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Anwaltsgebühr / Vergütungsvereinbarung


27.02.2005 22:07 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Guten Abend,

Ich habe einen Anwalt beauftragt, mich in einer arbeitsrechtlichen Angelegenheit zu vertreten. In meinem Fall liegt eine formale Kündigung seitens des Arbeitsgebers vor; die Rechtschutzversicherung übernimmt die gesetzlichen Gebühren für das erstinstanzliche Verfahren in Höhe von insgesamt ca. 6000,00 Euro.

Jetzt schlägt der Anwalt im Rahmen der Bearbeitung den Abschluss einer Honorarvereinbarung vor, die neben den gesetzlichen Gebühren mit einem Pauschalhonorar von 3000,00 Euro zzgl. Mehrwertsteuer angesetzt wird.

Folgender Textlaut:

Der Auftraggeber (ich) verpflichtet sich, an den Auftragnehmer (Anwalt) für das arbeitsrechtliche Mandat im Rahmen der Auseinandersetzung zwischen....neben den gesetzlichen Gebühren ein Pauschalhonorar in Höhe von 3000,00 Euro abzurechnen, zuzüglich 16 Prozent Mehrwertsteuer und Auslagen oder gesetzlichen Auslagenpauschalen zu zahlen.

...

Dem Auftraggeber ist bekannt, dass diese Vergütungsvereinbarung von der gesetzlichen Regelung abweicht und dass im Falle des Obsiegens eine Erstattungsfähigkeit nur im Rahmen der gesetzlichen Gebühren gegeben ist...

Meine Fragen sind:

1. Verstehe ich richtig, dass der Anwalt sowohl bei der Rechtschutz abrechnet, als auch von mir noch Geld haben möchte?
2. Muss ich darauf eingehen und diese Vergütungsvereinbarung unterschreiben, obwohl die Rechtschutzversicherung Deckungszusage erteilt hat? Sind seine Kosten damit nicht schon gedeckt?
2. Mit welcher Begründung kann ich diese notfalls ablehnen, ohne dem Anwalt "vor den Kopf zu stoßen"?

Danke schon einmal im Voraus.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Der Sie vertretende Kollege ist offenbar der Ansicht, durch die gesetzlichen Gebühren nicht ausreichend für seine Arbeit entlohnt zu werden. Deshalb hat er Ihnen "neben den gesetzlichen Gebühren" die zusätzliche Honorarvereinbarung vorgeschlagen. Sollten Sie darauf eingehen, müssten Sie die weiteren € 3.000 auf jeden Fall zahlen, denn die RSV übernimmt diese Kosten nicht.

Sie müssen diese Vereinbarung nicht unterschreiben und sich nicht auf den Vorschlag des Kollegen einlassen. Es besteht dann allerdings die Möglichkeit, daß der Kollege Ihre weitere Vertretung ablehnt, weil es sich für Ihn "nicht lohnt." In diesem Fall müssten Sie sich einen neuen Anwalt suchen, der bereit ist, Ihre Angelegenheit auch für die, in Ihrem Fall m.E. durchaus üppigen gesetzlichen Gebühren, zu bearbeiten.

Da ich die Komplexität und den Umfang Ihrer Angelegenheit nicht kenne, kann ich den Vorschlag des Kollegen auch nicht abschließend bewerten. Ob Ihnen seine Tätigkeit die weitere Zahlung von € 3.000 zzgl. Auslagen und Steuern wert ist, müssen Sie selbst entscheiden. Sind Sie aber, wie ich, der Auffassung, daß die gesetzlichen Gebühren von € 6.000 schon eine Menge Geld sind, und die Arbeit des Kollegen damit ausreichend abgegolten ist, sollten Sie sich nicht scheuen, ihm das auch zu sagen und das mit ihm abklären und notfalls, einen anderen Kollegen beauftragen. Denn letztlich hat ein Anwalt ihr Geld - oder das der Rechtsschutzversicherung - nur verdient, wenn Sie ihm auch vertrauen können.

Deswegen geht es auch nicht darum, ob Sie ihn "vor den Kopf stoßen." Es geht allein um *Ihre* Interessen, die der Anwalt zu vertreten hat. Wenn er sich dadurch, daß Sie seinen Vorschlag ablehnen, "vor den Kopf gestoßen" fühlt, sollten Sie überlegen, ob er der richtige Anwalt für die Vertretung Ihrer Interessen ist.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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