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Anwalt verrechnet Kosten mit Pfändungsbetrag

| 04.04.2013 10:54 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim


Vor über 2 Jahre habe ich einen Anwalt beauftragt, ein Nebenkostenabrechnung für 2009 von meinen Vermieter einzuklagen.

Es ging soweit, das wir Zwangsgelder durchgesetzt haben und letztendlich auch einen Pfändung des Kontos der Gegenseite. Anschließend haben wir auch die Abrechnung erhalten.

Die Kontopfändung, in Höhe vom € 364,87 beinhaltete Gerichts- und Prozesskosten, Zwangsgeldgebühren, usw.

Am Schluss, der Anwalt hat € 202,30 für Honorarauslagen und € 74,00 für "GV-Kosten" abgerechnet (inklusiv MWSt).

Zahlung durch Auftraggeber (ich) ist aufgelistet mit € 53,50, die ich das Gericht als Vorschuss bezahlt habe und € 222,80 ist durch die Gegenseite bezahlt, lt. Auflistung, und mein zu zahlender Betrag ist € 0,00.

Frage: ich dachte der Honorarauslagen, GV-Kosten, meinen Vorschuss, muss alles von der Gegenseite getragen werden und nicht aus der eingezogenen Pfändungsgeld. Steht mir das Geld nicht zu, der Zwangsgelder usw. war in meinen Name eingeklagt?

Ferner, es gibt ein Differenz, gepfändet wurde € 364,87, aber nur insgesamt nur €276,30 von der Anwalt abgerechnet. Steht mir nicht die Differenz zu?

Falls Geld mir zusteht, können Sie den Fall auch übernehmen?

Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich gehört das gepfändete Geld ihnen. Allerdings scheint der Rechtsanwalt hier aus dem Abfindungsbetrag seine Kosten und gegebenenfalls Kosten des Verfahrens beglichen zu haben, die er Ihnen gegenüber beziehungsweise der Gerichtsvollzieher oder das Gericht Ihnen gegenüber in Rechnung gestellt hat. Grundsätzlich sind Sie nämlich der Kostenschuldner des Rechtsanwaltes und auch des Gerichts oder des Gerichtsvollziehers. Sie haben lediglich einen Anspruch auf Schadenersatz gegenüber der Gegenseite. Allerdings hätte der Rechtsanwalt eine Verrechnung nur mit ihrer Zustimmung vornehmen dürfen oder er hätte ihnen gegenüber ein Zurückbehaltungsrecht geltend gemacht, wenn Sie seine Kosten noch nicht beglichen hatten

Auch die Kosten des Gerichts zu Grunde des Gerichtsvollziehers müssen Sie bei einer Pfändung zunächst verauslagen. Im Rahmen der Vollstreckung erhöhen diese sodann die Vollstreckungssumme, die der Schuldner sodann bezahlen muss.

Den Differenzbetrag der Vergütung des Rechtsanwalts und der Kosten und der gepfändeten Summe hätte der Rechtsanwalt in jedem Fall an Sie auskehren müssen.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihnen zunächst hilfreich geantwortet zu haben.

Nachfrage vom Fragesteller 04.04.2013 | 11:31

Vielen Dank für die sehr guten Rückmeldung. Was wird mir das Kosten, den Fall an Sie zu übergeben? Es sind ein paar Emails zu übersenden. Und falls meine Schilderung korrekt ist und das Geld steht mir zu, muss der Gegenseite für meinen Kosten aufkommen? Es geht mir darum, nicht zuviel Geld einzustecken, da ich nicht viel zurück bekommen werde.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.04.2013 | 11:39

Vielen Dank für Ihren Nachtrag. In Ihrem Fall müsste erst einmal eruiert werden, was Ihne zusteht und wie viel die Gegenseite denn von der Hauptforderung und den Kosten bezahlt hat.

Geht es nur um die Differenz ggü. dem RA dürften im außergerichtlichen Verfahren aufgrund des geringen Wertes etwa 40,00 Euro anfallen. Sofern sich der RA in Verzug befindet, Sie ihm also schon eine Frist zur Zahlung gesetzt haben, die verstrichen ist, könnte diese Summe als Schadenersatz geltend gemacht werden, vorausgesetzt, der Anspruch besteht. Dies müsste zunächst eingehender überprüft werden, zB. am Ablauf der Vollstreckung, der Hauptforderung etc.

Gerne können Sie sich weiter an mich wenden.

Bewertung des Fragestellers 04.04.2013 | 11:54

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