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Anwalt hat beim gerichtlichen Vergleich nicht vollständig meine Interessen vertreten

| 25.07.2021 09:00 |
Preis: 35,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


13:55

Ich habe wegen einer Mietsache einen Anwalt beauftragt. Ich denke die längere Vorgeschichte ist nicht relevant.
Es gab einen Entwurf für gerichtlichen Vergleich. Je am gleichen Tag als ich davor Schreiben über den Entwurf bekam, hatte ich 1x per Mail und 1x Fax je Stellung dazu bezogen. Trotzdem hat mein Anwalt gegen meinen Willen in 3 Punkten meine Forderungen abgemildert, was nunmehr zu Zahlungsverzögerungen von ca. 10 Jahren führt.
Mit meiner Forderung zu Zahlungstermin und vollständiger Kostenübernahme wäre der größte Teil gleich fällig gewesen. Er hat damit nicht ausreichend meine Interessen vertreten.
Kann ich nun den Anwalt in Haftung nehmen für die Ausfälle?
Kann ich es von seinem Honorar einbehalten?

25.07.2021 | 09:42

Antwort

von


(1352)
Karolinenstr. 8
33609 Bielefeld
Tel: 0521/178960
Web: https://www.reinhard-otto.de
E-Mail:
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Guten Tag,

Sie haben dann einen Anspruch gegen den Anwalt, wenn dieser a) seine vertraglichen Verpflichtungen verletzt und b) Ihnen einen materiellen Schaden zugefügt hat, vgl. § 280 BGB.
Der letzte Punkt wird nach BGH-Rechtsprechung dadurch entschieden, dass die tatsächliche wirtschaftliche Situation mit der vergleichen wird, die bei (unterstellt) korrektem Handeln des Anwaltes gegeben wäre. Nur dann, wenn dieser Vergleich für Sie positiv ausfällt, liegt überhaupt ein kausaler Schaden vor.

Dabei wird zu prüfen sein, o eine frühere Fälligkeit auch dazu geführt hätte, dass Sie die Forderung auch tatsächlich zu einem früheren Zeitpunkt hätten realisieren können.

Sie müssen auch nachweisen, dass der Vergleich vom Gegner zu den von Ihnen gestellten Konditionen überhaupt abgeschlossen worden wäre und wenn nicht, wie der weitere Verlauf des Prozesses zu Ihren Gunsten ausgegangen wäre.

Aktuell sehe ich daher erst einmal keine Aussichten, irgendwelche Ansprüche gegen den Anwalt geltend machen zu können, so dass sich auch Aufrechnungen gegen die Honorarforderung verbieten.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 25.07.2021 | 11:41

Sehr geehrter Herr Otto,
nachweisen ist natürlich schwierig. Der gegnerische Anwalt hatte aber vorher eine Einmalzahlung für die Komplettkosten angeboten. Mein Anwalt hat die Ratenzahlung draus gemacht und die Prozesskosten ausgeklammert als separate Forderung ohne Termin und ohne Androhung einer Konsequenz. Jetzt werden die Prozesskosten vorläufig nicht gezahlt. Ist das nicht ein Kunstfehler?
Das Amt für Wohngeld hatte vorher die Zahlungen in Ausicht gestellt, jetzt aber nicht mehr.
Vermutlich weil ja die Vereinbarung viel Spielraum lässt. Ist das ein Nachweis?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25.07.2021 | 13:55

Ohne genaue Kenntnis des geschlossenen Vergleiches können Ihre Fragen nicht beantwortet werden.
Wenn Prozesskosten separat ohne Termin geregelt sind, sind sie im Zweifel sofort fällig.

Für weitere Prüfungen empfehle ich die Erteilung eines entsprechenden Auftrages zu einem Preis, der den Streitwert sowie Ihr wirtschaftliches Interesse angemessen berücksichtigt.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 25.07.2021 | 14:40

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33609 Bielefeld
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