Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
503.740
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anwaltkosten

| 29.04.2011 17:24 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Dratwa


Im Januar 2009 erhielt ich einen Mahnbescheid über eine völlig unberechtigte Forderung in Höhe von 823,-- €. Ich habe einen Anwalt damit beauftragt, Widerspruch einzulegen. Der gegnerische Anwalt forderte mich dann mit Frist 6.3.2009 auf, den Betrag zu zahlen, anderenfalls würde er klagen und die Klage begründen.
Es kam dann auch, wie ich gedacht hatte: Es wurde nicht geklagt. Der gegnerische Anwalt hat die Erfolgsaussichten wohl richtig als Null angesehen.
Für mich ist die Sache seit zwei Jahren erledigt.
Jetzt bekomme ich von meinem Anwalt eine Rechnung gem. vv 3307 für den Widerspruch und gem. vv 3306 bzw 3305 wegen vorzeitiger Beendigung des Mahnverfahrens plus eine Telekomminikationspauschale von 13,00 €, insgesamt 92,82 € Brutto. Bemerken muß ich noch, dass mein Anwalt, ohne mein Wissen,am 8. 4. 2009 beim zuständigen Amtsgericht für einen Termin nachgefragt hat. Das Amtsgericht hat dann mitgeteilt, dass ein Verfahren gegen mich nicht bekannt wäre und von daher auch kein Termin aunberaumt werden könnte.
Frage 1: Ist die Berechnung berechtigt?
Frage 2: Wenn ja, muss nicht der unterlegene die Kosten tragen?


Sehr geehrter Fragesteller,

die Berechnung Ihres Anwaltes ist für mich nicht nachvollziehbar. Da Ihr Anwalt nur beauftragt war, Widerspruch gegen den Mahnbescheid einzulegen, kann er nur eine 0,5 Verfahrensgebühr gem. Nr. 3307 VV RVG berechnen. Diese beträgt nach einem Streitwert von 823,00 € 32,50 € zuzüglich Auslagenpauschale von 6,50 € sowie 19% Mehrwertsteuer von 7,41 €, demnach insgesamt 46,41 €. Sie sollten sich insofern mit Ihrem Anwalt in Verbindung setzen und um Erläuterung bitten.

Die durch die Einlegung des Widerspruchs enstandenen anwaltlichen Kosten muss Ihnen Ihr Gegner erstatten. Hierfür gibt es zwei Wege: Zum einen können Sie durch Einzahlung der Gerichtskosten das vom Gegner nicht aufgenommene streitige Verfahren aufnehmen und somit eine Kostenentscheidung des Gerichts erzwingen. Zum anderen können Sie einen Mahnbescheid gegen den Gegner bezüglich der an Ihren Anwalt gezahlten Gebühren beantragen. In der Praxis wird nur von der zweiten Möglichkeit Gebrauch gemacht, nämlich einen Mahnbescheid über die Kosten zu beantragen. Dies ist sicher der einfachere und auch kostengünstigere Weg.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Einschätzung im Rahmen dieser Internetplattform gegeben zu haben und verbleibe,

mit freundlichem Gruß
Peter Dratwa
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 01.05.2011 | 10:38

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Wenn das so richtig ist, sieht der Kollege aber nicht gut aus"
Stellungnahme vom Anwalt: