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Anwalts Rechnung

28.01.2015 21:12 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Liedtke


Zusammenfassung: über anwaltliches Nichtstun und Vorschussrechnungen

3/2014 beauftragte ich eine Anwalts-Kanzlei mit 3 Aufträgen, 8/2014 war noch kein Auftrag in Arbeit, nur Vertrösten. Darauf entzog ich das Mandat per E,-Mail, welche in der Haupt- Kanzlei ankam.Sogleich meldete sich ein Anwalt Kollege, welcher mir mit großer Überzeugung versicherte, er würde alles korrekt abarbeiten, wenn ich das Mandat nicht kündige.
Leider war es das gleiche, wie vorher. Die Gegenseite hatte viel Zeit für sich, so dass ich wohl
jetzt den kürzeren ziehe, die lange Zeit hat für sie gearbeitet. In 2 Fällen hatte ich Titel. Bei Beiden musste Einwohnermeldeamt Nachforschung betrieben werden. In einem Fall tut sich nichts, bei dem zweiten, da es sich um eine große Summe handelt, wurde erst mal eine saftige Rechnung an mich gesandt. Ich frage mich, ob dies rechtens ist, denn ich habe doch für den Titel schon viel bezahlt, man hätte doch einfach den Auftrag zur Pfändung geben können ? Ich fühle mich in einer Hinhaltetaktik von seitens der Kanzlei, nichts tun , aber Rechnungen schreiben. Der Fall ohne Titel, hatte nun Zeit, Privat Insolvenz an zu melden.
Kann man da noch was machen? Wie soll ich mich nun verhalten, betreffs auch der Rechnung
obwohl Titel?

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Dass Sie sich hingehalten fühlen, kann ich sehr gut verstehen. Es scheint auch so zu sein, dass Sie hingehalten werden. Zumindest kann ich nicht nachvollziehen, wieso Ihre Mandate über Monate hinweg nicht bearbeitet wurden. In solchen Fällen empfiehlt es sich tatsächlich häufig, das Mandat zu kündigen und einen Kollegen zu beauftragen, der sich mehr einsetzt.

Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz erlaubt es, für die voraussichtlich entstehenden Gebühren und Auslagen einen angemessenen Vorschuss zu verlangen. Daher ist es zunächst einmal nicht zu beanstanden, dass Ihnen vor bzw. zu Beginn der anwaltlichen Tätigkeit erst einmal eine Rechnung erteilt worden ist. Ob diese Rechnung der Höhe nach angemessen ist, kann ich aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung nicht beurteilen, da ich weder den Streitwert noch den Rechnungsbetrag kenne. Zutreffend ist zwar, dass die Anwaltskosten für das Betreiben der Zwangsvollstreckung sehr viel geringer sind als die Kosten zur Erlangung eines Titels. Aber dennoch fällt auch dieses Honorar für einen Pfändungsauftrag oder sonstige Vollstreckungsmaßnahmen streitwertabhängig an und kann bei einer hohen zu vollstreckenden Forderung durchaus beträchtlich sein. Sollten Sie Zweifel an der Rechnungshöhe haben, sollten Sie sie sich durch den Anwalt erläutern lassen oder sie durch einen anderen Anwalt prüfen lassen. Ob sich in dem Fall der Privatinsolvenz jetzt noch etwas machen lässt, kann ohne Kenntnis sämtlicher Details des Falles ebensowenig beurteilt werden wie die Frage, ob die beauftragte Kanzlei eventuell haftbar gemacht werden kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 28.01.2015 | 23:24

kann bei Verschleppung des Auftrag, ca. 6 Mon.die Kanzlei haftbar gemacht werden,da der Gegner zu seinen Gunsten gehandelt hat?

Nachfrage vom Fragesteller 28.01.2015 | 23:24

kann bei Verschleppung des Auftrag, ca. 6 Mon.die Kanzlei haftbar gemacht werden,da der Gegner zu seinen Gunsten gehandelt hat?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.01.2015 | 23:34

Sehr geehrte Fragestellerin,

allein der Umstand, dass der Gegner seine Rechte gewahrt hat und sich seine Lage nun besser darstellt, begründet keine anwaltliche Haftung. Vielmehr kommt es darauf an, ob der durch Sie beauftragte Anwalt seine Pflichten verletzt hat und Sie ohne die Pflichtverletzung jetzt besser gestellt wären. Sie müssten also beweisen können, dass ein früheres Tätigwerden des Anwalts zum Erfolg geführt hätte.

Mit freundlichen Grüßen

Lars Liedtke
Rechtsanwalt

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