Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.336
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anwaltkosten, Kindesunterhalt


| 23.03.2007 15:55 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe einen Termin bei einem Anwalt zur Ermittlung des Kinderunterhalts vereinbart.
Bei dieser Gelegenheit überreichte er mir zum Schluss eine Vollmacht, die ich unterschrieben habe.
Dabei hatte ich nichts über eine Scheidung gelesen.
Es ging bei mir auschliesslich um die Höhe des Unterhalts.

Als ich merkte, dass der Anwalt mehr als das unternehmen
wollte, habe ich innerhalb von 2 Wochen diese Vollmacht
widerrufen. Nun will er Gegenstandswert auf die Höhe des
Unterhalts, 811 €, bezogen auf ein Jahr, also 9.732 €, und
dem entsprechend die Anwaltkosten setzen.

Nach meinen Kenntnissen darf ich jeden Vertrag innerhalb 2 Wochen
kündigen. Darf der Anwalt diese Kosten von mir verlangen?.
Und wenn ja, ist die o.g. Berechnung rechtens?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Grundsätzlich sagt die Vollmacht nichts über den Umfang des erteilten Auftrages aus.
Von den meisten Anwälten werden einheitliche Vollmachtsvordrucke verwendet, in denen alle denkbaren Rechtsgebiete und Rechtshandlungen enthalten sind, so dass Ihr Anwalt umfassend bevollmächtigt ist und bei Bedarf schnell handeln kann. Er darf von dieser Vollmacht aber nur Gebrauch machen in dem Umfang, in dem sie ihn beauftragt und es mit ihm abgesprochen haben. Wenn also in der Vollmacht das Wort "Scheidung" enthalten ist, dann heißt das nicht automatisch, dass Sie ihn mit der Einreichung der Scheidung beauftragt haben.

Es stellt sich also die Frage, womit Sie Ihren Anwalt beauftragt haben. Einen solchen Auftrag können Sie nicht widerrufen, sondern nur beenden, so dass der Anwalt nur seine bis dahin angefallene Arbeit abrechnen darf. Wenn es nur um den Kindesunterhalt geht, darf er nur den Kindesunterhalt abrechnen.
Grundsätzlich ist es richtig, dass der Gegenstandswert bei Kindesunterhalt aus dem Jahresbetrag des Unterhalts berechnet wird.

Allerdings gibt es seit dem 01.07.2006 im aussergerichtlichen Bereich keine gesetzlich vorgeschriebenen Gebühren mehr. Wenn Sie den Auftrag also nach dem 01.07.06 erteilt haben und kein Gerichtsverfahren eingeleitet wurde, dann hat der Anwalt nur einen Anspruch auf eine "angemessene" Vergütung, maximal 250,00 € zzgl. Mehrwertsteuer. Etwas anderes würde nur gelten, wenn Sie eine Vergütungsvereinbarung unterschrieben haben, in welcher genau geregelt ist, wie der Anwalt abrechnet.

Für eine genaue Beurteilung der Situation wäre es also erforderlich, zu wissen, ob Sie eine Vergütungsvereinbarung unterschrieben haben. Falls nicht, können Sie den Anwalt damit konfrontieren und sich von ihm die Rechnung erklären lassen. Sollten Sie sich mit ihm dann nicht einigen können, empfehle ich Ihnen, einen anderen Anwalt vor Ort aufzusuchen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de





Nachfrage vom Fragesteller 23.03.2007 | 16:24

Ich habe diesen Auftrag vor 3 Wochen erteilt, und ich habe keine Vergütungsvereinbarung unterschrieben.

Wie kann ich mich auf diese seit dem 01.07.06 geltende Gebühren berufen?. Gibt es ein Gesetz der das neu regelt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.03.2007 | 16:29

Sehr geehrte Fragestellerin,

das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) gilt für Ihren Fall eben nicht mehr, so dass der Anwalt nur noch eine "angemessene" Gebühr nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch verlangen darf. Die Höhe einer solchen angemessenen Gebühr ist nicht festgelegt. Ihr Anwalt muss seine Forderung begründen. Dabei spielt auch der Umfang seiner Tätigkeit (Aufwand) eine Rolle.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank!!

ich bin mit Ihrer Antworten völlig zufrieden "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER