € anzusetzen, so dass dann eine Abweichung möglich ist.


Nur wenn gerichtlich und außergerichtlich keinerlei Abweichungen auch im Auftrag bestehen, sind die Werte identisch.

Sofern keine Einigung möglich ist, können Sie sich an der Rechtsanwaltkammer wenden.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php
http://ra-bohle.blog.de/
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