Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.252
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anwalt untätig


14.03.2007 23:34 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz



Ich hatte im Nov. 03 und Dez. 03 zwei Sachschäden an meinem PKW. Vorgeschichte: Er hatte mich zwei Jahre davor bei einem VKU mit Personenschaden (Empfehlung durch den Abschleppdienst) so vertreten, dass ohne Schreibkram alles zur Zufriedenheit abgewickelt und erledigt wurde. Bei diesen beiden o.g. Fällen beauftragte ich ihn so der Art, er soll leben, ich hab keine Arbeit und er auch nicht viel, weil alles eindeutig. Ich habe einen Stoß an Schreiben und Faxen, wo ich ihn immer und immer wieder aufforderte, mich über den Sachstand zu informieren. Ich entzog ihm zwischendrin schon das Mandat, da bekam ich eine Rechnung über mehr als 100 Euro, worauf ich fragte, wofür. Ich lasse mich doch nicht schädigen, bekomme 100% Recht und habe kein Interesse an der Abwicklung? Im Dez. 06 wies ich ihn darauf hin, dass die Verjährungsfrist in Kraft tritt, daraufhin bekam ich wirklich mal Post und ein Schreiben von der gegn. HPV in Kopie, woraus hervorging, dass er seine Gebühren erhält und ich eben auch den, wie aus dem Kostenvoranschlag ersichtlich. Über 200 Euro wurden von "meinem RA" einbehalten. Ich fragte ihn daraufhin sehr freundlich, was die Ursache des Abzugs sei und was mit dem anderen Unfallschaden sei. Seit Januar bzw. Dezember keine Reaktion. Ich schrieb ihm am 6.3.07, dass ich ihm letztmalig und endgültig einen Termin setze, sich hinsichtlich des Pauschalabzuges zu melden und wie der Sachstand für die zweite Sache sei. Diese Terminsetzung läuft in einer halben Stunde ab. Welche Handhabe - außer RAK - habe ich? Mein Schriftverkehr aus den letzten drei Jahren offenlegen seine Nichttätigkeit, welche ich mir einfach nicht erklären kann und offengesagt auch nicht will. Was kann ich tun, um zu meinem Recht zu kommen
Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung der mitgeteilten Informationen wie folgt:

Naturgemäß fällt es im Rahmen dieser Online-Erstberatung schwer, die Qualität der Arbeit Ihres Rechtsanwalts in den besagten beiden Unfallsachen zu beurteilen. Hierzu müssten die entsprechenden Unterlagen durchgesehen werden.

Grundsätzlich ist es so, dass Sie nicht alleine auf die Hilfe der RAK angewiesen sind, um zu Ihrem Recht zu kommen. Sofern Ihr Anwalt tatsächlich Gebühren in Abzug gebracht hat, zu deren Erhebung er nicht berechtigt war, können Sie diese von ihm, notfalls gerichtlich, einfordern.

Nach Ihrer Schilderung scheint es auch nicht so zu sein, dass eine evtl. Gebührenrückforderung der Verjährung unterläge, da diese allem Anschein nach nur die zweite Unfallsache betrifft.

Ob eine Gebührenrückforderung Ihrerseits tatsächlich berechtigt ist, kann an dieser Stelle mangels näherer Kenntnis leider ebenfalls nicht beurteilt werden.

Sofern Sie der Ansicht sind, dass diese Forderung besteht, sollten Sie Ihrem Anwalt eine angemessene Frist zu deren Begleichung setzen (ca. zwei Wochen). Nach fruchtlosem Fristablauf wären Sie gezwungen, die Forderung im Mahnverfahren oder direkt auf gerichtlichem Wege geltend zu machen. Zuvor sollten Sie allerdings anwaltlich überprüfen lassen, ob die Forderung tatsächlich besteht.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick geben und stehe Ihnen im Rahmen der Nachfrage und zur weiteren Beratung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 27.03.2007 | 13:51

Guten Tag, ich weiß, ich hab mich bei meiner ersten Fragestellung sehr umständlich ausgedrückt. Das war wohl die Aufregung.
Wie ich Ihnen bereits mitteilte, setzte ich meinem Anwalt eine Frist bis zum 14.3.07 mich dahingehend aufzuklären, warum er von dem - von der gegn. HPV und von ihm selbst genannten Summe einen Betrag von über 200 Euro einbehält. Ich bekam bis heute keine Antwort und auch hinsichtlich meines Anliegens, was denn mit der 2. Unfallsache ist, keine Reaktion. Bitte verstehen Sie, dass ich keine anwaltlichen Kosten entstehen lassen will bei Angelegenheiten, die zum Einen 100% Verschulden des Verursachers waren und zum anderen der Parkplatzschaden mit 50%. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr weiter, wie viele Fristsetzungen ich diesem Anwalt noch setzen soll, wenn er mich als Mandant grundsätzlich negiert. Und selbstverständlich habe ich erst recht kein Verlangen, ihm nochmal persönlich gegenüberzutreten. Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich, dass er endlich mal Stellung bezieht, mir mein Geld zurückgibt und die weitere Sache nun endlich mal zum Abschluß bringt?
Vielen Dank, Grüße, Sabine Kühn

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.03.2007 | 14:52

Sehr geehrte Fragestellerin,

da scheinbar außergerichtlich keine Einigung zu erzielen ist, blieben Ihnen zum einen die Möglichkeit, einen Mahnbescheid zu beantragen, zum anderen, direkt den einbehaltenen Betrag klageweise geltend zu machen.

Der Weg über den Mahnbescheid ist zunächst der einfachere und kostengünstigere Weg; hier fallen zunächst nur Kosten in Höhe von 23,00 € an. Wenn gegen den Mahnbescheid kein Widerspruch eingelegt wird, können Sie auf seiner Grundlage einen Vollstreckungsbescheid beantragen. Legt der Anwalt gegen diesen keinen Einspruch ein, haben Sie einen Titel in der Hand, mit dem Sie vollstrecken können. Geht der Anwalt gegen Mahnbescheid oder Vollstreckungsbescheid vor, müssten Sie auf die klageweise Geltendmachung zurückgreifen.

Klagen Sie, würde dies mit Gerichtskosten in Höhe von 75,00 € zu Buche schlagen, evtl. Anwaltskosten nicht mitgerechtnet. Diese Kosten würden Sie später in vollem Umfang vom Gegner zurück erstattet erhalten, sofern Sie den Rechtsstreit gewinnen.

Sie sehen - auch wenn Sie keine weiteren Kosten entstehen lassen wollen, kommen Sie leider um selbige nicht herum.
Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Erfolg in dieser Sache und stehe bei weiterem Beratungsbedarf zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60124 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde verständlich und ausführlich beantwortet. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Klar und unumwunden im Ganzen zu empfehlen ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antworten auf meine Fragen waren ausführlich und verständlich. ...
FRAGESTELLER